Erstmals in der 2. Liga: Zum Aufstieg des FC Rafzerfeld wird auch die Vereinsfahne geschwungen.

Das Meisterstück des FC Rafzerfeld

Erstmals in der 2. Liga: Zum Aufstieg des FC Rafzerfeld wird auch die Vereinsfahne geschwungen.
FC Rafzerfeld/Facebook

  • 3. Liga
  • 21.06.2017
  • 19:45

Der FC Rafzerfeld schaffte dieses Wochenende Historisches und stieg zum ersten Mal in der noch jungen Vereinsgeschichte in die 2. Liga auf.

Die ganz grosse Feier stieg letztes Wochenende in den Reihen des FC Rafzerfeld nicht mehr. Schon vor dem letzten Spiel, das mit 2:1 gegen Elgg knapp gewonnen wurde, stand der Aufstieg formell schon fest.

Trotzdem organisierte die Aufstiegsmannschaft um Trainer Gianluca Pasanisi zur Feier des Tages noch einen gemeinsamen Grillplausch. Schliesslich ist dies der erste Aufstieg in die höchste Regionalliga für den erst 2003 gegründeten Verein, der sich damals aus der Fusion des FC Hüntwangen und des FC Rafz zusammengesetzt hat.

Das grosse Meisterstück des FCR war vermutlich der 2:1-Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Thayngen vor Wochenfrist. "Die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben hervorragend umgesetzt und dem Gegner praktisch keine Torchancen zugestanden", sagt Trainer Pasanisi.

Der Sieg im Direktduell war dann eigentlich das letzte Puzzleteil, das zum Aufstieg noch gefehlt hatte. Entsprechend ausgiebig feierte die Mannschaft den Triumph.

Ziel "verfehlt"
Der Aufstieg ist die vermutlich grösste Überraschung aller Drittliga-Gruppen. Am Ende der letzten Saison noch war Rafzerfeld Viertletzter. Entsprechend viel die Zielsetzung für diese Saison nur verhalten aus: ein Rang innerhalb der ersten fünf wurde angestrebt. Doch weitgefehlt.

Zur Winterpause war Pasanisis Mannschaft Zweiter, wenn auch fünf Zähler hinter den Reserven der SV Schaffhausen. Später wurde dann schnell klar, dass die SVS ohnehin nicht aufsteigen kann, da ihre erste Mannschaft sich wohl im Mittelfeld der 2. Liga klassieren würde und es im FVRZ keinem Verein zusteht, zwei Mannschaften in der höchsten Regionalliga spielen zu lassen.

Dann folgte der arge Dämpfer: im Nachtragsspiel gegen den FC Elgg kassierte Rafzerfeld eine bittere Niederlage. "Danach dachten wir schon, der Zug sei abgefahren", erinnert sich Pasanisi. Doch als der FCR anschliessend die "Spielvi" zuhause schlagen konnte befand sich der Verein wieder auf Kurs.

Eingespielte Equipe
Die Rafzerfelder haben die Kontinuität gefunden. "Wir sind ein eingespieltes Team, das sich seit Jahren kennt, das defensiv sehr solid steht und vorne dank viel Qualität eigentlich immer für ein Tor gut ist", sagt Pasanisi.

Lange lebte die FCR-Offensive vor allem von Torjäger Robin Küderli. Doch die Mannschaft habe im Verlauf der Meisterschaft gelernt, auch ohne den besten Stürmer auszukommen.

Bezeichnend dafür ist die Entwicklung, die der erst 17-jährigen Yannick Flütsch durchlaufen hat. Erst im Winter ist er von den A-Junioren zum Fanionteam dazu gestossen In der Rückrunde erzielte Flütsch enorm wichtige Tore wie die Siegtore gegen die SVS und Thayngen.

Die Integration von Spielern aus dem eigenen Nachwuchs hat für Pasanisi oberste Priorität. "Es ist für einen Dorfverein existentiell, junge Spieler an die erste Mannschaft heranzuführen und diese dann auch regelmässig einzusetzen."

"Mischung muss stimmen"
Nun beginnt für den erst 14-jährigen Fusionsverein ein völlig neues Kapitel. Die erste Saison in der höchsten Regionalliga geht Cheftrainer Pasanisi mit Bedacht an. Es sei enorm wichtig, dass gestandene Kollektiv beizubehalten.

Aktuell erhalte Rafzerfeld viele Anfragen von Spielern, die nächste Saison 2. Liga spielen wollen. Klar ist auch bereits, dass drei gestandene Akteure zu den Senioren wechseln werden. Pasanisi plant mit einem 23-Mann-Kader in die Saison zu starten.

"Das allerwichtigste ist, dass die Mischung innerhalb der Mannschaft stimmt und dass wir uns gegenseitig weiterbringen. Alle Spieler freuen sich auf die neue Herausforderung."

Zur sportlichen Ausgangslage meint der Trainer: "Es ist einiges möglich. Wenn man sieht was die Aufsteiger Veltheim und Diessenhofen in dieser Saison geleistet haben, so können wir das doch auch erreichen." (mh)

Letzte Änderung am Donnerstag, 22 Juni 2017 07:45

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