Wer zieht in die Cup-Halbfinals ein?

Wer zieht in die Cup-Halbfinals ein?

fvrz.ch/Mediacenter

  • Cup
  • 28.04.2018
  • 16:56

Am Dienstag stehen die ersten Viertelfinals im Rumox-Cup an. Klar ist dabei – mit Meilen oder Oetwil-Geroldswil wird mindestens ein Drittliga-Klub weiterkommen. Besonders viel Spannung versprechen die Zweitliga-Duelle Unterstrass - Greifensee und Wädenswil - Adliswil. Unsere Prognosen zur Runde.

Da waren es nur noch acht Teams. Am Dienstag kommt es zu den ersten Viertelfinals des Rumox-Cups. Bemerkenswert dabei: Einmal mehr hat sich das Gros der Zweitliga-Spitzenteams frühzeitig aus dem Wettbewerb verabschiedet.

Einen besonders hohen Stellenwert hat der Cup stets im Zürcher Unterland. In den letzten elf Jahren stand siebenmal ein Teams aus dieser Region im Endspiel, viermal dabei war das Final – traditionell ausserdem in Kloten ausgetragen (!) – sogar eine reine Unterländer Angelegenheit.

In diesem Jahr könnte sich dies ändern, auch wenn mit Embrach oder Rafzerfeld zumindest ein Unterländer Team die Halbfinals erreichen wird. Zu den ersten Titelkandidaten gehören die beiden Klubs nämlich zweifellos nicht.

Cup-Viertelfinals: Losglück für die Drittligisten

Sowieso riecht es stark nach einer Premiere. Einzig der FC Greifensee hat nämlich von den acht verbliebenen Teams einen Cupsieg in seinem Palmarès (2014).

Doch wie auch immer – der Cup hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze. Werfen wir also einen Blick auf die einzelnen Partien.

1. Runde: Urdorf, Schlieren und Horgen stolpern als erste Zweitligisten
2. Runde: Pfäffikon ringt Phönix nieder - Küsnacht stolpert über Croatia - Rümlang scheitert ebenso
3. Runde: Zweitligisten müssen unten durch
Achtelfinals: Wädenswil elininiert Cup-Spezialist Bassersdorf

Unterstrass (2. Liga) - Greifensee (2.) 0:1 (0:1)
Es ist ein Duell auf Augenhöhe. Unterstrass (3. Rang) und Greifensee (4.) sind mitunter die Überraschungsteams der Zweitliga-Gruppe 2. Dazu passt auch die Qualifikation für die Viertelfinals des FVRZ-Cups. Für den Stadtzürcher Quartierklub spricht der leise Heimvorteil aufgrund des Kunstrasens. Nur: Der FCU spielt gegen Greifensee wegen der ungenügenden Lichtverhältnisse gar nicht auf der heimischen Steinkluppe sondern auf dem Hönggerberg. Ein Nachteil? Vielleicht. In einem Nachtragspiel der Meisterschaft lösten sie vor wenigen Tagen aber die Hauptprobe in einem anderen Exil (Heerenschürli). Sowieso ist Unterstrass auch in der Rückrunde gut unterwegs. Am Samstag gab es ein 1:0 in Wetzikon – einziger Wermutstropfen: Stürmer Okorie flog mit Rot vom Feld und wird fehlen. Logisch wäre eigentlich sowieso eine Entscheidung im Penaltyschiessen. In der Meisterschaft trennten sich die beiden Teams im Direktduell 1:1 – für den seit dem 30. August 2017 (!) ungeschlagenen FCG war es eines von insgesamt zehn Remis. Und: Greifensee ist das einzige verbliebene Team im Wettbewerb, dass in den letzten 17 Jahren schon einmal Cupsieger war (2014). Tipp: 4:5 n.P.

Unterstrass (2. Liga)1. Runde: Elgg (3.) 5:1
2. Runde: Brüttisellen-Dietlikon (3.) 5:0
3. Runde: Croatia (3.) 5:2
Achtelfinals: Pfäffikon (3.) 4:3 n.P.

Greifensee (2.)1. Runde: Freilos
2. Runde: Wetzikon (2.) 1:0
3. Runde: Uster (2.) 6:4 n.P.
Achtelfinals: Wiedikon (3.) 2:1


Meilen (3.) - Oetwil-Geroldswil (3.) 2:0 (0:0)
Erneut ist klar. Mindestens ein Drittligist schafft es auch in dieser Saison in die Halbfinals. Und für Meilen wie Oetwil-Geroldswil stellt das Duell zweifellos der Höhepunkt dar. Beide Teams finden sich nämlich im Niemandsland ihrer Gruppe wieder. Das gastgebende und in der Gruppe 6 auf dem sechsten Platz klassierte Meilen warf auf seinem Cupweg immerhin die in der Liga besser klassierten Gruppenkonkurrenten Zollikon und Witikon aus dem Wettbewerb. Der Sieg über den Zweitligisten Horgen gilt es hingegen aufgrund des frühen Saison-Zeitpunktes etwas zu relativieren. Einen vermeintlich einfachen Weg hat der Tabellenachte der Gruppe 2, Oetwil-Geroldswil, hinter sich. Die einzige relevante Hürde stellte der wahrscheinliche Aufsteiger Oberwinterthur der Gruppe 5 dar, der im Penaltyschiessen bezwungen werden konnte. Übrigens standen die Limmattaler vor ziemlich genau drei Jahren schon einmal im Halbfinal. Sie scheiterten dort aber an Bassersdorf (2:4). Gegner Meilen schaffte es vor 13 Jahren sogar einmal ins Final – dieser ging allerdings gegen Thalwil verloren (1:2). Tipp: 2:1.

Meilen (3.)1. Runde: Horgen (2.) 2:1
2. Runde: Zollikon (3.) 2:1
3. Runde: Witikon (3.) 5:0
Achtelfinals: Thayngen (3.) 2:1

Oetwil-Geroldswil (3.)1. Runde: Schwerzenbach (4.) 5:1
2. Runde: Oberwinterthur (3.) 5:4 n.P.
3. Runde: Neunkirch (3:) 3:0 forfait
Achtelfinals: Siebnen (3.) 5:1


Embrach (3.) - Rafzerfeld (2.) 5:3 (2:1)
Eine nur noch peinliche 1:9-Niederlage erlitt der FC Embrach bei der Hauptprobe in der Meisterschaft gegen Elgg. Und doppelt ärgerlich: Abwehrchef Paradiso handelte sich beim Stand von 1:7 tatsächlich noch eine Rote Karte ein. Er ist damit für das Cupspiel natürlich gesperrt. Für die im Vorfeld der Saison zu den Mitfavoriten zählenden Unterländer geht es in der Gruppe 4 nur noch um die sogenannte "Goldene Ananas". Aber natürlich ist dem FCE aufgrund der Kadersubstanz ein Sieg über Rafzerfeld zuzutrauen. Der als erster Abstiegskandidat gehandelte Fusisonverein wehrte sich bisher durchaus tapfer in der Zweitliga-Gruppe 2. Die spielerischen Limiten zeigten sich bisher auch im Cup, in dem der FCR zwar Männedorf ausschaltete, in den weiteren Runden sich gegen drei bescheidende Viertligisten aber so quasi durchwurstelte. Embrach stellt nun die Endstation dar. Tipp: 3:1

Embrach (3.)1. Runde: Volketswil (4.) 3:1
2. Runde: Ellikon Marthalen (3.) 2:1
3. Runde: Diessenhofen (2.) 5:4
Achtelfinals: Wallisellen (3.) 3:2

Rafzerfeld (2.)1. Runde: Lohn (4.) 2:1
2. Runde: Männedorf (2.) 4:3
3. Runde: Mönchaltorf (4.) 2:0
Achtelfinals: BC Albisrieden (4.) 5:3 n.P.


Wädenswil (2.) - Adliswil (2.) 3:1 (2:1)
Vielleicht die interessanteste Affiche überhaupt. Da der zunächst im Sommer mit vier Siegen in die Meisterschaft gestartete FC Wädenswil, diese Kadenz aber nicht aufrecht halten konnte. Nach einem verpatzten Start in die Rückrunde gab vor Wochenfrist Trainer Dominguez (er sollte sowieso Ende Saison gehen) sogar seinen Rücktritt bekannt. Just im ersten Spiel danach kriegte der FCW nun die Kurve und kehrte mit einem 2:1 über Lachen/Altendorf auf die Siegesstrasse zurück. Nach unten zeigte zuletzt auch die Formkurve des in der Vorrunde von Erfolg zu Erfolg eilenden Adliswil. Der Motor der Sihltaler ist aber nun nach insgesamt drei Niederlagen gehörig ins Stocken geraten, auch wenn der Vorsprung auf die nächsten Klubs in der Zweitliga-Gruppe 1 noch immer beträchtlich ist. Findet der FCA den Beschleunigsknopf wieder? Wie auch immer. Wir erwarten einen emotionalen Cupfight – und einen Heimsieg. Tipp: 4:2.

Wädenswil (2.)1. Runde: Engstringen (3.) 5:0
2. Runde: Gossau (2.) 6:5
3. Runde: Wollerau (3.) 7:6 n.P.
Achtelfinals: Bassersdorf (2.) 3:1

Adliswil (2.)1. Runde: Fällanden (3.) 8:7 n.P.
2. Runde: Racing Club (3.) 3:1
3. Runde: Zürich-Affoltern (3.) 6:2
Achtelfinals: Kilchberg-Rüschlikon (3.) 6:5 n.P.

Die letzten 17 Cupfinals
2017: Wallisellen (3. Liga) - Bassersdorf (2.) 6:7 n.P.
2016: Bassersdorf (2.) - Rümlang (3.) 7:8 n.P.
2015: Basserdorf (2.) - Küsnacht (2.) 0:3
2014: Küsnacht (2.) - Greifensee (2.) 1:2
2013: Bassersdorf (2.) - Wallisellen (3.) 5:4 n. P.
2012: United Zürich (2.) - Altstetten (3.) 5:6 n.P.
2011: United Zürich (2.) - Rümlang (3.) 6:1
2010: Phönix Seen (2.) - Wettswil-Bonst. (2.) 0:4
2009: Regensdorf (2.) - Bassersdorf (2.) 4:1
2008: Oerlikon/Polizei (2.) - Töss (2.) 4:1
2007: Bassersdorf (2.) - Töss (2.) 1:3
2006: Phönix Seen (3.) - Pfäffikon (3.) 5:4 n.P.
2005: Meilen (3.) - Thalwil (2.) 1:2
2004: Affoltern a/A (2.) - Uster (2.) 10:9 n.P 
2003: Wiesendangen (2.) - Dietikon (2.) 1:5
2002: Oberwinterthur (2.) - Dietikon (3.) 1:2
2001: Thayngen (3.) - Einsiedeln (2.) 2:
Letzte Änderung am Mittwoch, 02 Mai 2018 08:34

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