Der FC Kempttal hofft auf einen Kunstrasenplatz

Der FC Kempttal hofft auf einen Kunstrasenplatz


  • Untere Ligen
  • 19.05.2015
  • 16:02

Für den Viertligisten FC Kempttal steht eine wichtige Abstimung in Lindau an. Um die Bürger der Gemeinde zu gewinnen geht der Verein auch innovative Wege - so beispielsweise mit einem Musikvideo. Die Abstimmung über den Kunstrasen auf dem Sportplatz Grafstal findet am 14. Juni statt.

video small

Vor zehn Jahren konnte der FC Kempttal sein 100-jähriges Jubiläum feiern. 1993 stieg die erste Mannschaft vom Sportplatz Grafstal letztmals in die 2. Liga auf. Es gab ein kurzes Gastspiel. Der Verein fiel gar in die 4. Liga ab. Sandro Stroppa, der designierte Präsident des Fussballverbandes Region Zürich (FVRZ) führte den Klub in seiner ersten Station als Spieler-Trainer 1999/2000 in die 3. Liga zurück.

Jetzt kämpft Kempttal wieder in der 4. Liga – und möchte zur Verbesserung der Infrastruktur in Grafstal einen Kunstrasenplatz für 1,5 Millionen Franken bauen. Die Stimmbürger der Gemeinde Lindau müssen am 14. Juni an die Urne.

In diesen Tagen sind in den Haushalten der Gemeinde Lindau die Abstimmungsunterlagen zur Urnenabstimmung vom 14. Juni eingegangen. Unter anderem stimmt die Bevölkerung dabei über einen Kredit von 1,5 Millionen Franken für den Kunstrasen auf dem Sportplatz Grafstal ab.

Kempttals-Vereinsvorstand dazu: "Für uns als FC Kempttal ist dies eine enorme wichtige und zukunftsweisende Abstimmung. Aus folgenden Gründen empfehlen wir den Stimmbürgerinnen- und Stimmbürgern, am 14. Juni ein "JA" in die Urne zu legen:

- Das Rasenfeld, welches über keine Entwässerung verfügt, müsste in den kommenden Jahren ohnehin saniert werden. Mit einem Kunstrasenfeld schaffen wir bereits heute eine moderne Infrastruktur
- Ein Kunstrasenfeld ist bis zu 40 Stunden und mehr pro Woche (inklusive Wochenende) bespielbar. Bei einem Rasenplatz sind maximal 20 Stunden vorgesehen
- Verbesserte Trainings- und Spielbedingungen (keine Spielverschiebungen, massive Erhöhung der Nutzungsdauer von aktuell rund 5 1/2 Monaten pro Jahr auf ca. 10 Monate)
- Reduktion des Kapazitätsengpasses: Aufgrund der besseren Auslastung des Sportplatzes kann die Juniorenwarteliste reduziert und allenfalls eliminiert werden
- Kosteneinsparungen: Die Unterhaltskosten eines Kunstrasenfeldes sind deutlich geringer. Für den FCK akzentuiert sich dies hauptsächlich in der Markierfarbe, welche komplett wegfällt
- Nutzung des Kunstrasens auch für Schule sowie andere Vereine der Gemeinde interessant
- Entlastung der Turnhallen (Aktivmannschaften sowie gegebenenfalls auch vereinzelte Juniorenteams können bei guten Bedingungen gänzlich auf die Turnhallen verzichten)
 - Mögliche Vermietung an auswärtige Vereine im Winter/Sommer: mögliche Einnahmequelle für die Gemeinde 

Der Kunstrasen soll auf dem hinteren Rasenspielfeld des Sportplatz Grafstal erstellt werden. Der Aushub werde möglichst gering gehalten. Um das Feld werde ein sechs Meter hoher Zaun errichtet. Zudem müsse die heutige Beleuchtung ersetzt werden. Vorgesehen sei ebenso eine Bewässerungsanlage. Denn ein Kunstrasen könne schon mal 60 bis 65 Grad heiss werden.

Erfahrungen aus der Nachbarschaft
Diesbezüglich konnte man schon von den Erfahrungen aus der Nachbarschaft profitieren. Effretikon hat seit ein ein halb Jahren ein Kunstrasen. Die geschätzten Gesamtkosten in Grafstal belaufen sich auf knapp 1,7 Millionen Franken. Der FC Kempttal beteilige sich dabei mit 84'000 Franken am Projekt. 90'000 Franken seien von Sport-Toto zu erwarten. Dabei müsse die Gemeinde noch rund 1,5 Millionen aufbringen.

Sportlich ist Kempttal momentan in der Mittelmässigkeit. Gleich nach der Rückkehr in die 3. Liga (1999/2000) stieg der Verein als elftplatziertes Team zusammen mit Hegi Winterthur wieder in die 4. Liga ab. Der Aufsteiger vermochte von 22 Partien lediglich eine zu gewinnen und holte sich mit weiteren sechs Remis nur insgesamt neun Punkte.

2002/03 dann fast die Relegation in die 5. Liga. Damals konnte man erneut dem SC Hegi Winterthur den Schwarzen Peter in die Schuhe schieben. 2005/06 das konträre Bild: Kempttal verpasste die Rückkehr in die 3. Liga – 12 Punkte hinter den Reserven des FC Witikon II landete der Verein auf dem zweiten Schlussrang.

2007/08 – mit vier Punkte Vorsprung auf Bülach II schaffte Kempttal den Aufstieg, doch Ende 2010/11 verabschiedete sich der Klub wieder in die Anonymität der 4. Liga.

2011/12 lieferten sich Effretikons Reserven mit Kempttal einen verbissenen Ausscheidungskampf um den Aufstieg in die 3. Liga. Effretikon gewann sowohl in der Vorrunde bei Kempttal (3:1) wie das Heimspiel im Eselriet 6:4 und schnappte sich den Gruppensieg vor Kempptal weg. Im Nachwuchsbereich arbeiten Effretikon und Kempttal ab der kommenden Saison eng zusammen. (hmi)

Letzte Änderung am Dienstag, 19 Mai 2015 17:06

spendenmobile
Kontoangaben 

Zugunsten von: DSC Sportcom GmbH
IBAN: CH61 0483 5118 6856 2100 0
BIC / SWIFT: CRESCHZZ89E
Verwendungszweck: Spende regional-fussball.ch