Bassersdorf mit defensiver Mentalität zum Aufstieg – Schwamendingen und das Abstiegsgespenst

Bassersdorf mit defensiver Mentalität zum Aufstieg – Schwamendingen und das Abstiegsgespenst


  • Sokies Analyse
  • 15.08.2018
  • 10:47

Seine Einschätzungen bewegen. Sokol Maliqi kennt die Zweitliga-Gruppe 2 aus unzähligen Spielen mit Gossau und Dübendorf. Der frühere Profi und heutige Uzwil-Coach hat vor dem Saisonstart die Teams erneut genau unter die Lupe genommen. Die Gewinner und Verlierer.

Es ist wirklich schwierig, einen Aufsteiger auszumachen. Die Gruppe wird sehr ausgeglichen sein, da sind sich viele Trainer einig. Wird es endlich die Saison von Phönix? Schafft der FC Schaffhausen II den direkten Wiederaufstieg? Kann der FC Gossau nach dreijähriger Abstinenz in die Interregio zurückkehren? Traut sich der FC Wiesendangen den Aufstieg zu? Oder ist es der FC Bassersdorf, der seinem Ruf endlich gerecht wird? Unten durch dürfte es zu einem harten Kampf kommen. Ab Rang 8 kann es jede Mannschaft erwischen.

Sokies Analyse 2017/18: Uster mit "lässigem Ende", Diessenhofen gerät in Negativspirale

bassersdorfRang 1: FC Bassersdorf
Mit Borges hat "Bassi" einen neuen Knipser, welcher auch spielerisch sehr gut passt. Marco Tanner hat dem Team genug spielerische Elemente verpasst. Schafft es nun Gianni Lavigna, die Transfers gut zu integrieren und den bisherigen Spielern eine defensive Mentalität einzuimpfen, werden öfters 1:0- und 2:0-Siege nach Bassersdorf einkehren. Resultate eines Aufsteigers. Gianni wird auch von Trainerfuchs Giuseppe Gatto unterstützt, was nur von Vorteil sein kann. Dieses Jahr spielt Bassi definitiv um den Aufstieg. Tipp: 55 Punkte

phoenix seenRang 2: FC Phönix Seen
Ich mag Spieler, in denen ein kleiner Teufel steckt. Der eine oder andere ist beim FC Phönix Seen aus diesem Holz geschnitzt. Die Teufels Zahl ist 6. Es ist auch die 6. Saison von Abbri bei den Winterthurern. Könnte demnach gut sein, dass es deren Saison wird. Der Trainer spricht von einem starken Teamgeist und das Etwas zusammengewachsen ist. Genauso so weiss er auch, dass 4-5 andere Teams ebenfalls vorne mitmischen können. Da es keinen wirklichen Favoriten gibt, traue ich es dem Team zu bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg zu spielen. Tipp: 54 Punkte

wiesendangenRang 3: FC Wiesendangen
Nie Aufgeben scheint ein Motto zu sein. Die grosse Stärke des Vereins ist jeweils das starke Zurückkommen. Diese Saison wird dies nicht nötig sein, auch wenn Trainer Dogan Isik aufgrund der vielen Abgänge tiefstapelt; sie verfügen immer noch in jeder Linie über einen Topspieler und nun kommt auch noch Alban Hotnjani. Erst wenn man mit ihm zusammenspielt, erfährt man, wie gut er wirklich ist. Mit seiner 5-Sterne-Spielintelligenz wird er dem Team den richtigen Takt geben. Das gesamte Bild macht diese Mannschaft zum geheimen Aufstiegskandidaten. Tipp: 52 Punkte

schaffhausenRang 4: FC Schaffhausen II
Die jungen Schaffhauser werden den Wiederaufstieg nicht so schnell wieder erreichen. Wie sie den Vorsprung in der Interregio noch vergeigt haben und abgestiegen sind, zeigt, dass sie noch zu grün hinter den Ohren sind. Auf dem grossen Kunstrasen im heimischen Lipo Park können sie bestimmt jede Mannschaft in Grund und Boden spielen. Falls sie es doch noch lernen, richtig aufs Tor zu schiessen und sich im 16er durchzusetzen, werden sie an der Spitze mitspielen. Tipp: 50 Punkte

gossauRang 5: FC Gossau
Das Team ist intakt, verfügt über einen tollen Teamgeist und hat ein relativ ausgeglichenes Teamniveau, auch dank den 2-3 geschickten Verstärkungen, wie z.B. Fabio de Nunzio, der in diesem Team voll zur Entfaltung kommen wird. In Gossau zu punkten, war nie einfach. Verbessert Toni Limata zwei, drei Kleinigkeiten und treffen Peter Niffeler und Jonas Müller regelmässig, kann das Team die letzte Saison mit Sicherheit bestätigen. Tipp: 46 Punkte

Rang 6: FC Oerlikon/Polizei
In Zürich-Nord ist Oerlikon sicherlich die stärkste Mannschaft. In meiner letzten Vorschau ging ich etwas hart ins Gericht. Gemäss Topstürmer Yves Matumona ist das Team qualitativ gut besetzt und kann an einem guten Tag jeden Gegner klar besiegen. Zwischenmenschlich verstehen sie sich ebenfalls gut. Leider haben sie eben auch zu oft einen schlechten Tag, als dass es für ganz vorne in der Tabelle reichen würde. Ich denke, das Team will vor allem Spass haben und ohne grossen Druck und Aufwand aufspielen. Dies reicht locker für einen vorderen Mittelfeldplatz. Tipp: 45 Punkte

greifenseeRang 7: FC Greifensee
Über den FC Greifensee etwas Neues zu schreiben, ist sehr schwierig. Sie haben eine tolle letzte Saison gespielt, waren 20 Spiele ungeschlagen. Eine unglaubliche Serie. Am Ende ging ihnen wie so oft etwas die Luft aus. Dennoch den Cup gewonnen und nun darf man gegen den FC Winterthur ran. Der Verein wird noch in 100 Jahren in der 2. Liga vertreten sein. Zu gut für die 3. Liga, zu wenig ambitioniert für die 2. Liga inter. Ich tippe auf eine solide Mittelfeldrangierung, dafür Rang 1 in der Fairplaywertung. Tipp: 38 Punkte

wallisellenRang 8: FC Wallisellen
Der FC Wallisellen wird sich im sicheren Mittelfeld etablieren, sind seit geraumer Zeit eingespielt. Diverse positive Cupresultate aus den letzten zwei Saisons zeigen, dass die Mannschaft problemlos mit allen Zweitligisten mithalten kann. Sollten die Ergebnisse über einen gewissen Zeitraum ausbleiben, könnte die Stimmung rasch kippen. Doch Maurizio Fede antizipiert gut und macht vor allem führungstechnisch einen tollen Job, hat die teils wilde Truppe fest im Griff. Tipp: 36 Punkte

Rang 9: FC Unterstrass
Der Verein hat den Kopf der ganzen Erfolgsgeschichte verloren. Luigi De Donno ist nach Dübendorf in die höhere Liga gezügelt und hat gleich zwei gute Spieler mitgenommen. Gerade dieser attestiert dem neuen Trainergespann Caspar Frey und Robert Hüsser starkes fachliches Know-How. Das Team verfügt nach wie vor über ein stabiles Gerüst. Dennoch könnte sich die Unerfahrenheit der Trainer im Laufe der Saison bemerkbar machen. Tipp: 33 Punkte

Rang 10: FC Diessenhofen
Vielleicht habe ich den Abstieg eine Saison zu früh prognostiziert. Diese Saison dürfte definitiv die anspruchsvollste werden für den FC Diessenhofen. Mittlerweile kennen alle diese Mannschaft im Raum Zürich sehr gut. Eine sympathische und solide Truppe mit einem neuen Trainer Remo Pesenti. Mal schauen, was er aus der Truppe herauskitzeln kann. Ich denke, die Thurgauer sind fussballerisch zu wenig gut, um wieder im sicheren Mittelfeld zu landen. Tipp: 30 Punkte.


schwamendingenRang 11: FC Schwamendingen
Der FC Schwamendingen hat im Sommer nochmals an Qualität eingebüsst. Trainerfuchs Michele Di Muro kann den Spielern bestimmt gut einheizen, so dass sie ihre Leistungsgrenzen erreichen. Mein Stammverein wird in diese Saison aber hartes Brot essen müssen. Das Abstiegsgespenst kreist um die Sportanlage Heerenschürli. Tipp: 30 Punkte 

Rang 12: SC Veltheim
Dass der SC Veltheim den Abstieg verhindert hat, war noch eine der wenigen Entwicklungen, die ich in meiner letzten Vorschau antizipieren konnte. Sie tun gut daran, diese Saison einen deutlich besseren Start hinzulegen und jedem Kontrahent mit maximaler Konzentration und Einstellung entgegenzutreten. Mein Gefühl sagt mir, dass ein Abstieg in die 3. Liga realitätsnah ist! Tipp: 28 Punkte

Rang 13: FC Brüttisellen-Dietlikon
Der FC Brüttisellen ist der 1. FC Nürnberg des Zürcher Oberlands, eine Art Liftmannschaft. Die Erfahrung von Röbi Merlo wird bestimmt helfen, dass die Mannschaft mit dem Platz neben der Badi nicht sofort baden geht. Ähnlich wie beim FC Oberwinterthur wäre der Klassenerhalt aber primär eine grosse Willensleistung.Tipp: 22 Punkte

Rang 14: FC Oberwinterthur
Hat mit Mehmet Ulas ebenfalls einen neuen unerfahrenen Coach engagiert. Die Mannschaft hat zudem mit Borges den Topstürmer an Bassersdorf inkl. den Aufstiegstrainer Gianni Lavigna verloren. Ich denke, die Oberwinterthurer werden hin und wieder mal einen Sieg landen, doch alles in allem ist die Qualität zu dünn. Und sollte sich ein Spieler als überdurchschnittlich zu erkennen geben, dann wird in Abbri spätestens im Winter nach Winterthur-Seen lotsen. Alles andere als ein Abstieg wäre demnach eine dicke Überraschung. Tipp: 18 Punkte

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Der in Zürich-Schwamendingen aufgewachsene Sokol Maliqi (36) spielte als Fussballprofi u.a. beim FC Luzern, APEP Pitisilia (Zyp), FC Vaduz und FC Wil. Als Trainer war er die letzten Jahre für den FC Schwamendingen, FC Dübendorf und FC Gossau ZH tätig. Seit der Rückrunde der Saison 2017/18 betreut Maliqi den Interregio-Klub Uzwil.

Letzte Änderung am Mittwoch, 15 August 2018 11:13

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