Gummi geplatzt zur Premiere

Gummi geplatzt zur Premiere


  • Untere Ligen
  • 30.03.2015
  • 11:03

So findet auch der Blinde mal ein Korn. Nach 28 Jahren ohne Sieg gelingt es den Holzwürmer-Reserven aus Männedorf, die Goldküstenmaradonas zu bezwingen. Den Wind optimal genutzt. 2:1 nach 90 Minuten. Eine Schande, was Meilen seinem zahlenden Klientel anbot. Die Luft nach oben reicht bis zum Mond. Labiler Hundekot im Breitformat.

Hi Fans. Nach einer langen Winterpause endlich wieder Fussball. Nach dem Weihnachtspflichtprogramm bei meinen debilen Schwiegereltern, nutzte ich das Januar-Loch und besuchte einen Internet-Crash Kurs für fit gebliebene Frührentner.

Nun bin ich fit in sozialen Medien. So können Sie mir per sofort auch einen Fax auf Twitter schicken. Niente Problema Baby. Daneben habe ich nun mein eigenes Facebook-Profil. Mit 286 Gefällt-Mir Angaben bin ich Ueli Maurer dicht auf den Fersen. Dem alten Gras-Experten. Also liken Sie mich wie das neusprachlich heisst. Alle die nicht "liken" stehen im Verdacht auf Ueli Maurer zu stehen.

Wichtig: Ich bin neu auf der Datenautobahn. Aber dieses Internet ist wirklich "cheibenglatt". Gestern habe ich mit einem besoffenen Chinesen Ciao Sepp gespielt. Online. Über Skype. Hammer! Nun gut. Liken Sie.

Währenddessen ich mich wieder daran erinnere, eigentlich Chef-Reporter der wohl besten Mannschaft, die jemals unbezahlt Fussball gespielt hat, zu sein. Geiler Satzbau. Ich Held. Die Goldküstenmaradonas. Nach einer fuckin ansprechenden Vorrunde war es ziemlich ruhig in der Winterpause.

Der Aufstand des Spielmachers
Einzig Spielmacher Marc Serna probte den Aufstand. Nach einem finanziellen und sexuell lukrativen Angebot aus der rumänischen 4. Liga verlangte der Frisurenkönig seine sofortige Freigabe. Team-Manager Lucien brach nach Bekanntwerden dieser Skandal-News seine esoterischen Ferien am Wörthersee sofort ab und reiste direkt nach Barcelona. Dort verhandelte er mit den Serna-Eltern Elena & Angel, gleichzeitig Berater-Team des hoch begabten Panini-Bilder Sammlers, um eine Vertragsverlängerung.

Am Neujahrs-Tag dann der Durchbruch. Marc Serna, Zukunft einer ganzen leicht verhinderten Generation, verlängert sein Arbeitspapier bei den gelbschwarzen Fussballgöttern um satte drei Jahre mit Option auf weitere 38 Jahre (Vertrag Marke Salatic). Bei der Vertragsunterzeichnung sass er am Pool, nur mit einem Borat-Tanga bekleidet. Familiär wie gar nichts.

Später kam raus, dass das einzige Eingeständnis der Vereinsseite war, den Vertrag mit Marc Sernas Bruder Patric ebenfalls zu verlängern. Dieser selber hoch veranlagt, vor allem was Verletzungen betrifft, ging schlussendlich als Sieger aus den Verhandlungen. Siegesprämie: Neuer 3-Jahres Kontrakt.

Testspiele unter jeder Sau
In der Folge lief eigentlich alles nach Plan. Ausser Greiner. Greiner buchte seine Wanderferien im Tirol genau passend zum Saisonstart. Danach kamen die Testspiele. Diese waren eigentlich pauschal unter aller Sau. Fairerweise muss man den beiden Pausen-Clowns an der Seitenlinie vielleicht auch den Vorwurf machen, mit Spielen gegen mehr oder weniger ambitionierte 3.Liga-Mannschaften übers Ziel hinausgeschossen zu haben.

Wie die alte Fasnacht hinterher folgte auch Kollegin Verletzungshexe. Die Alte mit dem Wort beginnend mit S-C-H. So erwischte es Zirkus-Direktor Alimi übel. Ausgerechnet beim Testspiel auf einem Billig-Kunstrasen auf dem GC-Campus. Statt der angekündigten Saftkur gab es für den Starstürmer Training an der Krücke.

IMG 5762Und irgendwann. Ja irgendwann war Sonntag, 29. März 2015. Start zur Rückrunde. Gegner: Männedorf. Das Adrenalin hatte Freigang. Aus Meilener-Sicht war es wichtig, gleich gegen einen Punkte-Lieferanten zu starten. Seit ich meine von Bescheidenheit tropfende, meine absolut fairen, Einschätzungen auf Papier bringe, konnte Männedorf im Derby noch nie gewinnen.

Also gutes Los zum Start für eine Selbstvertrauen-Transformation Marke Farid Bang. Alles war angerichtet. Bereit für eine blutfreie Abschlachtung. Fixfertig abgepackt im praktischen Gefrierbeutel. Das Volk brauchte Opium. Meilen wollte es liefern.

Holzwürmer mit fünf "Eins"-Spielern
Als dann auf der Medientribüne das Matchblatt mit den Aufstellungen gereicht wurde, staunte ich nicht schlecht. Bei den Holzwürmern standen 5 (!!) Akteure der ersten Mannschaft (aktuell auf Aufstiegskurs in der 3. Liga) in der Startformation. Darunter Legenden wie Päde Noetzli oder Soul-Side-Huber. Das hatte nicht viel zu tun mit den Holzwürmern aus der Vorrunde.

Also nochmals für alle Schnelldenker zusammengefasst: 5x 1. Mannschaft, 5x 2. Mannschaft + der Statist mit der Nummer Dreifach 7 + 1. Ein Männedorf, das sich gewaschen hat. Startrainer Ziu Ntone Da Svizzera hatte seine Hausaufgaben gemacht. Der alte Streber.

Aber am Ende liegt die Wahrheit auf dem Platz und nach gespielten vier Minuten waren alle Zweifel aus Sicht der wahren Gelbschwarzen weggewischt. Mit dem ersten Angriff gleich den Penalty garniert. Nach einer eindrücklichen Handball-Einlage in Männedorfs Hintermannschaft entschied der Unparteiische Pax Xhuxh auf Elfmeter. Teamleiter Hedzic nahm die Kugel und versenkte sie in gewohnter Manier im linken Lattenkreuz.

IMG 5782Die Führung war da und das war auch gut so. In der Folge entwickelte sich eine muntere Partie ohne Torraumszenen. Meilen regulierte das Spielgeschehen, ohne dabei aber die grossen Torraumszenen zu generieren.

Einzig Serna, Sieger der Herzen, hatte nach einem missratenen Beglinger-Schuss die Chance rutschend auf 2:0 zu erhöhen. Knapp verpasst. Männedorfs Offensiv-Avancen waren zu dieser Zeit komplett in den Ferien. Kein Wunder verlange Meilen-Schlussmann Weber nach nicht einmal gespielten 25 Minuten sein Smartphone. Dieser Candy-Crush-Irgendwas Nachfolgespiel-Junkie.

Teamsenior spürt die Lunge
Bald einmal war Pause. Alles im Butter. So schien es. Nach 55 Minuten spürte Meilens Teamsenior Saxer die Lunge. Zuvor glänzte er mit einer sackstarken Leistung. Vor allem läuferisch, da hätte er an diesem Nachmittag auch locker Jogging-Fredy in den Schatten gestellt.

Nach diesem nicht gewollten Wechsel ging ein Stück Meilener-Spiel Harmonie verloren. Meilens Türsteher und Fussballgott Bucher und seine Mannen waren plötzlich arg in die Bredouille geraten.

Der Höhepunkt aus dieser Schwächephase war der Ausgleich. Nachdem Testspieler Zürcher den Ball vertändelte ging es schnell. Konter Männedorf. Meilens sonst zuverlässige Innenverteidigung pflückte gerade Blumen in Vrenis-Garten, als der Spieler mit der Nummer 11, ein Holzwurm durch und durch, alleine auf Weber ziehen konnte. Dieser führte arschcool seine Yoga-Übungen auf, hüpfte wie ein junges Reh und wurde umspielt. 1:1 das Resultat nach einer knappen oder guten halben Stunde. (Hab meine Uhr zu Hause vergessen). Mit der ersten Torannäherung.

Wobei man hier auch fairerweise erwähnen muss, dass der Spieler mit der Nummer 3x7+1 von Männedorf mit seinen Freistossversuchen vier Field-Goals geschossen hatte. Fix vier. Fix wie Meilens Trainer Legende Mattieu sagen würde.

Männedorfs beste Phase seit dn späten 50-ern
In der Folge ist es meine beschissene Pflicht zu erwähnen, dass Meilen das Spiel nun komplett aus der Hand gab und Männedorf die beste Phase seit den späten 50er Jahren hatte.

Das war tatsächlich wie Fussball was diese fast-St.Galler anboten. Bei Meilen war das Motto nun volles Risiko. Mit Alimi, It und Azzato brachte man FIX drei neue Stürmer für die Schlussphase. Nun stürmte man mit sechs Stürmern. Bei Spielstand 1:1. Diese Dauer-Optimisten.

IMG 5693Und nun. Liebe Leser. Wird es schmutzig. Nach einer Bogenlampe aus dem Nichts, und einer kurzfristigen Abwesenheit von Meilens Hüter Weber zappelte der Ball urplötzlich im Netz. Männedorf führte 2:1 eine Viertelstunde vor Schluss. Es war gleichzeitig ein neuer Weltrekord: In einem Spiel ohne einen Torschuss in der Statistik, fielen trotzdem drei Tore. Das riecht nach Grammy. Trotz den offensiven Einwechslungen und dem 6-Mann Sturm war für Meilen kein durchkommen mehr.

Neben einer geschwächten 1. Mannschaft von Männedorf war auch der Wind in Halbzeit zwei nicht gerade der gute Freund Meilens. So kam es wie es kommen musste. Männedorf gewinnt gegen Meilen.

Wie Äthiopien schlägt Deutschland
Das ist wie Äthiopien schlägt Deutschland. Oder Jamaika wird Hockeyweltmeister. Oder Simon Ammann rennt in eine Kamera. Darum ist es für mich hier und jetzt auch meine gott-verdammte journalistische Pflicht den Holzwürmern herzlich zu diesem Erfolg zu gratulieren.

Für manche von Ihnen wohl der fussballerische grösste Erfolg in der gesamten Karriere. Das bestätigte auch die Tatsache, dass die Vormundschafts-Behörde Männedorf nach diesem historischen Sieg eine offizielle Freinacht bewilligte. Feste feiern wie sie fallen, das Motto. Nach einem ausgiebigen Veganer-Schmaus in der Villa-Noetzli ging es weiter ins Soul-Side. Freinacht bei Felix.

Dazu soll es bald die Ehrung mit der höchstmöglichen Auszeichnung Männedorfs geben. Der goldene Holzwurm für aussergewöhnliche Dienste für die Provinz Männedorf.

Diese Freude und Ausgelassenheit hilft den Goldküstenmaradonas in diesem Moment wenig. Ein paar Jahre später, da bin ich mir ganz sicher, werden sie sich aber mit Wohlwollen an diese edle Tat erinnern. Das Korn gereicht für die. Sie wissen schon. Trotzdem und vor allem müssen die goldenen Maradonas fix und sofort über die Bücher.

Mit einem normalen Auftritt wäre auch dieses Männedorf 1 light zu packen gewesen. Es war zu viel Je suis Charlie und zu wenig Keep It Gangsta. Es war aber definitiv kein optimaler Auftritt.

Zur Strafe Schweiz gegen USA
Als Strafe wurde nach dem Spiel das Training für die ganze kommende Woche abgesagt. Als Strafe weilen die Spieler am Dienstag am Länderspiel Schweiz - USA. Eine schöne Geste des schweizerischen Verbandes, extra für Goldküstenmaradonas-Startrainer Heussers Geburtstag ein Spiel in Zürich zu veranstalten.

Am Freitag trifft man sich dann traditionell zum Mc-Fish-Essen. Religion ist alles. Und irgendwann geht auch die Meisterschaft weiter.

Rache ist süss wie der deutsche Historiker Bushido sagen würde. Kann nur besser werden. Wie Semesterferien mit Lolita. Auf der ganzen Linie. Direkt oder indirekt.

Am Schluss bleibt nur noch der Hinweis mich endlich im Facebook zu liken. Meine ungeheure Selbstsucht treibt mich eines Tages noch in den Wahnsinn. Tuns sie dann bitteschön einfach nicht so, ich hätte nie was gesagt. Aber klar, ich war schon immer ein grandioser Teamplayer. So das wars von Tricks und Gags für dieses Mal. Ich widme mich nun wieder wichtigeren Themen, so zum Beispiel der Diffamierung von "Nathalie Ricklin". Diese Facility-Management Expertin. Ok. Nun fertig. Habe bis auf weiteres geschlossen. Wie die AC Milan. Euer Grande Hans Nötig

Meilen II - Männedorf II 1:2 (1:0)
Allmend Meilen. - SR: Par Xhuxh.
Tore: 4. Hedzic 1:0. 60. Widmer 1:1. 75. Widmer 1:2
Meilen II: Weber, Pfister, Bonadei (84. P. Serna), Hedzic, Senn (59. D. Sudakow), Beglinger (75. Zanghellini), Saxer (55. Azzato), Bucher, Dändliker, M. Serna (75. Alimi), Zürcher (75. It)
Bemerkungen: Meilen ohne Komatzki (Stoffwechsel Problem nach Zigarettenmarken-Wechsel), Greiner (Hobby-Ferienplaner), Reho (Sonntagsdienst im Aladin Oetwil am See), Brennwald (Verstörte Diskurhernie im Lendenbereich), Fornara (Volontariat bei der GC-Family), Kohler (Baby-Party mit ghanaischen Freunden), Ch. Messerli (Zugehörigkeitskonflikt), V. Sudakow (Mit Bob Marley und Wiz Khalifa auf Tour), Langar (Nachholtermin Veloprüfung), Kobel (Konflikttermin: Kirche am Sonntag), Thuran (Frosch verschluckt), Votta (Sportverzicht aufgrund Sozialhilfe-Betrug) und natürlich Ritz (Berufliche Neuorientierung zum Poker-Profi), In der Ehrenbox: Lady Diana auferstanden und Spielervermittler Conrado N. 
Letzte Änderung am Montag, 30 März 2015 15:39

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