FC Rafzerfeld: Pasanisi tritt per sofort zurück

FC Rafzerfeld: Pasanisi tritt per sofort zurück


  • 2. Liga
  • 26.08.2017
  • 10:00

Nach dem ersten Meisterschaftsspiel ist Gianluca Pasanisi, Aufstiegstrainer des FC Rafzerfeld, überraschend zurückgetreten. Damit steht der frischgebackene Zweitligist ohne Trainer da.

Erst in der vergangenen Spielzeit war Rafzerfeld überraschend in die 2. Liga aufgestiegen, jetzt erfolgte nur eine Woche nach dem Saisonstart die Trennung von Trainer Pasanisi, der zusammen mit seiner Trainercrew den sofortigen Rücktritt bekannt gab. Die Gründe dafür lassen sich in der Transferpolitik des scheidenden Trainers, der mangelnden Integration der neuen Spieler sowie im Abgang von Präsident Toni Chiauzzi finden.

Neuzugänge wurden zum Problem
Nachdem sieben, teils arrivierte Spieler dem Verein in der Sommerpause den Rücken kehrten und zu den Senioren wechselten oder eine Pause einlegten, verpflichtete Pasanisi acht neue Akteure, um das Vakuum zu füllen. "Alle neuen Spieler hätten ihren Mitgliederbeitrag selber bezahlt, sie hatten auch sonst absolut keine Privilegien, obwohl sie von relativ weit weg nach Rafz ins Training kamen", lässt sich Pasanisi im "Zürcher Unterländer" zitieren und zerstreut damit die Gerüchte einer grossen "Einkaufstour".

Pasanisi erklärt weiter, er und sein Staff hätten durchaus in Erwägung gezogen eigene Junioren in die 1. Mannschaft zu befördern, gibt aber auch zu bedenken, dass "wir der grossen Zweitligagruppe mit 15 Teams zugeordnet worden und im Cup noch mit dabei sind", weshalb ein breites Kader mit einigen erfahreneren Akteuren ein Muss sei.

In der Mannschaft und im Verein schien das anders aufgenommen worden zu sein. Ein Teil der Neuverpflichtungen fühlte sich von eingesessenen Spielern nicht gut aufgenommen. Dies führte soweit, dass laut dem "Zürcher Unterländer" ein Teil der neuen Akteure teilweise nicht mehr zum Training erschien oder den Verein gar wieder verliess. Dabei glaubt Pasanisi, dass "kein Stammspieler der vergangenen Saison seinen Platz vollumfänglich verloren hätte."

Präsident ebenfall weg
Einen Einfluss auf Pasanisis Abgang hatte wohl auch die Personalie Toni Chiauzzi. Denn nur zwei Tage vor Pasanisis Rücktritt bot bereits der Präsident dem Vorstand den Rücktritt an, der angenommen wurde. Zum Präsidenten pflegte Pasanisi eine gute Beziehung und gab auch zu, er habe den Abgang Chiauzzis bedauert.

Für Rafzerfeld gilt es nun, möglichst schnell einen Ersatz für Pasanisi zu finden. Bereits am Sonntag bestreitet der FC Rafzerfeld erstmals in seiner 14-jährigen Vereinsgeschichte seit der Fusion zwischen dem FC Rafz und dem FC Hüntwangen ein Heimspiel in der 2. Liga. (oa)

Letzte Änderung am Samstag, 02 September 2017 13:50

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