Ärger auf der Sportanlage Langacker: Zwei Anwohner klagen gegen Lärm und Licht.

Herrlibergs Fussballer gehen auf die Strasse

Ärger auf der Sportanlage Langacker: Zwei Anwohner klagen gegen Lärm und Licht.
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  • Allgemeines
  • 11.11.2017
  • 12:26

Zu laut, zu hell? Zwei Anwohner des Sportplatzes Langacker sind deshalb sogar ans Bundesgericht gelangt. Der FC Herrliberg organisiert nun einen Protestmarsch.

Man fühlt sich an einen Schildbürgerstreich erinnert. Zwei Anwohner beschweren sich über zu helle Scheinwerfer und den zu hohen Geräuschpegel auf der Sportanlage Langacker in Herrliberg.

Klagen abgewiesen
Sie klagten deshalb zunächst beim Baurekursgericht – und anschliessend, nach dem ersten negativen Bescheid beim Verwaltungsgericht. Auch dieser Versuch schlug ins Leere.

Doch genug ist nicht genug. Und so haben sich die Anwohner jetzt sogar ans Bundesgericht gewandt, wie Benjamin Benz, Geschäftsführer sowie Junioren-Obmann ad iterim beim FC Herrliberg, gegenüber "20 Minuten" bestätigte. Der Verein selbst mischte sich bisher gar nicht ein. Grund: Die Platzeigentümerin ist die Gemeinde.

Dennoch wird der FCH nun selbst aktiv. Er plant auf Mitte Dezember einen Protestmarsch.

"Per Brief fordern wir die Kinder und Jugendlichen des Vereins sowie jene der Schule dazu auf, mitzumarschieren", wird Benz in der Pendlerzeitung zitiert. "Weil der Entscheid schweizweit Signalwirkung haben dürfte, ist es wichtig, dass wir unser Anliegen klar kommunizieren können. Deshalb der Marsch", führt er weiter aus.

Dabei wollen die Klubverantwortlichen auch das Gespräch mit den Klägern suchen.

Die Massnahmen des FCH
Beim FC Herrliberg stört man sich insbesondere an der Hartnäckigkeit der Kläger nach bereits zwei erfolglosen Versuchen.

Und nicht zuletzt deshalb, weil beim Drittliga-Klub sogar schon Massnahmen zur Lärmreduzierung ergriffen wurden. So finden beispielsweise am Sonntagnachmittag auf dem Langacker gar keine Spiele mehr statt. Und die Partien der Aktivteams wurden sogar gänzlich auf die Wochenenden gelegt. Den Klägern reicht dies aber offensichtlich nicht.

Die möglichen Folgen
Käme es zum Super-Gau und das Bundesgericht würde den beiden Anwohnern tatsächlich noch recht geben, dann hätte das erhebliche Folgen auf den FCH.

"Weil wir jetzt schon stark ausgelastet sind, könnten wohl viele Spieler ihr Hobby nicht mehr ausüben – nur wegen zwei Anwohnern, die sehr selten auch wirklich zu Hause sind", betonte Geschäftsführer Benz. Fortsetzung folgt.

Letzte Änderung am Samstag, 11 November 2017 21:57