Erfolgreich für Fortgeschrittene




  • Untere Ligen
  • 16.09.2014
  • 07:29

fc meilenMit einem verdienten 2:0 des Ballzauber-Ensemble Meilen gegen die bunten Wunderkerzen aus Uster lebt die Statistik weiter: Vierter Sieg en Suite, zum vierten Mal ohne Gegentor. Bei nur vier Spielen ziemlich die bestmögliche Bilanz. Kranzschwingen auf höchstem Kunstrasen-Niveau.



Die Seriensieger aus der Serie Fussball-Ästeten-Frauentausch berauschen zurzeit die hiesige Fachwelt für Ballgeschiebe & trendige Frisuren. Die Goldküstenmaradonas haben sich dem Erfolg unterworfen. Eine eingeschworene Einheit wie damals bei Stalin.

Klar, mit längeren Ausgangszeiten. Aber ebenso fokussiert. Mit viel Liebe geführt. Und von der Peitsche erzogen. Es scheint es passt im Moment ganz gut.

Bei Fränzi im Ocean Drive
Vor dem Heimspiel gegen Uster zeigte das Selbstvertrauen-Barometer die höchste Stufe. Bald muss das Barometer ausgebaut werden. Das wiederspiegelt sich auch im Ausgehverhalten. So berichtete der Boulevard am Samstag von einer ausgiebigen Party-Orgie in Herrliberg. Die RULATOR-Party treibt wieder ihr Unwesen. Bis auf wenige Ausnahmen war die gesamte Mannschaft im Ocean Drive bei Fränzi gesehen worden.

Zufälligerweise hatte meine Wenigkeit an diesem Anlass sein Stell-dich-ein als Star-DJ. Wenn das eine Flachzange wie Pocher auf die Reihe bringt, dann ich auch schlafwandelnd. Von der One-Night-in-Paris Hauptdarstellerin mal ganz abgesehen. So war ich live dabei. Da gibt es einige Hüftsteife bei den Goldküstenmaradonas.

Der Wodka-Shuffle
Auf die Nerven ging mir Mattieu, der wollte die ganze Zeit Schnulzen von Enrique Leberfleck hören. Meine Reaktion war ein fetziges Stück von Francine Jordi. Aber auch ganz talentierte Tänzer gibt's in den Reihen. Votta in seiner freien Interpretation des Wodka-Shuffle war ganz klar der Party-Kracher.

Nach diesem Einsatz kochte die Partymeute und meine Schlagerhits aus den Siebzigern sorgten für Glücksgefühle. So Udo Jürgens, aber im trendigen Bereich. Da können die Ballzauberer steuerfrei von Glück reden, kann man bei den beiden Krippenleitern Mattieu & Lucien durchaus von liberalen Zeitgenossen in Sachen Ausgangszeiten sprechen.

Früher bei Bless Werni wäre freitags um 21:45 Nachtschoppen-Verteilung gewesen. Und Theo Wunderli hätte es garantiert kontrolliert. Wenn wir uns gerade im historischen Bereich bewegen, möchte in an dieser Stelle auch noch einen kameradschaftlichen Gruss an unsere Präsidenten-Legende Alex Conderau richten.

Als der FCM noch Stammgast in der 2. Liga war
Ich hatte an der diesjährigen Chilbi die Gelegenheit die hohe Eminenz kennen zu lernen. Er schreibt gerade an einem erotischen Roman, berichtete er. Ich darf das Ding vorab lesen. Geschrieben vom Mann, der die Geschicke vom FCM noch leitete, als man Stammgast in der 2. Liga war. Da hatte Brändli Sepp noch Haare.

Aber zurück in die Zukunft. Zurück an den Reck-Barren. Im taktischen Setup gab es kleine Änderungen. Hinten links bekam Jungspund Zanghellini das Vertrauen. Sonst nicht viel Neues. Dieser momentan homogene Auftritt und die sich daraus resultierende Eingespieltheit, reflektierte auch die Anfangsphase. Ball und Gegner wurden laufen gelassen.

Hinten liess man gar nichts zu. Ab der ersten Minute. Zum Glück wurde Abwehrchef Alge Hedzic nach seiner Knoblauch-Vergiftung unter der Woche noch rechtzeitig fit für die Partie. Einer der ganz wichtigen Bausteine im Konstrukt Goldküstenmaradonas Saison 2014/2015. Auch mit gewissen Blähungen organisierte er seine Hintermannschaft während 90 Minuten im Stile eines ganz grossen Nagellackentferners.

Seitenfallzieher ohne Aufprallschutz
Vorne richtete es ein Standard. Sieben Minuten waren gespielt als Serna die Ecke butterweich in die Gefahrenzone spedierte und nach einem Abpraller Beglinger goldrichtig stand und mit einem herrlichen Seitenfallzieher ohne Aufprallschutz einschieben konnte. Meilen führte und agierte mit einer beeindruckenden Wucht.

Die Wucht wurde aber irgendwann zu gross und die Abrissbirne entpuppte sich als Töter der Kreativität. Das Spiel wurde träge. Doch jederzeit im völligen Griff der Heimmannschaft. Die Gäste fanden zu keiner Zeit ein Mittel und wenn Mal war es eine Standartsituation. Aus dem Spiel ging gar nichts. Zu stark die Defensive Abteilung.

Kurz vor der Pause war es Zirkusdirektor Alimi, der bis dahin nur mit einem Grundkurs für Absatz-Trickli aufgefallen war, den Ball für einmal wie ein Mann schoss und sofort für Gefahr sorgte. Hauchdünn vorbei.

Vier Schoggi-Gipfel für Alimi
Danach war 15 Minuten Nichtangriffspakt angesagt. Es war Pause. Statt Zuckerbrot und Peitsche gab es Fondue-Chinoise à discretion. Nur Alimi musste im Zuge seiner begonnenen 7-Kilo-Diät verzichten. Er gab sich unkompliziert mit vier Schoggi-Gipfel ab. Schliesslich sind die Ansprüche gestiegen.

Nach dem Seitenwechsel waren keine drei Minuten gespielt, als Aussenback Bucher kurzzeitig ins Stürmer-Metier wechselte und seitlich zum Abschluss kam. Dieser war aber eher aus dem Chambre Schnupperstift am ersten Tag.

Was blieb die gnadenlose Dominanz der Einheimischen. Das zweite Tor schien nur eine Frage der Zeit. Nach einer Stunde dann folgte der Auftritt des spanischen Imperators. Marc Serna, der Fussball spielt wie Playboy-Models aussehen, war der Schlusserzeuger des fussballerisch gesehen ausgiebigsten Orgasmus an diesem Nachmittag.

Innenverteidiger Bonadei lanciert mit einem weiten Traumball Bucher auf der rechten Seite, dessen Flanke bei Serna landete und dieser nach einem Tänzchen überlegt in die linke, flache Ecke einschob. Grosser Sport. Das wichtige 2:0 war Tatsache und keiner der Zaungäste zweifelte jetzt noch am Vollerfolg der Meilener-Fussballgötter.

Die Kuh locker vom Eis gespielt
Der Zirkusdirektor hatte im Anschluss das 3:0 auf dem Fuss. Sein Schuss entschied sich aber neben das Tor zu fliegen. Danach spielte man die Kuh locker vom Eis. Die Gäste blieben handzahm. Das Spotlight gehörte zum vierten Mal vollumfänglich den Goldküstenmaradonas. Da gibt's nichts zu meckern. Ausser vielleicht das Serna Marc seit zwei Wochen die gleiche Frisur hat. Ich bin mir aber sicher, daran wird gearbeitet.

Nach dem Sieg und dem obligaten Sieger-Selfie (diese Hipster!) besuchte noch ein ganz grosser aus der FC Meilen Vergangenheit die Spieler. Boris "der Cevapcici-Turm" Levacic beehrte die Mannschaft mit seiner Anwesenheit. "Keine striiiche so schnell wie ich!" so sein Statement.

Die Worte der Irina Beller
So darf es gerne weitergehen. Das ist wie Samstigs-Jass im Puff. Nur ohne Schweizer Fernsehen. Vier Siege zum Start, alle ohne Gegentor. Das kann ja heiter werden diese Saison. Nun auf keinen Fall abheben. Glanz und Gloria könnt ihr auch noch später besuchen. Die wahren Promis zeigen ihre Hackfresse nicht bei jeder Gelegenheit. Sagte schon Irina Beller. Der Star bleibt das Team. Die ehrliche und harte Arbeit weiterführen und immer schön die Billag-Gebühren bezahlen. Dann kann das nur gut kommen.

Während im Fansektor bereits das Wort Aufstieg in den Mund genommen wird, bleiben die Verantwortlichen ruhig. "Wir spielen gerade wie kleine Weltmeister, aus Erfahrung wissen wir aber, dass wir mit drei Siegen nicht mal drei leere Cola-Dosen bekommen. Wir müssen weiterhin Spiel für Spiel nehmen und den Fokus weiter auf die Teamstärke legen.

Nach zehn Siegen in Folge hören sie dann auch von mir vorlaute Töne, bis dahin bleiben wir aber seriös wie Maradona in seiner Zeit bei Napoli" so Coach Lucien an der offiziellen Pressekonferenz. Zu diesem Zeitpunkt wurden in der Kabine der Einheimischen bereits Champagner & Kaviar serviert. Nur für Alimi gab es Austern, sie wissen, die 7-Kilo Diät. 
Hans Nötig



Meilen II - Uster III 2:0 (1:0)
Allmend Meilen. - 32'467 Kunstrasenfasern (ausverkauft)
. - SR: Peter Lustig

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Tore: 7. Beglinger 1:0. 59. M. Serna 2:0.


Meilen II: Weber, Zanghellini (84. Komatzki), Bonadei, Hedzic, Bucher, It (63. Azzato), Saxer (65. Votta), Dändliker (74. Ch. Messerli), Beglinger, M. Serna, Alimi (87. It)

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Bemerkungen: Meilen ohne M. Messerli (Bankangestellter), Fornara (Liebesurlaub mit Vero Salatic auf Ibiza), Greiner (Wiederwahl zum Haus-Gittarist der SVP, herzlichi Gratulation Greini!), P. Serna (Lost in Herna-Wonderland), Langar (Wichtige Termine), Schneider (Repräsentative Verpflichtungen bei der Gassenküche Schlupfloch), Reho (Einladung ans Pony-Lesertreffen in Magdeburg), Kohler (Ein flotter Vierer in Miami), Sudakow (Mit Bob Marley auf Welt-Tournee), Brennwald (Manuelle Kühlung der völlig überhitzten PlayStation) und natürlich Ritz (Ehemaligen-Treffen der Igel-Freunde Obermeilen Nord).
Letzte Änderung am Dienstag, 16 September 2014 07:53

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