Hajduk-Spieler attackiert Schiedsrichter in 4.-Liga-Match

Hajduk-Spieler attackiert Schiedsrichter in 4.-Liga-Match


  • Untere Ligen
  • 11.04.2019
  • 11:19

Wie "Blick.ch" berichtet, gab es schon wieder einen Eklat im Zürcher Amateurfussball. Ein Spieler von NK Hajduk greift am Sonntag den Unparteiischen an. Präsident und Ex-FCZ-Star Kresimir Stanic zeigt sich schockiert über den Vorfall.

Auf dem Sportplatz Juchhof in Schlieren trafen letzten Sonntag die 4.-Liga-Mannschaften von US Avellino Zurigo und NK Hajduk Zürich aufeinander. 

Avellino gelingt dabei kurz vor Schluss der Ausgleistreffer zum 2:2. In der Nachspielzeit ergibt sich ihnen sogar die Chance zum Sieg, nach einem Foulspiel von Hajduk-Keeper entscheidet der Unparteiische auf Elfmeter. Doch dieser wird nie ausgeführt, denn es kommt zu unschönen Szenen.

"Die Hajduk-Spieler waren mit dem Penalty-Entscheid nicht einverstanden. Einige von ihnen gingen zum Schiedsrichter und reklamierten. Dann schlug einer von ihnen den Unparteiischen mit zwei Faustschlägen ins Gesicht“, bestätigte ein Avellino-Spieler den Vorfall gegenüber "blick.ch". 

Ex-FCZ-Star Stanic zeigt sich schockiert
Doch damit nicht genug! Nachdem der Schiedsrichter zu Boden ging, verpasste ihm der Hajduk-Spieler noch einen Tritt. Das Spiel wird daraufhin abgebrochen und die Mannschaft von Avellino kümmert sich um den verletzten Unparteiischen.

Der Schiedsrichter wollte sich auf Anfrage und zum jetztigen Zeitpunkt nicht zum Vorfall äussern. Er soll aber gemäss Informationen von "regional-fussball.ch" eine Nacht, mit Verdacht auf innere Blutungen, im Spital verbracht haben.  

Der Hajduk-Präsident und ehemalige FCZ-Spieler Kresimir Stanic bestätigt gegenüber "blick.ch" den Vorfall. Er stand am Sonntag als Spieler selber auf dem Platz und ist schockiert über den Vorfall: "So etwas habe ich noch nie erlebt. Emotionen gehören zum Fussball, aber das darf nicht passieren.“ Der Vorfall werde drastische Konsequenzen haben, er betont: "Wir sind ein vorbildlicher Verein und verurteilen solche Vorfälle aufs Äusserste“.

Droht Ausschluss vom Spielbetrieb?
Auch Willy Scramoncini, Leiter Spielbetrieb des Zürcher Fussballverbands, bestätigt sowohl die Attacke wie auch den Spielabbruch. Zum weiteren Vorgehen sagt er: "Nach Stellungsnahmen beider Vereine kommen Geldbussen oder ein Punkteabzug in Frage. Die äusserste Massnahme wäre, NK Hajduk Zürich vom Spielbetrieb auszuschliessen.“ (ag)

Letzte Änderung am Donnerstag, 11 April 2019 11:19

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