Klein-Goliath gegen Gross-Meilen

Klein-Goliath gegen Gross-Meilen


  • Untere Ligen
  • 27.04.2015
  • 21:45

Locker vom Hocker. 2:0 beim (verstärkten) Tabellenschlusslicht, der Hinwiler Sport- und Wandergruppe und gleichzeitig zürcherisches Endlager für nie da gewesene Fussball-Kompetenz. Die Goldküstenmaradonas gewinnen Kraft sparend und trotzdem souverän wie Harald Juhnke am Mineralwasserglas. Spielmacher Serna mit zwei Toren sicherte sich die Auszeichnung zum John-Porno des Tages.

Nun gut Liebhaber der gehobenen Handy-Erotik. Ich begrüsse euch. Zum Start der Feierlichkeiten muss ich leider Gottes noch einmal ein vergangenes Thema, nämlich die völlig verdienten und souverän herausgespielten Sieg gegen die Pappnasen-Fraktion aus Zollikon, thematisieren.

Dort erschien ein Matchbericht, geschrieben vom Schnupperstift der Notschlafstelle Zollikon, der schlecht recherchiert war, und daher mein in Apfel-Pfirsich-Schnaps getränktes Herz in Wallung brachte.

Als Z-Promi und Träger aller Würden, Ehrenmann der Stammtisch-Kultur und langjähriger Abonnent der Kochzeitschrift "Squirting-Tomaten" steht auch ein Name auf dem Spiel.

Ein Schatten-Trainer?
Daher muss ich festhalten: Im besagten Artikel wird mir zu Last geworfen, dass ich als eine Art Schatten-Trainer für die Goldküstenmaradonas amte. Ich stelle fest: Wäre ich Trainer von dieser gemässigten Sau-Bande, würden wir uns momentan fragen, wie wir die Gestaltung der Vorbereitung auf die Champions-League-Halbfinal-Spiele in Angriff nehmen wollen.

IMG 5839Hans ist nicht Lucien. Hans ist nicht Mattieu. Ich bin eine Legender der schreibenden Zunft und dank meiner gottlosen Bescheidenheit berühmt geworden. Ein Hans Nötig hat schon Selecta-Automaten ausgeraubt, als die meisten Leser noch hofften mal ein Sperma zu sein.

In diesem unqualifizierten Bericht seitens Zollikons, steht ebenfalls, dass Meilen (wie eigentlich immer) sehr unfair aufgetreten sein soll. Dieser bodenlosen Unterstellung, dieser absoluten Frechheit gibt es eigentlich nur die pure Statistik zu empfehlen: Strafpunkte bisher: Meilen 28. Zollikon 48.

Ich hoffe nun wieder auf vermehrt Ruhe bei den Hinterwäldlern an der Stadtgrenze. Bedauernswert wie die journalistische Qualität rasant sinkt wenn irgendwelche Ungeeignete freien Zugang an Tastaturen erhalten. Aber Schwamm drüber. Mein Anwalt und meine Brüder der Familie Abou-Chaker kümmern sich, dass der Laden dort bald geschlossen wird. Dann nutzt der Frauenverein Zollikon die Lokalitäten für den wöchentlichen Markt. Dann würde es endlich auch den Zweck erfüllen.

Viel Schatten, wenig Sonne
Kümmern wir uns wieder um die sportlichen Highlights. In der Vorbetrachtung beim Gastspiel in Hinwil war viel Schatten und wenig Sonne. Diverse Spieler fehlten. Der Trainingsbesuch unter der Woche war mehr im freiwilligen Stil. Also in der Interpretation der Spieler.

Hinwil haut man auch ohne Training weg. Bayern München wäre stolz auf dieses Selbstvertrauen. Ebenfalls auf der Absenzenliste: Trainer Mattieu. Weilt mit der Familie in China und schaut sich diverse alternative Foltermethoden an um im Nachgang bei den Goldküstenmaradonas neue Reize zu setzen im Training. Coach Lucie war also der einzig anwesende Erziehungsberechtigte.

IMG 5842Von den aufgebotenen 14 Spielern fanden 13 den Weg an die Besammlung. Einzig Azzato meldete, dass er soeben irgendwo in Solothurn in einer Transvestiten-Bar aufgewacht sei und seine Boxershorts vermisse. Die Geschäftsleitung war not amused. Dabei hätte er ohne ein Training in der Startformation gestanden. Der Verein wird sich mit seinem Berater in Verbindung setzten und festhalten, dass seit dem Auszug im Elternhaus die Trainingspräsenz und die konkrete Nüchternheit schwer zu wünschen übrig liessen. Die KESB soll nun von Vereinsseite informiert werden.

Für Azzato rutschte Jungstar Zanghellini in die Startformation. Das Spiel übrigens wurde auf Wunsch des Gastgebers von Anspielzeit 11.00 auf 14.00 verschoben. Offizielle Begründung: Polterabend am Vorabend. Gut geflunkert. Der Grund war die Verstärkung von Spielern der ersten Mannschaft und ausgedienten, den Zenit deutlich überschrittenen, aber dies selbst nicht realisierenden, Seniorenakteuren.

Krethi und Plethi im Aufgebot
Als Entschuldigung in Sachen Hinwiler-Einsicht: Ueli Maurer kommt aus Hinwil. Na gut. Krethi und Plethi bei Hinwil im Aufgebot. Das Spiel begann und nahm schon nach wenigen Minuten den Lauf, den ein Spiel auf einem solchen Kuh-Acker nehmen muss.

Hallo Kampfspiel. Ciao Fussballkunst. Meilen stand defensiv ziemlich sexy. Die Botox-Kur von Abwehrchef Hedzic war die richtige Entscheidung. Der Schiffskapitän war 90 Minuten lang der Fels in der Brandung. Vorne reichte nach einer halben Stunde ein Blitzgedanke des Zirkusdirektors.

IMG 5843Alimis schnell ausgeführter Freistoss auf Serna war zu viel Information für die träge Abwehr der Hinwiler. Unwiderstehlich wie Lance Armstrong vor dem letzten Epo-Schuss entsorgte der Spielmacher das Spielgerät im gegnerischen Tor. Start nach Mass. In der Folge besass Meilen das Spieldiktat, liess sich aber vom schwachen Gekicke der Gäste einlullen und passte sich der nicht vorhandenen technischen Präzision an. Trotzdem hatte das keine weitläufigen Folgen.

Das Spiel ging in der Pause. Zeit für Sportlernahrung: Bohnen fürs Volk und eine Kebab-Box für den Zirkusdirektor. Eine Meldung Wert auch die gute besuchte Tribüne. Vor allem die spätpubertierenden aus dem Dorf mit dem Mädchen-Gekicher. Für einmal standen die Puch-Maxis nicht vor der Sonderschule sondern vor dem Hüssenbüel.

Nach dem Seitenwechsel war es der Zirkusdirektor, gestärkt durch seine Kebab-Box extra scharf, der nach einem Energieanfall am rechten Flügel wiederum Serna bediente, der die Kugel nur noch über die Linie drücken musste. Doppeltorschütze Serna. Endlich scheint der Hochveranlagte nach seiner fetten Vertragsverlängerung den nötigen Ehrgeiz wieder gefunden zu haben. Eiskalt Meilen bis zu diesem Zeitpunkt. Mit der zwei-Tore-Führung im Rücken agierten die Goldküstenmaradonas nun etwas gemächlicher.

Abwehrkino der gehobenen Sorte
Dies sollte sich als Fehler entpuppen. Die Hinwiler hatten nun ihre beste Phase. Doch Meilens Linienbeauftragter Weber agierte jederzeit sicher. Bis auf einen Fall, dort brauchte es Hedzic, der den Ball kurz vor dem Einschlag von der Linie wegwichste. Das hätte durchaus Tor sein können. Abwehrkino der gehobenen Sorte. Die offensiven Avancen der Gastgeber brachte aber auch Platz für Meilen. Doppeltorschütze Serna scheiterte zweimal beim Versuch den Hattrick in den Sack zu packen.

IMG 5844Und Dändliker. Was Dändliker an diesem Nachmittag an Chancen liegen liess, geht auch mit Arial 5 Punkt-Schrift auf keine Kuhhaut. Am Ende brachten die gelbschwarzen Ballsüchtigen den Sieg souverän über die Zeit.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem Spielmacher in brünstiger Torlaune besiegt man das bemitleidenswerte Tabellenschlusslicht klar und verdient. Zur allgemeinen Erheiterung legte sich nach dem Spiel Meilens Teamsenior Votta noch mit der ordinären Puch-Gang an. Der Mann hat Nerven oder einfach genügend Verwandte mit Beziehungen zur Mafia.

Da die Pflicht eindeutig erfüllt wurde, durften alle Kadermitglieder mit der seligen Hoffnung auf eine warme Mahlzeit zurück ins Heim. "Vor drei Wochen haben wir gegen Männedorf die Lebens-Niederlage überhaupt erlitten, unsere Heilung geschah in der Folge schneller als erwartet. Wir sind wieder wer.


Nun gegen Wurst & Brot Racing
Nun hauen wir zur allgemeinen Erheiterung die Bücherwürmer von Wurst & Brot Racing weg am nächsten Wochenende. Und gut ist" so Team-Philosoph und Bier-Experte Senn, der entgegen allen Experten-Meinungen seinen Platz hinten rechts tapfer verteidigt und mit seinen guten Leistungen auch den Nationaltrainer seiner Wahlheimat Guinness aufmerksam gemacht hat.

IMG 5838Eine schöne Geschichte. Vom Tellerwäscher zum Nationalspieler. Da sei ihm auch verziehen, dass er jüngst die Klatschspalten mit seiner Affäre mit Vera Dillier füllte. De Saunigel.

Egal, die drei Punkte waren im trockenen und unter den Gesängen "Meilen hät kei Disco" aus dem Hinwiler-Block, ging es in die Kabinen. Stumm hab ich mir selber gesagt: Lieber keine Disco als diese Landwirtschaftszone mit Piraten-Image.

Keine Sieges-Selfies
Lucien schwänzte übrigens die Pressekonferenz und untersagte das sonst obligate Selfie bei Siegessicherung. "Wir können nicht bei jedem Pflichtsieg den Moonwalk aufführen. Ich würde gerne nächste Woche gegen Racing ein Selfie, am liebsten eine ganze Serie schiessen.

Unsere Konzentration gilt jetzt nur noch diesem Spiel. Wir müssen und klar steigern und dann können wir den unbeliebten Cousin spielen und die Aufstiegsfeierlichkeiten zumindest ein wenig stören" so Lucien emotional wie zwei Packungen Valium. In meiner Funktion als Schaufenster-Motivator hau ich für die Mannschaft noch diesen raus: Mit Fleiss, mit Mut und festem Willen lässt jeder Wunsch ich endlich stillen. Haut Racing weg und ich stille euch! Hans Nötig

Hinwil II - Meilen II 0:2 (0:1)
Hüssenbühl. - SR: Flokët Sqetull.
Tore: 16. Serna 0:1. 49. Serna 0:2
Meilen II: Weber, Senn, Bonadei, Hedzic, Greiner, Dändliker, Saxer, Bucher, Zangehellini (52. Brennwald), Serna (81. Votta), Alimi.
Bemerkungen: Meilen ohne Azzato (Verwirrt ohne Boxershorts und Erinnerung), Beglinger (Will so sein wie Bruce Jenner), It (Zu Hause die Hosen endgültig deponiert im Regime Jasmin), Langar (Dröhntannen-Ernte), D. Sudakow (Gast-Referat am Sodomie-Treffen in Dänemark), Kohler (Eingedrückte Eierstöcke im Endstadium), Fornara (Höchste Pflegestufe für rüstige Rentnerinnen), Komatzki (Ehrengast Pegida-Versammlung Wien), Ch. Messerli (Betriebsspionage bei COOP), Reho (Willsch drüber rede Marco?), Kobel (Actionweekend auf dem Bauernhof), V. Sudakow (Periode, langanhaltend) und natürlich Ritz (Menschenrechts-Workshop in Nord-Korea). 
Letzte Änderung am Mittwoch, 29 April 2015 07:30

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