Der FC Volketswil strebt die direkte Rückkehr an

Der FC Volketswil strebt die direkte Rückkehr an


  • Untere Ligen
  • 10.01.2018
  • 08:37

Auf bittere Art und Weise ist der FC Volketswil aus der 3. Liga abgestiegen. Nun aber befinden sich die Glattaler auf dem direktem Weg zurück.

Die Vision des FC Volketswil klingt vielversprechend. 2021 und damit pünktlich auf das 50-Jahre-Jubiläum hin soll die erste Mannschaft in der 2. Liga spielen. So jedenfalls lautet das Ziel des Vorstandes.

Nach dem bitteren Abstieg aus der 3. Liga letzten Sommer, der nur aufgrund der höheren Anzahl Strafpunkte erfolgte, schien dieses Ziel zunächst in weite Ferne zu rücken. Zunächst wechselte der FCV noch im Winter den Trainer aus und zog den A-Junioren-Trainer nach. Dieser aber wurde vier Spiele vor Saisonschluss erneut ersetzt.

Der Nachfolger hiess Alexander Schilling und sitzt heuer, auch wenn er den tragischen Fall der Glattaler nicht verhindern konnte, auf dem Griespark fest im Sattel.

Es habe eine gewisse Zeit in Anspruch genommen, ehe sich die Spieler nach dem Abstieg wieder gesammelt haben, sagt Schilling, der zuletzt von 2012 bis 2015 den FC Fällanden trainiert hatte. "Man muss allerdings sagen, dass die Stimmung innerhalb der Mannschaft trotz des Tiefpunkts nie schlecht war“, hält FCV-Präsident Markus Denzler fest.

Bewusst in fremde Gruppe
In der Folge sass das Team mit dem Vorstand zusammen, um die Gründe für das Scheitern zusammenzutragen. "Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir den Gang in die 4.Liga als Durchgangsjahr erachten und einen Neuanfang wagen wollen“, sagt Schilling.

“Volki“ liess sich bewusst in eine neue Gruppe einteilen, in der sie die meisten Gegner kaum kannte. Auf dem Papier trainiert Alexander Schilling somit die zweite Mannschaft, nominell aber handelt es sich dabei um das Fanionteam.

Beeindruckende Bilanz
Dieses Team blieb weitgehend zusammen. "Wir haben uns jedoch von einigen Spielern getrennt, die keinen wirklichen Bezug zum Verein hatten“. Im Gegenzug nahm Schilling drei A-Junioren in die erste Mannschaft, die fortan Stammspieler wurden. "Die Entwicklung, die diese Jungs vollzogen haben, freut mich ganz besonders“, sagt Schilling.

Mit total 21 Spielern im Kader und durchschnittlich 17 Spielern im Training bestritt die neue Mannschaft das erste Halbjahr in der 4. Liga.

Ein Halbjahr das sich wahrlich sehen lassen konnte: zehn Spiele, zehn Siege, ein Torverhältnis von 52:8 Toren und acht Punkte Reserve auf den nächsten Verfolger. Damit sind die Glattaler mit dem BC Albisrieden die einzige 4.-Liga-Equipe, die noch ohne einen einzigen Verlustpunkt da steht.

"Unsere Vorrunde war traumhaft. Sie war aber auch das Resultat davon, dass wir uns gut auf die Mannschaften vorbereitet haben und jeden Gegner ernst genommen haben“, sagt der Trainer.

Ein Halbprofi und Tokos Bruder
Mit ein Grund sei aber auch gewesen, dass jede Position qualitativ zweifach besetzt war. "Das ist natürlich eine Luxussituation. Auf diese Weise konnten wir permanent ein hohes Tempo gehen.“ Und Präsident Denzler meint: "Die Mannschaft hat an mentaler Stärke zugelegt, kann auch mal ein 1:0 über die Runden bringen. Das ist das eindeutig Verdienst des Trainers und seines Assistenten.“

Die Mannschaft verfügt aber auch über eine Reihe von Spielern mit Erfahrung aus höheren Ligen. Urim Gashi kickte für Gossau und Rüti in der 2. Liga interregional. Dusan Gall war in der Slowakei einst Halbprofi. Dazu stehen auch Luca Walter, der seine Ausbildung im Nachwuchs des FC Zürich absolvierte und Armando Bundebele Toko, der ältere Bruder von FC-St.Gallen-Captain Nzuzi Toko für Volketswil im Einsatz.

Ambitionierte Ziele
Mit dieser Formation wollen die Volketswiler in der zweiten Saisonhälfte nun gleich souverän auftreten wie bis anhin. Trainer Schilling erwartet deshalb, "dass sich die Gegner gegen uns mehr hinten hineinstellen werden.“

"In der Vorbereitung müssen wir vor allem an der Angriffsauslösung arbeiten, um das Flügelspiel stärker zu forcieren und mehr Druck im Sechzehner zu erzeugen.“ Zusätzlich sollen zwei Spieler aus der zweiten Volketswiler 4.Liga-Mannschaft dazustossen. Der Kader wird somit nochmals etwas breiter.

Auf die Zielsetzung angesprochen muss Alexander Schilling nicht lange fackeln: der Wiederaufstieg ist die klare Devise. Das sieht die Vereinsleitung genauso. Die sofortige Rückkehr in die 3. Liga wäre ein erster Schritt zum Erreichen der Volketswiler Vision 2021. Die Glattaler verfolgen aber auch noch ein anderes Ziel: noch nie ist eine Mannschaft mit 20 Siegen und somit mit dem Maximum von 60 Punkten aus der 4. Liga aufgestiegen.

Steigen die Volketswiler auf, winkt ihnen ausserdem eine Prämie. Diese wird laut Präsident Markus Denzler in etwa in der Höhe des jährlichen Mitgliederbeitrags ausfallen und soll eine Belohnung für die soliden Leistungen auf dem Platz sein. (mh)

Letzte Änderung am Donnerstag, 11 Januar 2018 08:53

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