Sperre bestätigt – keine Strafmilderung für Urdorfs Trainer

Sperre bestätigt – keine Strafmilderung für Urdorfs Trainer


  • 2. Liga
  • 09.05.2019
  • 14:46

Es ist definitiv: Giovanni "Gianni" Musumeci darf den Zweitligisten Urdorf bis zum Ende der Saison nicht mehr betreuen. Dem Team bleibt er aber trotzdem eng verbunden – einfach in einer neuer Funktion.

Es war ein folgenschweres Spiel für Urdorfs Trainer Giovanni "Gianni" Musumeci. Nicht weil sein Team in der Zweitliga-Begegnung der Gruppe 1 gegen Seefeld klar 0:5 unterlag (Video), sondern weil er nachträglich vom Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) wegen verbalen Vergehen gegen den Schiedsrichter für zwei Monate gesperrt wurde.

Der Vergleich mit dem FCZ-Trainer
"Ich habe ihm gesagt, er sei seiner Aufgabe nicht gewachsen, und dazu stehe ich. Aber das, was im Rapport steht, stimmt nicht. Ich fühle mich wie ein Schwerverbrecher", sagte er nach dem Urteil gegenüber der "Limmattaler Zeitung".

Und der Coach holte noch weiter aus. "Man stelle sich vor: Ludovic Magnin, der Trainer des FC Zürich, wird wegen einer Beleidigung für drei Spiele gesperrt. Und ich soll gleich zwei Monate aussetzen und das nicht nur bei den Partien, sondern auch beim Trainingsbetrieb? Da appelliere ich an die Vernunft des Fussballverbandes."

Nur: Seine Hoffnung blieb unerfüllt. Bei der deutlichen 1:5-Heimpleite vom Samstag gegen Wädenswil durfte Musumeci sein Team erstmals nicht mehr coachen. Die Einsprache des Limmattaler Vereins war davor vom FVRZ abgeschmettert worden.

Doch kein Rekurs
Bei einem negativen Entscheid ziehe der Verein ein Rekurs in Betracht, hatte Musumeci damals ebenso angekündigt. Tatsächlich? "Der FVRZ wird keine Fehler der Schiedsrichter eingestehen und ihren Entscheid auch nach dem Rekurs nicht änden. Diese Kosten können wir uns sparen", begründet der Trainer nun das Umdenken bei den Verantwortlichen.

Musumeci darf damit das Zweitliga-Team bis zum Saisonende nicht mehr betreuen. Gemäss dem FVRZ ist er bis am 16. Juni gesperrt.

Spieler statt Trainer
Und doch bleibt Musumeci nahe dran – nun einfach als Spieler. Bereits bei der letzten Partie stand der 38-Jährige nämlich als Ersatzspieler auf dem Matchblatt, ohne aber eingesetzt zu werden.

"Als Spieler wurde ich nicht gesperrt. Das heisst ich kann als Spieler auf die Bank, darf aber keine takischen Anweisungen geben", so Musumeci zum raffinierten Schachzug. In der Verantwortung steht derweil in der Zwischenzeit sein Assistent Davide Pezzuto.

Eine Auszeit nach der Sperre
Und wie gehts hernach weiter? "Ich habe mich vor zwei Monaten entschieden – also bereits vor dem Seefeld-Spiel – als Trainer mal aus privaten und beruflichen Gründen eine Auszeit zu nehmen", sagt Musumeci, der seit 2015 bei den Limmattalern tätig ist und sie in dieser Zeitspanne auch in die 2. Liga führte.

Der FC Urdorf hat deshalb längstens seine Fühler bezüglich der Nachfolgelösung ausgestreckt. Bereits in wenigen Tagen soll der neue Trainer bekannt gegeben werden.

Letzte Änderung am Donnerstag, 09 Mai 2019 14:46

spendenmobile
Kontoangaben 

Zugunsten von: DSC Sportcom GmbH
IBAN: CH61 0483 5118 6856 2100 0
BIC / SWIFT: CRESCHZZ89E
Verwendungszweck: Spende regional-fussball.ch