De Donno und die Rückkehr zum FC Dübendorf

De Donno und die Rückkehr zum FC Dübendorf


  • 2. Liga inter
  • 20.03.2018
  • 18:34

Keine Vertragsverlängerung: Trainer Marcel Erismann muss beim Interregio-Klub Dübendorf zum Ende der Saison gehen. Für ihn übernimmt Luigi De Donno.

Er hegt keinen Groll. "Ich habe das Team als Abstiegskandidaten in der 2. Liga übernommen und es in die Interregio geführt. Für mich stimmt der Zeitpunkt“, sagte Marcel Erismann zum "Zürcher Oberländer". Und die Zügel lässt er sowieso nicht schleifen. Der 49-Jährige will in Dübendorf eine tadellose Visitenkarte abgeben. Wie bei seinen früheren Stationen, wie er bekräftigt.

Trotzdem. Erismann ist offensichtlich nicht mehr gut genug für den FCD. Bereits im Trainingslager wurden die Spieler des Interregio-Vereins über die anstehende Trennung informiert.

Dabei lässt sich Erismanns Leistungsausweis auf dem Sportplatz Zelgli tatsächlich sehen. Nach einem fünften Rang gelang im letzten Sommer sogar der Aufstieg in die 2. Liga interregional. Und auch dort schlug sich der FCD bisher in der Gruppe 6 ziemlich wacker. Nach 14 Runden ist er als Tabellensiebter im breiten Mittelfeld klassiert.

"Wollen etwas Neues ausprobieren"
Präsident Markus Herzog ist dies offenbar nicht mehr gut genug. "Es war eine gute Zeit. Doch wir wollen jetzt etwas Neues ausprobieren", sagte er.

Der Neue heisst nun Luigi "Gigi" De Donno (Bild) – und ist ein Altbekannter.

Sechs Jahre Spieler in Dübendorf
Nach einer respektablen Karriere in der Challenge League (Wil, YF Juventus) war er 2007 nach Dübendorf gewechselt. Sechs Jahre blieb der Offensivspieler bei den Glattalern – und trug in dieser Zeitspanne einen wesentlichen Anteil zur Rückkehr in die 2. Liga bei.

Mit dem Abgang des langjährigen FCD-Coaches Robert Merlo verliess auch De Donno den Verein und schloss sich in neuer Funktion – als spielender Co-Trainer dem FC Bassersdorf an.

Ganz an die Seitenlinie wechselte er dann im Juli 2015 bei Unterstrass. Und De Donno führte den Quartierverein nicht nur sogleich in die 2. Liga, er etablierte ihn dort auch.

Die gute Arbeit blieb auch FCD-Präsident Herzog nicht unverborgen. Er sagt: "Ich habe ihn immer wieder beobachtet und mich umgehört."

Im Verlaufe der Vorbereitung machte er dann ernst und kontaktierte De Donno: "Gigi war die Nummer eins unter den Kandidaten“, betonte Herzog.

Aus der Komfortzone raus
Für De Donno selbst ist es der richtige Zeitpunkt um aus der Komfortzone beim beschaulichen Klub aus dem Stadtkreis 6 zu kommen. "In Dübendorf stimmt das Gesamtpaket. Ich fühle mich bereit für den nächsten Schritt", sagt der 35-Jährige.

Im Team des FCD soll es derweil auch mit dem neuen Trainer nicht zu vielen Veränderungen kommen. Rund 90 Prozent des aktuellen Kaders haben bereits zugesagt, rechnet Klubchef Herzog vor.

Klar ist aber auch: Die Ansprüche sind beim Interregio-Klub grösser. De Donno soll nicht nur für frischen Wind sorgen, sondern auch das Team weiterentwickeln.

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 März 2018 15:32

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