Die Wollishofer Crew (v.l.): Enis Ljatifi (Co-Trainer), Rolf von Allmen (Präsident), Hermann Burgermeister und Mikael Gren (Trainer).

Ein Teambetreuer mit Kultstatus für den FC Wollishofen

Die Wollishofer Crew (v.l.): Enis Ljatifi (Co-Trainer), Rolf von Allmen (Präsident), Hermann Burgermeister und Mikael Gren (Trainer).

  • 3. Liga
  • 11.07.2017
  • 16:45

Just zum Auftakt der Saisonvorbereitung vermeldet der Drittligist FC Wollishofen einen Hammer-Transfer. Die Fussballschuhe schnüren wird der neue Mann auf der Sonnau aber selten.

Der FC Wollishofen hat einen grossen Coup gelandet. Nein es ist nicht ex-Nati-Captain Gökhan Inler, der das Mittelfeld der Sonnau-Elf künftig orchestrieren wird.

Nein es ist nicht der ebenfalls zurzeit vereinslose Innocent Emeghara, der neu für den FCW auf Torejagd geht.

Und nein es ist auch nicht Jérôme Oswald, der neben seinem Trainerposten beim FC Wettswil-Bonstetten noch ein Zweit-Engagement als Innenverteidiger beim Quartierverein angenommen hat.

Doch in Sachen Fussballerfahrung kann der neue Mann bei Wollishofen mit allen drei nicht nur mithalten, er überflügelt sie gar locker. Es ist Hermann Burgermeister.

42 Jahre lang war "Hermi" als Masseur und Materialwart beim FC Zürich tätig. Anfangs Juni geht die Club-Ikone mit beinahe 70 in Rente. Doch rund einen Monat später hat Burgermeister also bereits eine neue Funktion gefunden.

"Viele kannten mich schon"
Als Wollishofens Präsident Rolf von Allmen ihn für das Amt des Teambetreuers anfragt, zögert "Hermi" nicht allzu lange. "Ich bin schon lange Supporter beim FC Wollishofen, kenne den Präsidenten und viele Leute gut und habe Freude daran, etwas für diesen Verein zu tun."

Kürzlich wurde Hermann Burgermeister nach einer Mannschaftssitzung dem Fanionteam vorgestellt. "Die meisten der Jungs kannten mich schon. Es ist eine tolle Truppe, die wir da haben", sagt Burgermeister.

Im Zweifel für Wollishofen
In seiner neuen Funktion wird er die Sonnau-Elf in erster Linie an den Meisterschaftsspielen betreuen, ist aber immer mal wieder auch bei den Trainings dabei. Die Arbeitszeiten sind im Vergleich zum FCZ natürlich ganz anders. Seine Rolle sei aber ziemlich gut vergleichbar. "Der FCW ist ein hervorragend organisierter Verein", findet der neue Teambetreuer.

Und der FCZ? "Seinen" Herzensverein ausser Acht lassen wird "Hermi" niemals. Wenn möglich werde er weiterhin als Fan bei den Spielen im Letzigrund mit dabei sein. Es dürfte da jedoch zur einen oder anderen Terminkollission mit den Wollishofer Meisterschaftsspielen kommen. "In solchen Fällen werde ich wohl auf den einen oder anderen FCZ-Match verzichten. Für mich ist aber klar: wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig." (mh)

Letzte Änderung am Mittwoch, 12 Juli 2017 08:18