Grosser Jubel bei Rüti: Im Zürcher Interregio-Duell lassen sie Blue Stars keine Chance.

Rüti lässt Blue Stars keine Chance – Uster rutscht unter den Strich

Grosser Jubel bei Rüti: Im Zürcher Interregio-Duell lassen sie Blue Stars keine Chance.
Fussballclub Rüti/Facebook

  • 2. Liga inter
  • 20.05.2019
  • 20:33

In der Interregio-Gruppe 6 gewinnt Rüti das Zürcher-Duell deutlich gegen Blue Stars. Während Dübendorf die "Rote Laterne" abgibt, verlieren Seuzach und Uster wichtige Partien im Kampf um den Klassenerhalt.

Getroffen: Rastoder schiesst Blue Stars quasi im Alleingang ab
Im Zürcher Interregio-Duell dieser Runde, werden die Blue Stars zuhause überrumpelt und verlieren gleich 0:4 gegen Rüti. Dabei erwischte Rastoder bei den Oberländern einen Sahnetag und war für sämtliche Treffer verantwortlich.

Der FCR war von Anfang an bestimmend und hatte mit dem Abschluss von Taulant Syla schon in der Startphase die Möglichkeit gehabt, in Führung zu gehen. Während das Heimteam Mal für Mal an der Verteidigung hängen blieb, war Rüti in der Offensive gefährlich und nach 20 Minuten auch ein erstes Mal erfolgreich: Rastoder liess einen gegnerischen Abwehrspieler alt aussehen und schob zum lässig zum 1:0 ein. Noch vor der Pause doppelte er nach, indem er nach einem Pfostenschuss von Taulant Syla zur Stelle war und abstaubte. Blue Stars hingehen blieb harmlos und erarbeitete sich kaum Chancen.

Nach der Pause waren die Oberländer einen Moment lang unkonzentriert: Der junge Torhüter Jovanovic konnte sich nach einem groben Fehler in der Defensive nur noch mit einem Foul behelfen. Den Penalty und damit die Gelegenheit den Anschlusstreffer zu erzielen, vermochten die Hausherren nicht zu nützen. Danach schaltete Rüti einige Gänge wieder Hoch und belohnte sich so mit dem dritten Treffer von Rastoder. Doch dieser hatte nach seinem Hattrick noch etwas vor und schoss kurz vor Schluss sein viertes Tor am heutigen Tag und besiegelte den klaren Auswärtssieg.

Mit dem Auswärtssieg über die Blue Stars ist Shaip Krasniqi mit der Darbietung seines Teams hochzufrieden: "Das war eine Klasseleistung. Hinten haben wir kaum etwas zugelassen und vorne waren wir brandgefährlich", sagte der Rüti-Trainer gegenüber "züriost.ch". Trotz des Sieges bleibt der Aufstieg aber nur ein Traum. Rüti hat sechs Runden vor Schluss rund sieben Punkte Rückstand auf das erstplatzierte Kreuzlingen.

Getroffen: Dübendorf kann nach spätem 2:1 jubeln
Nach der Niederlage von letzter Woche hatte man sich in Dübendorf langsam aber sicher mit dem Abstieg abgefunden. Doch mit dem 2:1 über Amriswil bleibt die Chance auf den Klassenerhalt zumindest rechnerisch weiter offen. Und wäre das alles nicht schon spannend genug, fiel der entscheidende Treffer erst in letzter Sekunde.

Die Glattaler zeigten von Anfang an, dass sie gewillt waren, ihre wohl letzte Chance auf den Verbleib in der Liga wahrzunehmen. Der Ball lief gut durch die Reihen der Hausherren und bestimmten die Partie. Die Gäste spielten harmlos und getrauten sich nur wenig. Um so mehr war der Lattenknaller eines Amriswiler überraschend. Dübendorf hatte die Führung auch erzielen können. Nach einer Flanke landete der Ball auf dem Kopf von Adriano Pergolis, der aber auch nur die Torumrandung traf. Kurz vor der Pause passierte noch bemerkenswertes: Der Schiedsrichter zeigte Ursprung für ein Foul ausserhalb des Strafraums zunächst die Rote Karte, korrigierte seinen Entscheid aber umgehend und beliess es bei einer Verwarnung. Kurz darauf gab es dann dennoch einen Penalty für Amriswil, doch diesen konnte Ursprung abwehren. Somit ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel drehte Amriswil auf und erarbeitete sich mehrere Chancen. Und so kam es, wie es kommen musste: Nach einem Corner landete ein Kopfball im Tor der Dübendorfer. Kurz darauf hielt Ursprung sein Team im Spiel: Er wehrte auf ihn zustürmende Gegenspieler gleich mehrfach ab. Dieser Rückhalt gab seinen Vordermännern neuen Schub. Ferati schlenzte nach einer guten Stunde den Ball wunderschön ins Eck und zum derzeitigen Ausgleich. Doch der FCD drückte in der Schlussphase auf die Führung. Und tatsächlich: Dem gerade erste eingewechselten Deuber gelingt – in der Nachspielzeit – dank beharrlichem Nachsetzen den entscheidende 2:1-Siegestreffer.

Entsprechend zufrieden war hernach FCD-Trainer Luigi de Donno: "Indem wir bis zuletzt an den Sieg geglaubt haben, haben wir diesen förmlich erzwungen." Dank dem fünften Saison-Erfolg haben die Glattaler nach etlichen Monaten am Tabellenende zumindest die "Rote Laterne" abgeben können. Der Rückstand auf einen Platz über dem Strich beträgt vier Runden vor Schluss allerdings nach wie vor sieben Punkte.

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Enttäuschung: Seuzach kassiert eine 2:5-Klatsche
Die Abstiegsgefahr für den Seuzach bleibt weiterhin bestehen. Im Spiel gegen Bazenheid sehen die Winterthurer kaum einen Ball und kassieren obendrein innert acht Minuten drei Treffer.

Nach einer kurzen Abtastphase gingen die Hausherren in Führung. Doch gleich im Gegenzug konnte Widmer den Ausgleichstreffer für den FCS schiessen – es soll eine der wenigen guten Aktionen der Seuzacher am heutigen Tag bleiben. Danach kontrollierte Bazenheid das Geschehen von A bis Z und erzielte nach einer knappen halben Stunde die erneute Führung. Bei diesem Ergebnis blieb es jedoch bis zur Pause und somit war alles offen für die zweite Hälfte. Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste aber kalt erwischt: Innerhalb von nur acht Minuten erhöhten die Toggenburger auf 5:1, womit die Entscheidung eigentlich gefallen war. Zwar konnte Auer noch den zweiten Treffer für Seuzach erzielen, aber das Heimteam liess mit aller Gelassenheit nichts nichts anbrennen.

Trainer Stéphane Lüthi ärgert sich hinterher über die fatalen Minuten mit drei Gegentreffern: "Liegt man gegen diese Mannschaft einmal in Rückstand, muss man sehr viel investieren", sagt er gegenüber dem "Landbote". Die Situation ist für Seuzach brenzliger den je: Der Erstliga-Absteger befindet sich im breiten hinteren Mittelfeld der Tabelle, hat aber nur drei Punkte Vorsprung auf einen Relegationsplatz.

Gesagt: "Eine unserer schlechtesten Halbzeiten überhaupt"
Der FC Uster vermochte bei der 0:3-Pleite gegen Widnau nur eine Hälfte lang zu genügen. Anstatt den ebenfalls noch in Abstiegskampfverwickelten Gegner mit einem Erfolg zu überholen, sind die Ustermer damit vier Runden vor Schluss wieder unter den Strich gerutscht.

Die Partie hatte für den Interregio-Rückkehrer gut begonnen. Man dominierte das Geschehen und erarbeite sich eine Fülle von Chancen, aber letztlich fehlte es an Entschlossenheit. Steinmetz, Bozkir und auch Dzepo scheiterten jedenfalls allesamt am stark parierenden Heimtorhüter. Effizienter war Widnau. Mit der allerersten Aktion ihrerseits erzielten die Hausherren die Führung. 

Ganz anders präsentierte sich die zweite Hälfte. Die Ustermer weilten in Gedanken wohl noch in der Kabine und gerieten sogleich in Nöte. Innerhalb von zwei Minuten erhöhte Widnau auf 3:0. Der FCU war von dem schnellen Doppelschlag so überrascht, dass sie lediglich noch zu einer Aktion in der ganzen zweiten Hälfte kamen. Diese vergab Suarez kläglich.

Fabio Digenti versucht die Partie nicht schönzureden und meinte deutlich: "Das war eine unserer schlechtesten Halbzeiten überhaupt; entsprechend verdient ist unsere Niederlage." (ste.)

Blue Stars - Rüti 0:4 (0:2)
Hardhof. – SR: Ferri.
Tore: 20. Rastoder 0:2. 40. Rastoder 0:2. 67. Rastoder 0:3. 81. Rastoder 0:4.
Blue Stars: Abubakar; Clarke, Pablos, Valeri, Zorzetto (74. Erdogan), Al Obadi, Miolo, Itoko, Tomas, Okouagbe (58. Castro), Denis.
Rüti: Jovanovic; Belotti (69. Maloku), Delli, Compagni, Küng, Sejdiu, Osmani (79. Fischer), Milano (46. Sylemani), Smajovic (69. E. Syla), Grimm, Rastoder, T. Syla.

Widnau - Uster 3:0 (1:0)
Aegeten. – SR: Özkanli.
Tore: 20. Lüchinger 1:0. 49. Lässer 2:0. 51. Thönig 3:0.
Widnau: Schatzmann; Massari, Aggeler (84. Varano), Lukic, Giovetti, Liechti, Lamorte, N. Thönig (74. S.Thönig), Lässer, Lüchinger (88. Abdoski), Nüesch (79. Hutter). 
Uster: Schmid; Schlatter (62. Schläpfer), Steinmetz, Jakovljev, Salkic, Dedic (55. Moreno/75. Demasi), Schiendorfer, Bozkir, Cennerazzo (62. Kluser), Dzepo, Kuelo.

Bazenheid - Seuzach 5:2 (2:1)
Ifang. – SR: Jevromic.
Tore: 10. Musaj 1:0. 12. Widmer 1:1, 28. Düring 2:1. 49. Düring 3:1. 51. Luis (Foulpenalty) 4:1. 57. Düring 5:1. 65. Auer 5:2. 
Bazenheid:Gähwiler; Lopes, Früh, Baumann (82. Scherrer), Sekkour, Ramada, Gebert, Kuhn (90. Brägger), Musaj, Kessler (78. Lionetto), Düring (64. Beluli).
Seuzach: Migliaccio; Tavares, Ullmann, Süsstrunk, Schalcher; Kradolfer, Auer, Dietz (83. Müller); Widmer, Honegger (52. Gröbli/75. Di Nucci); Türkmen (63. Müller).

Dübendorf - Amriswil 2:1 (0:0)
Zelgli. – RS: Nevistic.
Tore: 50. Perez 0:1. 65. Ferati 1:1. 91. Deuber 2:1.
Dübendorf: Ursprung, Blantas (62. Georgalis), Bissegger (86. Schuler), Kqira, L. Pergolis, A. Pergolis, Nef, Hoti (88. Deuber), Teixeira (75. Bundi), Angliker, Ferati.
Amriswil: Germann; Bärlocher (70. Züllig), Moser, Arganese, Eggmann, Krasniqi (83. Stern), Niklaus, Mirseloski, Perez, Kreis, Mandelli (91. Hasani). 

Letzte Änderung am Montag, 20 Mai 2019 20:33

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