Dank an die Fans: Die Spieler des FC Einsiedeln nach dem Aufstieg.

"Weiss nicht, ob es, dass je schon einmal gab"

Dank an die Fans: Die Spieler des FC Einsiedeln nach dem Aufstieg.
fce.ch

  • 2. Liga
  • 26.05.2017
  • 13:47

Der FC Einsiedeln sicherte sich vorzeitig den Aufstieg in die 2. Liga interregional. In der höheren Spielklasse will der Dorfklub weiterhin auf viele Spieler aus dem eigenen Umfeld setzen. Was der Triumph in Einsiedeln sonst noch auslöst, erzählt Aufstiegstrainer Michael Kälin in Interview.

Michael Kälin (Bild), können Sie Ihre Gefühlslage nochmals beschreiben, als nach dem Schlusspfiff letzten Samstag in Wädenswil ihre Mannschaft frühzeitig als Aufsteiger feststand?
Nach der wohl schlechtesten ersten Halbzeit der Saison hätte ich ganz ehrlich gesagt nicht mehr darauf gewettet, dass wir an diesem Tag noch aufsteigen könnten. Wir haben aber bis zuletzt daran geglaubt. Nach dem Abpfiff hat sich die ganze Anspannung dann gelegt.

In Einsiedeln dürfte danach kräftig gefestet worden sein...
Auf jeden Fall. Das Klubhaus auf dem Rappenmöösli war pumpenvoll. Es waren enorm viele Fans, Angehörige aber auch Leute aus anderen Einsiedler Vereinen vor Ort.

Welche speziellen Reaktionen haben Sie erhalten?
Ich habe an diesem Tag noch mit Stefan Flühmann telefoniert. Er ist ja damals im Jahr 2008 mit dem FCE in die 2. Liga regional aufgestiegen und durfte nun mit Rapperswil-Jona einen noch viel grösseren Erfolg feiern. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, was wir uns gesagt haben. Auf jeden Fall war es sehr emotional. Dann haben wir für nächsten Dienstag noch ein Freundschaftsspiel abgemacht.

Rückblickend ist der Aufstieg des FCE wohl keine allzu grosse Überraschung. Die Mannschaft ist physisch stark und routiniert. War es ein Triumph mit Vorankündigung?
Wir sind mit viel Zuversicht in die Saison gestartet und haben von Beginn weg gute Resultate abgeliefert. Das hat uns zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. Mit als Trainer war klar, dass wir physisch wohl die stärkste Mannschaft dieser Gruppe sind. Wir haben dann allerdings fussballerisch eindeutig nochmals einen Schritt nach vorne gemacht, sind hinten sehr solide gestanden und waren vorne praktisch jederzeit für ein Tor gut. Dafür spricht auch unser Torverhältnis. Vom Punktestand her streben wir in den restlichen vier Spielen noch die 62-Punkte-Marke an, die der FC Blue Stars letzte Saison vorgelegt hat.

Welche Rolle spiele das spezielle Umfeld in Einsiedeln für die starke Saison?
Eine sehr grosse. Durch das familiäre Umfeld ist der Zusammenhalt im FCE sehr gross. Es braucht Jungs aus dem eigenen Nachwuchs, die den Sprung in eine erste Mannschaft schaffen können. Von unserem 23-Mann-Kader haben nur vier Spieler die Nachwuchsausbildung nicht in Einsiedeln absolviert. Ich weiss nicht, ob es jemals eine Mannschaft gab, die mit so vielen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die Interregio aufgestiegen ist.

Man sagt, der Schritt von der 2. Liga in die 2. Liga inter ist besonders gross. Welche Veränderungen bringt dieser für den FCE mit sich?
Wir versuchen den Trainingsaufwand auch eine Klasse höher im gleichen Rahmen zu halten, werden also weiterhin dreimal die Woche trainieren. Die weiten Reisen zu den Auswärtsspielen werden wir mit dem Car unter die Räder nehmen. Das wird sicherlich die grösste Veränderung im Meisterschaftsalltag sein, abgesehen davon, dass die Gegner natürlich noch stärker sein werden.

Und was liegt sportlich für den Dorfklub drin?
Unser Ziel ist natürlich, wie es für jeden Aufsteiger gilt, der Ligaerhalt. Ich bin jedoch sicher, dass wir an einem guten Tag auch in der 2. Liga inter gegen jeden Gegner punkten können. Nun hoffen wir darauf, dass wir möglichst viele solcher guten Tage haben.

Mit wie vielen Spielern planen sie, in die neue Saison einzusteigen?
22 Spieler wären für mich ideal. Ich habe lieber ein schlankes, aber qualitativ starkes Kader, als ein riesengrosses. Möglicherweise werden einige wenige Verstärkungsspieler dazustossen. Wir warten aber jetzt zuerst einmal ab.

Für Spieler aus dem Nachwuchs dürfte der direkte Einstieg in eine Interregio-Mannschaft wohl zu gross sein.
Selbstverständlich ist es toll, wenn wir den einen oder anderen talentierten Junior provisorisch ins Training miteinbeziehen können. Der Schritt vom Nachwuchs in die 2. Liga inter ist aber in der Tat sehr sehr gross.

Ändert sich in finanzieller Hinsicht für die Spieler etwas?
Wir halten weiterhin an unserem bewährten System fest: alle eingesetzten Spieler erhalten eine einheitliche Einsatzprämie. Mehr Geld gibt es hier nicht zu verdienen. (Interview: Marco Huber)

Letzte Änderung am Samstag, 27 Mai 2017 08:48

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