"Wir haben die Winnermentalität wieder verinnerlicht"

"Wir haben die Winnermentalität wieder verinnerlicht"


  • Trainer des Jahres
  • 18.07.2018
  • 17:53

Besnik Ramadani heisst der neue "Trainer des Jahres". Er kam als "Feuerwehrmann" zum Zweitligisten FC Schlieren und schaffte es, die Limmattaler auf dem Abstiegssumpf zu führen.

Es war ein souveräner Sieg. Mit 23,1 Prozent der abgegebenen User-Stimmen sichert sich Besnik Ramadani die Wahl zum "Trainer des Jahres". Der Coach des FC Schlieren folgt somit auf Michele Di Muro (Schwamendingen), womit erneut ein 2.-Liga-Trainer diesen Titel gewinnt.

Trainer des Jahres 2018
1. Besnik Ramadani (FC Schlieren) 23,1%
2. Adnan Mustafi (BC Albisrieden) 14,5%
3. Fabio Digenti (FC Uster) 11,3%
4. Maurizio Fede (FC Wallisellen) 10,7%
5. Richard Oswald (SC Veltheim) 9,9%
6. Felix Bollmann (FC Greifensee) 9,2%
7. Dogan Isik (FC Wiesendangen) 8,6%
8. Roland Frei (FC Diessenhofen) 6,3%
9. Giovanni Gargiulo (Red Star) 3,7%
10. Michael Kälin (Einsiedeln) 2,7%


Speziell: Ramadani war erst ein halbes Jahr im Amt. In der Winterpause 2017/2018 hat er beim FC Schlieren das Ruder übernommen, nachdem er zuvor drei Jahre lang bis 2016 beim FC Schwamendingen an der Seitenlinie stand.

Bei Saisonhalbzeit lagen die Limmattaler auf dem vorletzten Platz der Zweitliga-Gruppe 1. Den 35-Jährige erwartete eine schwierige Aufgabe. Ramadani reüssierte. Er führte Schlieren über den Strich und hat seinen Vertrag auf dem Zelgli um eine weitere Saison verlängert.

Hauptberuflich ist Ramadani ebenso seit vielen Jahren im Fussball tätig. Beim FC Zürich ist er als Nachwuchs- und Konditionstrainer angestellt und betreut zusammen mit Daniel Gygax die U-16-Mannschaft.

Besnik Ramadani, sie sind Trainer des Jahres. Welches war Ihre erste Reaktion auf diesen Titel?
Das ist natürlich eine sehr schöne Auszeichnung. Ich freue mich extrem darüber. Ehrlich gesagt habe ich davon zunächst gar nicht erfahren und war daher umso mehr positiv überrascht.

Überrascht auch deshalb, weil Sie als einziger Anwärter auf den Titel nur ein halbes Jahr im Amt waren?
Das sicher auch. Immerhin hatte es da sehr namhafte und erfolgreiche Trainer zur Auswahl.

In der Frühjahresrunde haben Sie mit dem FC Schlieren den Klassenerhalt geschafft. Was war ausschlaggebend dafür?
Dass wir als Team die Winnermentalität wieder verinnerlicht haben. Das fing bei Spielen im Training an. Später konnten wir es auf dem Platz umsetzen. Es brauchte eine gewissen Anlaufzeit, aber wir haben es geschafft – auch dank grossem Ehrgeiz.

Sie sind hauptberuflich als Trainer beim FCZ tätig. Was ist aus Ihrer Sicht der grösste Unterschied zwischen dem Profibetrieb und Regionalfussball?
Der grösste Unterschied wurde mir vor Augen geführt, als ich den FC Schwamendingen übernommen habe. Da hat mich mein damaliger Captain zu einem Gespräch unter vier Augen vor die Kabinentür gebeten und mir klar gemacht, dass ich mit Amateuren, die tagsüber einem Beruf nachgehen, nicht gleich hart arbeiten kann wie mit Profifussballern. Da musste ich mich zuerst noch anpassen. Bei einem Zweitliga-Team ist der Spassfaktor doch um einiges höher und das ist auch gut so.

Im August startet die neue Saison. Was liegt für den FC Schlieren drin?
Schwierig zu sagen. Wir hatten einige Abgänge. Zudem gibt es in der Gegend einige Vereine, die zahlen, weshalb viele nicht zu uns kommen. Wir arbeiten sehr gut mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs und konnten ein paar A-Junioren in die erste Mannschaft einbauen. In der Meisterschaft wollen wir ganz sicher nicht mehr in die gleiche Situation geraten wie letztes Jahr und streben einen Platz im Tabellenmittelfeld an.

Wo muss sich die Mannschaft noch verbessern?
Es gibt immer viele Bereiche, in der sich eine Mannschaft noch verbessern kann. Sicher müssen wir technisch und in Sachen Chancenauswertung besser werden. Defensiv standen wir in der vergangenen Rückrunde sehr solid und haben deutlich weniger Gegentore erhalten als noch im Herbst. Dies lag auch daran, dass wir konditionell zugelegt haben und mehr gelaufen sind. (mh)

Die bisherigen "Trainer des Jahres":
2018: Besnik Ramadani (FC Schlieren)
2017: Michele Di Muro (FC Schwamendingen)
2016: Luigi De Donno (FC Unterstrass)
2015: Kurt Kobel (FC Männedorf)
2014: Sokol Maliqi (FC Dübendorf) 
2013: Luigi Caracciolo (FC Pfäffikon)
Letzte Änderung am Donnerstag, 19 Juli 2018 18:26

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