Aufsteiger – der FC Lachen/Altendorf, wer sonst?

Aufsteiger – der FC Lachen/Altendorf, wer sonst?


  • 2. Liga
  • 18.08.2018
  • 09:25

Das Urteil ist gefasst: Der FC Lachen/Altendorf kann sich nur selbst schlagen. Am Ende der Tabelle könnte für Schlieren und Männedorf die Luft dünn werden. Die Saisonprognose zur Zweitliga-Gruppe 1.

Vier Trainer haben sich an einer Umfrage beteiligt und sind sich einig: Der Aufsteiger in die Interregio kann nur Lachen/Altendorf heissen. Beinahe ebenso klar scheint das Verdikt für Srbija, das den Abstieg diese Saison nicht verhindern kann und begleitet wird von Männedorf und Schlieren. Aufsteiger Witikon spaltet die Geister: Top oder Flop.

lachen altendorf

1. Lachen/Altendorf
Wie die Belgier vor Welt- und Europameisterschaften, zählte auch Lachen/Altendorf vor jeder Saison zu den Geheimfavoriten. Nun wollen die Märchler den Sack aber zumachen. Da hat offenbar der heilige Sankt Peter im Winkel seiner Schatulle noch einige Taler freischaufeln können. Die Zuzüge von FVRZ-Torschützenkönig Blerton Avdyli sowie Horgen-Captain Ilir Bakolli lassen diese These bestätigen. Die Usserschwyzer sind unbestrittener Favorit oder wie es der "Mister" ausdrückt: Die können sich nur selber schlagen.

red star2

2. Red Star II
Trotz permanenter Personalknappheit erreichte das ambitionierte Team von der Allmend Brunau letzte Saison den beachtlichen 3. Schlussrang. Durch die Rückkehr von Urgestein Steven Stutz und der Unterstützung vom Fanionteam könnte dieser Erfolg gar noch übertroffen werden.

horgen

3. Horgen
Bei den Bezirkshauptstättern vom linken Seeufer kam es in der Sommerpause zu regem Personalwechsel. Trainerfuchs Marcello Stellato wird der Umbruch und der Sprung aufs Treppchen jedoch zugetraut . Der "Mister" übt sich noch in noblem Understatement.

altstetten

4. Altstetten ZH
Dem Aufsteiger und einst stolzen 1.-Liga-Verein von der Buchlern wird eine überzeugende Rückkehr zugemutet. Namen wie Rapisarda und Ponte lassen mit der Zunge schnalzen. Oder wer hätte letztes Jahr auf Adliswil gewettet?

seefeld

5. Seefeld ZH
Dem Zürcher Quartierverein sind einige Transferschnäppchen gelungen: Mit Dössegger Rafael und Boos Stephan kamen zwei ganz Böse von Höngg, um es im Schwingerjargon auszudrücken. Als Sahnehäubchen auf die ohnehin schon währschafte Merengge fand der hochtalentierte Bischofberger Guido den Weg auf die Lengg.

urdorf

6. Urdorf
Punkgleich mit Seefeld schliessen die Stiere vom Chlösterli ab, müssen aber aufgrund der Strafpunkteregel zurückstecken. Die Routine dieser Mannschaft soll jedoch eine sorgenfreie Saison garantieren.

regensdorf

7. Regensdorf
Durch den Abgang von Robin Döringer (zu Kosova) und Amadou Mbaye (nicht Mbappe), ging einiges an Offensivpower verloren. Die Vereinsleitung wollte eine Neuausrichtung und ersetzte Walti Grüter, dem einstigen Mannschaftskollegen von "Bad Guy" George Best, durch Gianluca Pasanisi. Dieser soll es nun richten.

waedenswil

8. Wädenswil
Gross war die Euphorie der Vereinsleitung auf der Beichlen, als Ex-Profi Rainer Bieli (GC, St. Gallen, Xamax, Aarau) als neuer Trainer vorgestellt wurde. Von Küsnacht entführte dieser auch Kapitän Tiago Pereira Leite (ausgesprochen Leitschi, phonetisch analog dem Berner Mädchen). Dann kam aber der Aderlass: Adriano Sodano, Richard Gertsch und Nico Del Pilato folgten Sportchef Dimitris Demiros und Teammate Marco Bolli nach Thalwil, wo sie beim 1. Ligisten im bisherigen Saisonverlauf zum Stammpersonal zählten. Zudem wechselte Helder Machado ins steuergünstige Freienbach.

witikon

9. Witikon
Punktgleich mit Wädenswil beschliesst der Aufsteiger vom Loorenkopf die Saison. Mit einem riesigen Staff (Haupttrainer, Assistent und zwei Coaches) wird Witikon entweder ganz vorne oder ganz hinten erwartet. Viel Erfahrung bringt das Quartett Von Aarburg, Laski, Mercan und Bürger aus Uster mit, das dort eher im Unfrieden schied. Ob da nicht zu viele Köche am Werk sind?

wettswil bonstetten

10. Wettswil-Bonstetten II
Der Vorzeigeverein aus dem Säuliamt ist seit Jahren mit dem gelben Riesen, nicht YB sondern der femininen Form von Der Post verbandelt. Nun wurden aber die subventionierten Postautofahrten an die Auswärtsspiele von VR-Präsident Urs Schwaller aufgedeckt und ersatzlos gestrichen…WB zieht den Kopf dank der Unterstützung der ersten Mannschaft noch aus der Schlinge.

staefa

11. Stäfa
Unter der Führung des einst gefinkelten Stürmers Luigi Caracciolo gewann das Team vom Frohberg letzte Saison an Stabilität, diesmal können die Stäfner den Exploit aber nicht wiederholen. Mergim Thaqi folgte Mentor Shaip Krasniqi nach Rüti, Pietro Serra ertrug die Höhenluft nicht mehr und wechselte ins benachbarte Widenbad (-5 müM). Die Heimstärke kann dieses Jahr nicht ausgespielt werden, was sich in der Pleite im Cup offenbarte.

 maennedorf

12. Männedorf
Die schwierige zweite Saison nach dem Aufstieg. Drei Routiniers beendeten ihre Karriere und schlossen sich den Senioren an. Angriff ist die beste Verteidigung, wird sich Trainer Mike Koller sagen, liegen die Stärke doch in der Offensive. Trotz einem guten Torhüter werden zu viele Gegentore kassiert. Da hilft nur noch der zwölfte Mann: Das zahlreiche, zuweilen fanatische Publikum, das oft auch an die Auswärtsspiele anreist.

schlieren

13. Schlieren
Dieses Mal reicht es nicht mehr. Besnik Ramadani kann aus der nur durchschnittlich besetzten Equipe nicht mehr herauskitzeln und kapituliert noch vor Ende der Vorrunde. Trotz bester Pflege der hübschen Krankenschwestern im Limmattaler Spital ist der Patient nicht mehr zu retten.

srbija

14. Srbija ZH
"Gute Nacht Freunde, es ist Zeit für euch zu gehen", sang Liedermacher Reinhard Mey schon 1972. Auch wenn Sladjan Selakovic die vorzeitige AHV beantragen wird, um sich ganz dem Fussball widmen zu können, reicht die Verfassung diesmal nicht aus. Dank dem Koeffizient und der damit verbundenen Minimierung der Abstiegsplätze hievten sich die Serben letzte Saison gerade noch über den Strich. Diesmal ist es die Rote Laterne. (Marcel von Allmen)

Letzte Änderung am Samstag, 18 August 2018 09:58

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