"Ich möchte Spieler die mutig sind und keine Angst vor Fehlern haben"

"Ich möchte Spieler die mutig sind und keine Angst vor Fehlern haben"


  • Allgemeines
  • 27.07.2016
  • 12:15

Luigi De Donno hat es geschafft: der Coach des FC Unterstrass ist zum "Trainer des Jahres" gewählt worden. Er führte den Stadtzürcher Quartierklub in seinem ersten Jahr als Cheftrainer gleich in die 2. Liga.

Fast 600 User haben ihren "Trainer des Jahres" gewählt. Über 25 Prozent der Stimmen davon heimste Luigi De Donno (Bild) ein - er ist damit der Nachfolger von Kurt Kobel (FC Männedorf). Damit überflügelt der Erfolgscoach von 2.-Liga-Aufsteiger Unterstrass seine Kollegen auf eindrückliche Art und Weise. Auf dem zweiten Rang klassierte sich der Vorjahres-Dritte, Seuzach-Coach Markus Wanner. Platz 3 ging an Markus Nyfeler, der den FC Kloten vor dem Abstieg in die 4. Liga bewahrte.

Luigi De Donno, was bedeutet Ihnen die Wahl zum Trainer des Jahres?
Die Wahl zum "Trainer des Jahres" in meinem ersten Trainerjahr zu gewinnen ist eine tolle Geschichte. Die Auszeichnung ist eine zusätzliche Motivation weiter zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und hart an mir zu arbeiten.

Was hat der Aufstieg für den FC Unterstrass einen Stellenwert?
So wie ich den Aufstieg miterlebt habe, hat er einen sehr hohen Stellenwert. Der Vorstand hat bereits im Frühling ein neues Vereinskonzept vorgestellt. Die Rückkehr in die 2. Liga, in den nächsten drei bis fünf Jahren, war ein Bestandteil des Konzepts. Für einen Quartierverein wie den FC Unterstrass ist das eine super Sache.

Sie sind noch ein junger Trainer. Als welchen Typ würden Sie sich selber beschreiben?
Ich denke ich habe eine gesunde Mischung zwischen "kollegialer Typ" und "Respektsperson". Die Spieler müssen dir Vertrauen, damit Sie Lernwille im Training und Leistungswille im Spiel zeigen können.

Was für einen Fussball lassen sie spielen?
Unser Ziel ist es einen gepflegten Fussball zu spielen, auch wenn wir in der 2. Liga auf bessere Gegner treffen. Wir möchten mutig und selbstbewusste Spieler, die den Ball verlangen, versuchen flach und schnell von hinten raus zu spielen. Zudem ist es wichtig als Mannschaft kompakt aufzutreten und möglichst wenige Gegentore zu erhalten. Das ist auch mit 3 Stürmern möglich :-).

In ihrer Spielerkarriere schafften sie es bis in die Challenge League (Wil, YF Juventus). Welche Trainer haben Sie besonders beeinflusst – und wie?
Das ist wirklich so, ich hatte sehr viele gute Trainer in meiner aktiven Zeit. René Weiler, Raimondo Ponte, "Longo" Schönenberger, Uli Forte, Carlos Bernegger, Bernard Challandes, um nur einige zu nennen. Ich denke am meisten Einfluss in meiner Jugendzeit hatte Bernegger beim FC Winterthur. Durch sein südamerikanisches Temperament konnte er die Spieler motivieren ans Limit zu gehen. Von Forte habe ich einige taktische Elemente und die defensive Organisation gelernt. Zudem hat er es verstanden den Spielern immenses Vertrauen zu schenken um dadurch die maximale Leistungsfähigkeit herauszuholen.

Unterstrass spielte zuletzt 2013 in der 2. Liga. Was haben sie beim neuen Anlauf für Erwartungen an das Team?
Im Fussball kann vieles passieren, so dass ich eigentlich nur eine Erwartung an mein Team habe. Egal wer auf dem Platz steht, er soll mit der Einstellung ins Spiel gehen "jedes Spiel gewinnen zu wollen". Ich möchte Spieler die mutig sind und keine Angst vor Fehlern haben. Die Spieler müssen spüren, dass die Mannschaft in jeder Phase der Partie und der Meisterschaft hinter ihnen steht. Wenn wir als Team weiterhin so auftretten wie wir es in der letzten Saison gemacht haben und an uns glauben, dann werden wir eine gute Saison spielen, davon bin ich überzeugt.

Sind Verstärkungen geplant?
Wir haben uns mit Albert Miller vom FC Witikon sowie Valentin Tippmann von den A-Junioren des FC Dübendorf und zwei Spielern aus der zweiten Mannschaft verstärkt.

Wo sehen Sie ihre Mannschaft in ihrer Gruppe?
Wie ich bereits erwähnt habe, möchte ich keine Prognose abgeben. Das Ziel muss sein, dass wir uns weiterentwickeln, uns so schnell wie möglich an den höheren Rhythmus gewöhnen und diese Winner-Mentalität in den Köpfen behalten. Dann werden wir am Ende der Saison dort stehen wo wir es verdient haben.

Trainer des Jahres 2016
1. Luigi De Donno (FC Unterstrass) 25,8 Prozent
2. Markus Wanner (FC Seuzach) 21,8%
3. Markus Nyfeler (FC Kloten - jetzt Pause) 17%
4. Sepp Roth (FC Phönix Seen II) 6,9%
5. Giuseppe Gatto (FC Bülach) 6,3%
6. Gianni Lavigna (FC Wiesendangen) 6,1%
7. Marcello Stellato (FC Blue Stars) 4,8%
8. Ergün Dogru (FC Thalwil) 4,6%
9. Urs Fritschi (FC Rüti - jetzt FC Freienbach) 4%
10. Roland Frei (FC Diessenhofen) 2,9%
Letzte Änderung am Mittwoch, 05 Juli 2017 08:59

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