Der FC Gossau muss auf Trainersuche

Der FC Gossau muss auf Trainersuche


  • 2. Liga
  • 12.12.2017
  • 09:08

Überraschender Trainer-Abgang beim FC Gossau: Sokol Maliqi verlässt den Zweitligisten und wechselt nach Uzwil.

Der FC Gossau muss sich einen neuen Trainer suchen. Sokol Maliqi (Bild) wurde beim Interregio-Verein Uzwil am Montagabend bei einer Teamsitzung bereits vorgestellt.

Der bald 36-Jährige nennt die "sportlichen Perspektiven" als Grund für den vorzeitigen Wechsel in die Ostschweiz. Klar ist: Uzwil bietet Maliqi ganz andere Möglichkeiten - nur schon in finanzieller Hinsicht. Dazu passt das mittelfristige Ziel der St. Galler: der Aufstieg in die 1. Liga.

Mit Gossau überrascht
Maliqi war im Sommer 2015 - nach der Relegation aus der 2. Liga interregional - zum FC Gossau gewechselt. Seine erste Saison im Oberland hätte dabei fast mit einer Enttäuschung geendet. Nach dem letzten Spieltag rutschte der FCG tatsächlich auf einen Abstiegsplatz - er schaffte aber dennoch - als besserer Drittletzter der beiden Zweitliga-Gruppen den Klassenerhalt.

Viel besser läuft es dem FC Gossau in der laufenden Meisterschaft. Zur Saisonhalbzeit zählt er in der Zweitliga-Gruppe 2 als Tabellendritter zu den positiven Überraschungen.

Dies unterstreicht auch FCG-Präsident Adrian Keller gegenüber "züriost.ch": "Sokol hat unsere Jungen einen Schritt nach vorne gebracht." Er will noch bis zu den Festtagen den Nachfolger des scheidenden Coaches präsentieren.

Ersatz für Regtop
Für Maliqi selbst ist der Transfer zum FC Uzwil ein nächster Schritt auf der Karriereleiter als Trainer. Dort tritt er in die Fussstapfen von Erik Regtop, der seinerseits nach der Hinrunde bei Eschen/Mauren (1. Liga) anheuerte. Bei seiner Präsentation liess Maliqi desweitern verlauten, bei einem längerfristigen Engagement möglicherweise sogar nach Uzwil ziehen zu wollen.

Gute Kontakte pflegte er nicht erst seit kurzem in die Ostschweiz. In seiner Profikarriere war Maliqi unter anderem auch in Wil und beim Liechtensteiner Klub Vaduz in der Challenge League unter Vertrag. Dazu passt dass er während seiner Trainer-Auszeit in der Saison 2015/16 ein halbes Jahr lang den FC Ruggell als Spieler verstärkte.

Erstes Duell ausgerechnet in Dübendorf
Ein Wiedersehen in der Region mit dem gebürtigen Schwamendinger wird es aber sowieso schon bald wieder geben. Immerhin trifft der im vierten Zwischenrang klassierte FCU in der Gruppe 6 unter anderem auf Freienbach, Rüti, FC Schaffhausen II, Einsiedeln - und den FC Dübendorf. Die Glattaler sind am 11. März auch pikanterweise der erste Gegner.

Es wird insbesondere für Sokol Maliqi ein besonderes Spiel auf dem Zelgli werden. Er hatte den FCD (seine zweite Trainerstation nach Schwamendingen) während zweier Saisons (2012 bis 2014) nämlich als Trainer betreut.

Letzte Änderung am Dienstag, 12 Dezember 2017 12:29