Das (fast) unmögliche Unterfangen des FC Schwamendingen

Das (fast) unmögliche Unterfangen des FC Schwamendingen


  • 2. Liga
  • 13.03.2019
  • 17:18

Was haben Gunvor, Piero und der FC Schwamendingen gemeinsam? 0 Punkte. Die beiden Künstler waren einst am Eurovision Song Contest glücklos, der Zweitligist verlor bisher alle Spiele in der Gruppe 2. Und dennoch gibt es für den Stadtzürcher Quartierklub noch Hoffnung.

2018 war ein Jahr zum Vergessen für den FC Schwamendingen. Nur gerade drei Mal ging der Zweitligist in der Meisterschaft als Sieger vom Feld. Zuletzt am 22. Mai (!) gegen Absteiger SV Schaffhausen (4:2).

"Switzerland, zero points". Das schafften die Schweizer Vertreter Gunvor Guggisberg ("Lass ihn") 1998 und Piero Esteriore & The MusicStars ("Celebrate!") 2004 am Eurovision Song Contest .

16 Punkte auf das rettende Ufer
Und nun könnte man also diese Schlagzeilen auf den Stadtzürcher Quartierverein in der 2. Liga herunterbrechen. Sämtliche 13 Partien in der Gruppe 2 verlor er nämlich in der Vorrunde. Damit dürfte es für den FCS schwierig werden die drohende Relegion abzuwenden. Dafür muss man kein Prophet sein.

Der Rückstand auf den vermutlich rettenden elften Platz (Veltheim) beträgt satte 16 Punkte. "Ein (fast) unmögliches Unterfangen", titelte deshalb sogar der Berichterstatter des FCS in seiner Vorschau.

Wenig überraschend kam es nach der Horror-Vorrunde zu einem Kommen und Gehen im Kader. Zumindest erfreulich: Einige altbekannnte Gesichter haben in der Winterpause den Weg zurück aufs Heerenschürli gefunden. So beispielsweise auch der Erstliga-erprobte Andre Sisic.

Niederweningen der schlechteste Zweitligist
Damit steigt die Hoffnung, dass die Schwamendinger nicht einen neuen Negativrekord im Zürcher Regionalfussball aufstellen.

Zuletzt musste der FC Tössfeld in der Saison 12/13 abgeschlagen mit sieben Punkten zurück in die 3. Liga. Noch schlechter war 1993/94 sogar der FC Niederweningen. Die Wehntaler verabschiedeten sich mit dem Torverhältnis von 7:96 und nur einem Punkt aus 22 Partien aus der 2. Liga.

Das Beispiel der Blue Stars
Null Punkte nach der Vorrunde – das schafften übrigens auch die Blue Stars im Herbst 2014, allerdings in der 2. Liga interregional. Und: Die Stadtzürcher vermochten die damalige Relegation dank einer starken zweiten Meisterschaftshälfte beinahe noch abwenden. Mit einer ähnlichen Aufholjagd ist also für Schwamendingen das Wunder noch möglich.

"Wichtig sei sicher ein erfolgreicher Rückrundenstart", steht dazu auf der Klubwebsite des FCS. Tatsächlich: Am Sonntag gilt es gegen Gossau einen ersten kleinen Schritt in die richtige Richtung zu tätigen.

Zuzüge: Piknoreak Poun, Hüseyin Yilmazer (beide Oerlikon/Polizei), Bruno Rosa Do Nascimento (Espanol Iberia), Armend Bytyqi (Rümlang), Dejan Tosic (Srbija), Marijan und Andre Sisic, Samora Batista, Dino Alic (alle Kloten), David Cipf (zuletzt Frick), Strahinda Tomic, Nikola Dordevic, Chris Arhin, Miguel Hansen (alle eigener Nachwuchs). – Abgänge: Nicolas Segreto, Mohammed Amine Sahbatou (beide Witikon), Leandro Da Silva (Blue Stars), Joel Evangelisti (Brüttisellen-Dietlikon), Leandro Teixeira, Loris Da Silva (Bassersdorf), Marcelo Miranda (Dübendorf A-Junioren), Ermin Avdyli, Daniel Schläpfer (beide Pause), Yves Holbe (Rücktritt), Yanis Mikari (Militär), Ardian Krasniqi (Kloten), Davide Tarchini (Oerlikon/Polizei).
Letzte Änderung am Mittwoch, 13 März 2019 17:18

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