Zürcher Erstliga-Gegner muss auf Trainersuche

Zürcher Erstliga-Gegner muss auf Trainersuche


  • kurz & bündig
  • 18.04.2019
  • 10:16

Der nächste Trainerwechsel bei Zürcher Erstliga-Gegner +++ Trainer-Entlassung nach Niederlage gegen Dietikon +++ Exouzidis verlässt Interregio-Klub +++ Brühwiler sucht neue Herausforderung

Ex-GC-Profi Schwegler von Linth 04 zum SC Cham. Erstliga-Neuling Linth 04 verliert zum Ende der Saison ihren Trainer Roland Schwegler (37) an den Promotion-League-Klub SC Cham. "Fünf Jahre beim gleichen Verein zu sein, ist in unserem Geschäft lange. Nun ist für mich die Zeit gekommen, eine neue Herausforderung anzunehmen. Und diese stellt Cham eine Liga höher sicherlich dar", begründete der frühere GC-Profi seinen Entscheid gegenüber der "Südostschweiz". Beim Zuger Klub ersetzt Schwegler den scheidenden Jörg Portmann, der ebenso sieben lange Jahre beim SCC tätig war. Und wer folgt auf Schwegler im Glarnerland? "Unser Ziel ist es, einen jungen, hungrigen Trainer zu verpflichten, der die Arbeit von Roland Schwegler weiterführt und die Sprache der Fussballer spricht", sagte Präsident Erich Fischli. Der FC Linth 04 ist in der Erstliga-Gruppe 3 nach 21 Runden auf dem guten achten Rang klassiert. In der nächsten Runde empfängt er am Samstag, 27. April den FC Red Star.

Erstligist wechselt erneut Trainer aus. Das Leiden beim FC Gossau SG geht weiter. Nach einem 1:9-Debakel (!) im Kantonsderby gegen die U-21 des FC St. Gallen kommt es beim Tabellendreizehnten der Erstliga-Gruppe 3 nämlich zu einem neuerlichen Trainerwechsel. Unter dem erst im Januar engagierten Trainerduo Daniel Bamert/Mario Leber setzte es in sieben Partien ebenso viele Niederlagen ab. Für die restlichen Partien übernimmt deshalb ein weiteres Mal Sportchef Thomas Kugler. Besonders grotesk: Trotz der beispiellosen Negativserie haben die Gossauer noch immer intakte Chancen auf den Klassenerhalt in der Erstliga-Gruppe 3. Hinter dem FCG sind nach wie vor United Zürich und Mendrisio auf den Abstiegsrängen klassiert.

SC Schöftland: Birrer ersetzt Salerno. Die 0:3-Niederlage vom Samstag gegen den FC Dietikon war die berühmte Niederlage zu viel. Der SC Schöftland trennte sich deshalb nach der bereits vierten Pleite im fünften Rückrundenspiel von Trainer Vincenzo Salerno. Übernehmen wird nun bis Ende Saison mit Hansruedi Birrer ein Altbekannter. Der 50-Jährige stand bereits zwischen Juli 2009 und Juni 2015 an der Seitenlinie der Aargauer. Der SCS ist in der mit einigen FVRZ-Teams besetzten Gruppe 5 der 2. Liga interregional nach 18 Runden auf Platz 7 klassiert. In der nächsten Runde trifft er am 27. April zu Hause auf den abstiegsgefährdeten FC Einsiedeln.

Vintem beerbt Exouzidis beim FC Frauenfeld. In der mit einigen Zürcher Teams besetzten Interregio-Gruppe 6 plant der FC Frauenfeld ohne Trainer Sawwas Exouzidis. Der Deutsch-Grieche war im Sommer 2017 zum Kantonshauptstädter Klub gewechselt. In einem Interview mit der "Thurgauer Zeitung" äusserte sich der Ex-Profi offen. "Mir ist es nicht gelungen, diesen Drive in die Mannschaft zu bringen. Ich sehe die Probleme schon, aber ich kann sie nicht lösen. Nicht unter den gegebenen Voraussetzungen", antwortete er auf die Frage ob das Vorhaben nach mehr Professionalismus gescheitert ist. Und weiter: "Wenn die Qualität des Kaders nicht stimmt, bist du als Trainer ab einem gewissen Punkt auch machtlos." Wohin es ihn hinziehen wird lässt er offen. "Als Trainer habe ich mich noch nicht ganz gefunden. Aber ich weiss jetzt, dass ich mich auch nicht im Amateurbereich finden werde. Wenn ich auf diesem Niveau wieder einen Trainerjob annehme, dann nur dort, wo man Ambitionen hat und etwas bewegen kann", betonte er. Vorerst will der 37-Jährige mit dem FCF aber noch den Klassenerhalt sicherstellen. In der Region Zürich ist Exouzidis als "Kultspieler" des FC Winterthur bekannt. Von Anfang 2016 betreute er den damaligen Erstligisten United Zürich und führte ihn während seiner Amtszeit in die Promotion League. Nachfolger von Exouzidis wird im Sommer übrigens Marco Vintem, der derzeit noch die zweite Frauenfelder Mannschaft betreut.

Brühwiler will zum Abschied nochmals aufsteigen. Pascal Brühwiler verlässt zum Ende der Saison den FC Fislisbach. Der gebürtige Rümlanger, der sich auf  der Inserateplattform "football-pool.ch" als fussball-verrückter Trainer mit grosser Leidenschaft bezeichnet, "möchte ab dem Sommer eine neue Mannschaft mit seinem Know-How beglücken". Brühwiler erlebte seit seiner Amtsübernahme in der Winterpause der Saison 2015/16 eine emotionale sportliche Berg- und Talfahrt. Er konnte zunächst den Abstieg nicht mehr verhindern, schaffte aber sogleich den Wiederaufstieg. Doch auch der nächste Aufenthalt in der 2. Liga wurde nur zu einem einjährigen Intermezzo. So denn: In der laufenden Meisterschaft ist der "Liftklub" mit dem 47-Jährigen erneut auf klarem Aufstiegskurs. In der Region Zürich wirkte Brühwiler zuletzt als Leiter Aktive und Coach der 2. Mannschaft des FC Glattbrugg. Seine weiteren Stationen als Trainer hiessen Blue Stars II, Wetzikon II, Niederweningen, Opfikon, Wettingen und G.S.I. Rümlang.

Letzte Änderung am Donnerstag, 18 April 2019 10:16

spendenmobile
Kontoangaben 

Zugunsten von: DSC Sportcom GmbH
IBAN: CH61 0483 5118 6856 2100 0
BIC / SWIFT: CRESCHZZ89E
Verwendungszweck: Spende regional-fussball.ch