Ganz viel Offensivpower für YF Juventus

Ganz viel Offensivpower für YF Juventus


  • 1. Liga
  • 25.01.2019
  • 07:18

"Wunderkind" Adili, Ex-FCZ-Verteidiger Kleiber, Wandervogel Mustafi, Höngg-Torjäger Pereira Da Costa und noch mehr: YF Juventus wappnet sich mit frischen Kräften für den Abstiegskampf in der Promotion League.

"Wir haben nur ein Ziel, nicht absteigen", sagt YF-Trainer Salvatore Andracchio unmissverständlich zur Tabellenkonstellation in der Promotion League. Für die Stadtzürcher ist die Situation nicht neu. Vor einem Jahr überwinterten sie knapp über dem Strich – dieses Mal direkt darunter.

In der Vorsaison gelang YF Juventus im Frühling der Klassenerhalt schliesslich relativ souverän. Dies einerseits weil das Team insbesondere auf dem heimischen Juchhof mit vier Siegen in Folge zu alter Stärke fand. Andrerseits aber auch weil die Basler Old Boys Ende April ihren freiwilligen Rückzug in die 1. Liga bekanntgaben.

Die beiden Absteiger standen damit nach 25 von 30 Runden so quasi fest. Zu gross war zu diesem Zeitpunkt schon die Hypothek von Schlusslicht United Zürich auf die Teams über dem Strich.

La Chaux-de-Fonds, und wer noch?
Klar ist: Mit einem ähnlichen Szenario kann YF nicht erneut rechnen. Zwar steht mit dem abgeschlagenen FC La Chaux-de-Fonds (nur 6 Punkte) der erste wahrscheinliche Absteiger schon fast fest. Wer aber als zweiter Klub in den sauren Apfel muss, ist nach 17 Runden offener denn je.

YF-Coach Andracchio nennt Wohlen, Münsingen, Köniz und Brühl als mögliche Kandidaten. Den sich ebenfalls in der Relegationszone befindenden U-21-Teams des FCZ und Basel traut er den Ligaverbleib zu. "Die Teams werden alles daran setzen um in der Promotion League zu bleiben", ist der 58-Jährige überzeugt.

Untätig war aber auch YF Juventus in der Winterpause nicht. Der Tabellenfünfzehnte verpflichtete gleich ein Sextett an interessanten Spielern.

Wunderkind Adili ...
Da ist beispielsweise das einstige "Wunderkind" Endogan Adili. Im zarten Alter von 15 Jahren gelang ihm bei GC sein erstes Tor in der Super League, so dass er es als jüngster Torschütze der Super League in die Geschichtsbücher schaffte. Der Offensivspieler wechselte später zum FC Basel und im Sommer 2014 sogar zum grossen Galatasaray Istanbul. Nur: Weder beim FCB noch in der Türkei startet er durch. Adili kehrte jüngst in die Schweiz zurück und gab nun im Herbst beim Erstligisten FC Kosova sein Comeback (10 Spiele, 3 Tore).

Pechvogel Kleiber ...
Adili ist aber nicht der einzige Neue, der bei YF seiner Karriere einen frischen Impuls geben will. Denn auch der langjährige FCZ-ler Mike Kleiber (25) durchlebte schon Hochs und Tiefs. Beim FC Zürich (7 Super-League-Einsätze) wurde der Verteidiger mehrfach von schweren Knieverletzungen zurückgeworfen. Es folgte im Frühling 2017 der Wechsel zum Challenge-League-Klub Rapperswil-Jona. Doch mit der sportlichen Krise der St. Galler (zehn sieglose Partien bis zum Jahresende) wurden auch die Einsatzzeiten von Kleiber rarer.

Abenteurer Mustafi ...
Schon länger ohne Matchpraxis ist der zuletzt vereinslose Orhan Mustafi (bis im Sommer noch Rapperswil-Jona). Der Stürmer hat mit 28 bereits eine beachtliche Odyssee durchlebt. So stand er bei zahlreichen Klubs in der Schweiz (FCZ, Basel, GC, Aarau und viele mehr), aber auch im Ausland bei Arminia Bielefeld (2. Bundesliga) in der schottischen Premier League bei Ross County und in Hong Kong bei Kitchee SC unter Vertrag.

Ramadani, Pereira Da Costa und Oberlin
Ebenfalls in der Region bekannt ist der zuletzt für den Ligakonkurrenten Köniz auflaufende Enis Ramadani. Der 26-jährige Mittelfeldspieler versuchte sich unter anderem in Tuggen, Kriens, bei Rapperswil-Jona und Brühl SG.

Nicht ganz so oft die Trikots gewechselt hat bisher Patrick Pereira Da Costa. In den letzten Jahren war der Offensivfreigeist die Lebensversicherung beim Erstligisten Höngg – einzig unterbrochen von einem halbjährigen Intermezzo in der U-21 des FCZ. Und der 21-Jährige war natürlich stets umworben von den ambitionierten Amateurklubs aus der Region - so eben auch von YF Juventus, wie unsere Betty Böser schon vor einiger Zeit pointiert notierte.

Und dann ist da noch Michel Oberlin, der jüngere Bruder von FCB-Profi Dimitri. Der 19-Jährige bestritt die Vorrunde beim FC Chiasso, fand aber beim Tessiner Challenge-League-Verein mit nur drei Saison-Einsätzen kaum Berücksichtigung.

Ernst gilt es für den neuformierten YF Juventus erstmals am 2. März gegen La Chaux-de-Fonds. Es ist selbsterklärend, dass im Duell mit dem Tabellenletzten alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung wäre.

Zuzüge: Patrick Pereira Da Costa (Höngg). Endogan Adili (Kosova), Enis Ramadani (Köniz), Michel Oberlin (Chiasso), Mike Kleiber (Rapperswil-Jona), Orhan Mustafi (vereinslos). – Abgänge: Victor Pelae (Wohlen), Heroid Gjoshi, Odilon Da Cruz (beide ?), Adijan Keranovic, Denis Pozder (beide Blue Stars), Claudio Thalmann (Wettswil-Bonstetten), Gabriel Molter (Portugal). 
Letzte Änderung am Montag, 04 Februar 2019 09:46

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