Der Trainer des Jahres heisst Sokol Maliqi

Der Trainer des Jahres heisst Sokol Maliqi


  • Trainer des Jahres
  • 28.07.2014
  • 09:52

Die User von regional-fussball.ch haben entschieden. Sokol Maliqi vom FC Dübendorf wurde zum Trainer des Jahres gewählt. Er erhielt 644 Stimmen, was in der Endabrechnung 34,1 Prozent entspricht.

Dübendorfs Zweitliga-Coach verwies Stefan Flühmann vom Aufsteiger FC Rapperswil-Jona, der 586 Stimmen bekam (31 Prozent) auf den zweiten Rang. Auf Platz 3 folgt bereits mit grossem Abstand der Seuzacher Trainer Markus Wanner (8,1 Prozent). Insgesamt wurden fast 1900 Stimmen verzeichnet. Maliqi ist damit der Nachfolger von Luigi Caracciolo (FC Pfäffikon).

Sieben Jahre trainierte Robert Merlo den FC Dübendorf. Er über nahm den Verein in dessen tiefsten Krise, als der ehemalige Erstligist nur noch in der Anonymität der 4. Liga spielte (2006/07). Merlo führte das Team zurück, in die Dritt- und Zweitliga und scheiterte 2010/11 nur wegen schlechteren Strafpunkten (Fairplaywertung)  am Aufstieg in die interregionale 2. Liga (Dübendorf mit 72 Strafpunkten, lag Ende Meisterschaft punktegleich mit Phönix Seen, das 53 Punkte auf dem Konto hatte, an der Tabellenspitze). Im siebten Jahr trennten sich die Wege des FC Dübendorf und jenem von Robert Merlo.

Keine leichte Auftrag für Merlo-Nachfolger…
Mit dem Abgang von Merlo gab es auch einen Exodus mit Kader. Elf Spieler gingen – die Vereinsleitung musste nebest einem neuen Trainer auch zahlreiche neue Spieler suchen. Markus Herzog zur damaligen Situation: "Es standen einige Trainer zur Auswahl, beziehungsweise, haben sich bei mir beworben. Ich kannte Sokol Maliqi schon, weil er bei uns früher mittrainierte, respektive, sich bei uns fit gehalten hatte. Als der Kontakt über einen gemeinsamen Bekannten hergestellt wurde und klar war, dass er als Trainer zur Verfügung stand, ging es relativ schnell. Beide haben sofort gespürt, dass diese Zusammenarbeit sehr gut funktionieren könnte und die beiden Philosophien gut zusammen passen".

… der auch Spielertrainer auf Zypern war
Als Aktiver spielte der heute 32-Jährige in vielen Vereinen und führte zwischenzeitlich auch den zypriotischen Erstligist APEP Pitsilia als Spieler-Trainer. In der Schweiz spielte Maliqi für GC II (1999), Wil (2002), Kreuzlingen, YF Juventus, Luzern, Vaduz und Biel, von wo aus sein Abenteuer in Zypern begann. Später über den FC Kosova kam Sokol Maliqi zum FC Küsnacht, dann zu Schwamendingen (2013).

Fussballerisches Fachwissen……Förderung aller Spieler
Herzog, Präsident des FC Dübendorf darüber, warum sich der Verein vor einem Jahr für Maliqi als Nachfolger von Merlo entschieden habe. "Das waren verschiedene Faktoren. Fussballerisches Fachwissen, Trainerausbildung, eigene Karriere, erfolgreiche Arbeit mit dem Nachwuchs, Fordern und Fördern aller Spieler. Ein gesundes Mass an Ehrgeiz, sowie den unbedingten Siegeswillen". All diese Faktoren habe er bei den Gesprächen mit dem Kandidat gespürt und die Chemie zwischen beiden Parteien habe von Anfang an gestimmt.

Weiterentwicklung…
Er habe als Präsident klare Erwartungen an den Merlo-Nachfolger gehabt. "Ein Mix aus dem was ich bereits erwähnt habe. Zudem erhoffte ich mir natürlich eine gute Zusammenarbeit im- und mit dem Verein. Dazu die Umsetzung der Ziele und Weiterentwicklung der Mannschaft und somit dem ganzen Verein".

…und Verantwortung für erste Mannschaft
Vor einem Jahr stand Dübendorf am Scheideweg. Die Ausgangslage für den Merlo-Nachfolger war nicht einfach, mussten doch gleich einige (elf) Spieler ersetzt werden. Markus Herzog darüber, ob Sokol Maliqi bei der Nominierung der neuen Spieler ein gewisses Mitspracherecht hatte und ob er gar Wünsche anbringen konnte, mit welchen Spielern er arbeiten möchte. "Natürlich hat der Trainer nicht nur Mitspracherecht, sondern die Verantwortung für die 1. Mannschaft. Da ist es selbstredend, dass er das Team in Zusammenarbeit mit mir und der technischen Kommission zusammen stellt".

Die Siegermentalität
"Trotz, oder gerade wegen seiner Siegermentalität versteht er es sehr gut auf die einzelnen Spieler mental einzugehen. Ich erlebe Sokol loyal, fair und freundschaftlich in der Zusammenarbeit". Und über den Sokol Maliqi als Trainer meinte Markus Herzog: "Als Trainer, kennt er das Business aus den ff. Da er vor kurzem noch selber als Profi aktiv war, kann er vieles von dem was er den Spielern vermitteln möchte selber vormachen beziehungsweise, vorzeigen. Seinem Credo: Jeden Akteur individuell stärker zu machen, geht er konsequent nach ohne das Team als Ganzes aus den Augen zu verlieren. Nur ein funktionierendes Team kann Erfolg haben. Und hier liegt die Betonung bei TEAM. Der gute Teamgeist, welcher durch den Trainer stetig gefördert wurde, hat die Mannschaft unter anderem so weit gebracht".

Jeder Trainer hat andere Schwerpunkte
Einen Direktvergleich zu Vorgänger Robert Merlo will Markus Herzog bewusst nicht ziehen. "Unterschiede herauszuheben oder Vergleiche anzustellen werde ich nicht machen. Mit jedem Trainer ist die Zusammenarbeit anders und jeder hat andere Schwerpunkte in den Fähigkeiten. An Sokol schätze ich seine Freundschaft und seine Fähigkeiten wie bereits beschrieben".

Herzog zu den Perspektiven die Sokol Maliqi in Dübendorf für die neue Saison hat. "Die Weiterentwicklung der Mannschaft steht im Vordergrund. Die Resultate der letzten Saison zu bestätigen wird ebenfalls wichtig sein. Das Team bleibt zu 90% unverändert". Und zum Saison/Leistungsziel angesprochen, meinte der Präsident: "Wir stellen uns eine Rangierung unter den ersten drei Plätzen vor".

Kontinuität und Weiterentwicklung
Und was erwartet der Präsident von seinem Trainer und der Mannschaft für die kommende Saison? "Kontinuität, Weiterentwicklung des Teams und aller beteiligten Personen, Förderung des eigenen Nachwuchses. Attraktiven erfolgreichen Fussball, Spass und Freude im Training und den Spielen". Dübendorfs Präsident, kurz vor seinem Abflug in die wohlverdienten Sommerferien, resümierte abschliessend, dass "wir sind zufrieden mit der Zusammenarbeit unseres Trainer-Duos und der Entwicklung der Mannschaft. Auch Michele Digeronimo als Assistenz-Trainer, gehört einen Anteil am Erfolg. Er ist für Sokol eine wichtige Unterstützung und sollte hier auch erwähnt werden. Heinz Minder

Letzte Änderung am Montag, 10 Juli 2017 12:31

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