Eine neue Führung für United Zürich

Eine neue Führung für United Zürich


  • 1. Liga
  • 07.12.2016
  • 08:08

Paukenschlag in der Promotion League: YF-Präsident Piero Bauert steigt per sofort beim FC United Zürich ein. Deren Präsident Gabriel Zeyrek tritt nach insgesamt drei Jahren Amtszeit ab.

Gerüchte um einen möglichen Besitzerwechsel beim FC United Zürich gab es schon seit geraumer Zeit. Am Montag vermeldete nun FCUZ-Präsident Gabriel Zeyrek die Einigung mit den beiden YF-Vorstandsmitgliedern Piero Bauert (Bild) und Vincenzo Tortora.

Sprich: United Zürich wird per sofort ausgerechnet von den Verantwortlichen des Ligakonkurrenten und Stadtrivalen YF Juventus übernommen.

United-Präsident Zeyrek nach dem Aufstieg: "Zum Glück habe ich mich da geirrt"

Zeyrek selbst macht für seinen Rückzug nach insgesamt drei Jahren Amtszeit berufliche Gründe geltend.

Zwei Promotion-League-Klubs finanziell nicht tragbar
So oder so ist es ein aussergewöhnlicher Entscheid der Fragen aufwirft. Was wollen Bauert & Co mit einem zweiten Promotion-League-Verein?

Bauert stellt dann auch sogleich klar, dass zwei Klubs in dieser Liga finanziell gar nicht zu stemmen sind. Er spricht noch sehr vage von "gewissen Synergien", die dadurch entstehen und dementiert derzeit auch (noch) eine "Fusion oder mögliche Namensänderung".

Dafür bleibt aber sowieso noch etwas Zeit. Ein möglicher Antrag für die Saison 2017/18 müsste erst bis spätestens Ende April beim Schweizerischen Fussballverband eintreffen.

Laut Robert Breiter vom Rechtsdienst des Schweizerischen Fussballverbands ist es Bauert aber so oder so möglich beide Vereine auf dieser Stufe zu führen.

Viele Wechsel im Kader und erneut ein neuer Trainer?
Völlig offen scheint auch wie das künftige Gesicht des Teams des FC United Zürich aussehen wird. Zu erwarten sind nach dem überraschenden Führungswechsel wiederholte viele personelle Wechsel im Kader und wohl auch ein nächster Trainerwechsel.

Es käme doch einer ziemlichen Überraschung gleich, wenn der erst im Oktober engagierte Salvatore Andracchio unter den neuen Umständen weiterhin an der Seitenlinie stehen würde. Vor allem da der 56-Jährige bis 2014 noch als Coach von YF gewirkt hatte.

Auf Seiten von YF Juventus lässt derweil Trainer Stefan Goll verlauten, dass für ihn überhaupt nur wenige Kaderspieler aus den Reihen von United Zürich als mögliche Verstärkungen infrage kommen.

Es darf also mit Spannung das Fortbestehen des erst im Sommer 2010 aus dem FC Fenerbahce in FC United Zürich unbenannten Klubs verfolgt werden.

Wohin führt der Weg?
Fast sieben Jahre ist es mittlerweile her seit die Gründercrew mit Bernhard Fanger und Orhan Yilmaz in einem Zürcher In-Club eine pompöse Feier mit prominenten Paten gefeiert hatte und den Meistertitel für das Jahr 2018 schlagzeilenwirksam angekündigt hatte.

Nach der neuesten Entwicklung stellt sich aber vielmehr die Frage, ob es den Verein dann in dieser Form überhaupt noch geben wird.

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Dezember 2016 11:48

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