Hier wird der legendäre Seuzi-Liveticker verfasst.

Bodo Ballermann trifft….. den FC Seuzach

Hier wird der legendäre Seuzi-Liveticker verfasst.
Bodo Ballermann

  • 2. Liga inter
  • 12.04.2019
  • 19:19

Der FC Seuzach also. Bodo Ballermann entschied sich, die Einladung des Winterthurer Vorzeigevereins anzunehmen, um sich persönlich ein Bild auf dem Sportplatz Rolli zu machen und dem Spiel der ersten Mannschaft gegen den FC Uster beizuwohnen.

Seit Jahren setzt der 1976 gegründete Club mit seinem sympathischen, nachhaltigen und familiären Schaffen Zeichen, die weit über die Region Winterthur Anerkennung verdienen. Und wie sich zeigte: Bodo lag richtig.

Bereits am Bahnhof in Seuzi erwartete uns der Sportchef, Patrick Kaufmann, mit einer kleinen, erfrischenden Geste. Wer nun gedacht hätte, der Sportchef würde uns mit einer Limo zum Sportplatz chauffieren, lag definitiv falsch. Nein. Zu Fuss ging es durch das schmucke Seuzacher Quartier. Bodo dachte schon, dass er wohl lieber einen Landjäger eingepackt und Wanderschuhe angezogen hätte. So schön ist das dort. Aber auch in Seuzach wird jeder Fleck verbaut.

Kaufmann gab aber die eine oder andere Anekdote zum Besten, sodass Bodo gar nicht merkte, dass wir schlussendlich beim legendären Sportplatz Rolli angekommen waren.

Herrlich. Fünf Plätze liegen vor uns. Bei unserer Ankunft sind auch die Jungs der 3. Mannschaft des FC Seuzach, 4. Liga, bereits an den Aufwärmübungen. Hernach wird es gegen die Combo des FC Wiesendangen gehen. Und eine empfindliche 0:3 Niederlage absetzen. Auch "John Terry" konnte die Niederlage nicht verhindern.

Der Fokus aber freilich lag auf der Partie der 1. Mannschaft des FC Seuzach, welche heute den FC Uster begrüsste. Für beide Mannschaften ging es dabei in dieser Partie der interregionalen 2. Liga Gruppe 6 um viel. Beide sind nicht frei von Abstiegssorgen.

"Der kommt später"
Kurz vor dem Spiel konnte sich Bodo mit den beiden Trainern der Mannschaften unterhalten. Fabio Digenti, Trainer der Gastmannschaft vom FC Uster, meinte, "Wir sind mit dem letzten Aufgebot da. 14 Spieler stehen mir zur Verfügung.“ Und Fabio schiebt nach: "Der Kluser ist noch bei einer Geburri-Party, der kommt später". Bodo kennt sie alle. Die Sprüche. Aber wie es sich später heraus stellte, hatte Fabio nicht übertrieben.

Der Trainer des FC Seuzach, Stéphane Lüthi, sieht sich mit ähnlichen Problemen konfrontiert. 11 Abwesende habe er zu beklagen, meinte Lüthi. Lüthi hat eine beachtliche, langjährige Karriere als NL-Fussballer hinter sich und arbeitete jahrelang als Trainer im Nachwuchs-Bereich beim FC Winterthur. Er ist Profi, kennt das Business und mag deshalb nicht klagen.

Derweil führt uns Sportchef Kaufmann durchs Areal. Norinas Beizli, da beginnen wir, fein auf der Terrasse. Das Bier ist frisch, kalt, sauber gezapft, und ja, es kommt aus dem Appenzeller Land. Mhhhhm. Bodo denkt: da kann man nochmals nachlegen.



fotogalerie

 

Vorbei an den Bratwürsten und Cervelats
Der Sportchef zeigt uns das ganze Areal, und Bodo darf sogar einen Blick in die Mannschafts-Garderobe werfen. Bodo freut sich sehr, und überlegt sich ganz kurz, welche Nummer er denn wohl gehabt hätte, wenn er es einmal auf dieses Niveau geschafft hätte. Vorbei geht’s an den Bratwürsten und Cervelats, auf die Bodo für einmal verzichtet.

Zurück auf der gut gefüllten Terrasse des Hauptgebäudes beginnt auch schon der Kick. In den ersten 15 Minuten sieht Bodo einen recht engagierten FC Seuzach, der zu drei guten Möglichkeiten kommt.

Nachher hat Uster die Sache recht gut im Griff. Bodo dachte schon, ok, das gibt ne Nullnummer. Und dann kommt es doch, aus dem Nichts – das 0-1 für die Gäste.

Bodo dachte, crazy, und dann kommt bei Uster tatsächlich noch der Kluser. Er, der Bodos Compagnon erst grad vorhin zugewunken hat, der eigentlich gar nicht da ist, steht die letzten Minuten auf dem Platz. Es fällt noch das 0:2, welches ein schwaches Spiel zugunsten der Ustemer entscheidet. Bis auf die Startminuten ein emotionsloser, blutleerer Auftritt des Heimteams.

Auf Spurensuche
Bodos Spurensuche nach dem Spiel: Domi Schiendorfer, Captain der Gastmannschaft und überragender Akteur im Mittelfeld, meinte: "Wir sind gut gestanden“. Und Stéphane Lüthi, enttäuscht ob der Niederlage seines Teams, zeigte Grösse. "Uns haben die Emotionen gefehlt“, meinte er kurz nach Spielschluss und brachte es damit auf den Punkt.

Da hatte sich Bodo in der Bar 76 bereits ein Bier gekrallt. Bedient höchstpersönlich vom Präsident Mats Aeppli. Nebenan, im neu umgestalteten Arvenstübli, flimmert die Bundesliga über den Bildschirm. Ein Bijou ist es geworden, das Arvenstübli, das die Männer und Frauen des FC Seuzi da in Fronarbeit gebaut haben.

Der 1. Mannschaft des FC Seuzach steht ein Umbruch bevor. Die gesättigte Truppe wird lernen müssen, dass das, was gestern in der ersten Liga war, heute nichts mehr zählt. Die Zeiger gehen anders. Aber Stéphane Lüthi ist zweifelsohne der richtige Coach, um diesen Umbruch einzuleiten und zu vollziehen.

Der Verein aber lebt. Und die Menschen hinter dem Verein – sie sind gut, sie engagieren sich. Man wähnt sich wie im Kreise einer grossen Familie. Da passt der heutige emotionslose Auftritt der 1. Mannschaft so gar nicht richtig dazu.

Eine gute 5
Bodo Ballermann gibt dem FC Seuzach für die Bewirtung, für die Infos, für die Nachhaltigkeit und alles in allem eine gute 5. Danke an alle, vor allem auch an Mats Aeppli und Patrick Kaufmann, für die Begleitung und Bewirtung.

Euer Bodo

Letzte Änderung am Freitag, 12 April 2019 19:19

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