Die Zahnfleisch-Saga

Die Zahnfleisch-Saga


  • Untere Ligen
  • 18.05.2015
  • 08:13

Mit einer bitteren 1:2-Heimpleite gegen die Hamsterzüchter aus Stäfa setzen die Goldküstenmaradonas ihren Negativtrend fort. Knapp sechs Woche vor Saisonende wird der Kader endgültig knapp wie Schweizer Punkte an der alljährlichen Bananen-Pflück-WM der Schiffschaukelbremser.

In der Rückblende zur letzten Auswärtsfahrt könnten sich die Goldküstenmaradonas immer noch feste selbst in den Hals beissen. Dort in Uster wurde man Opfer eines wahnwitzigen Schiedsrichterauftritts. Sogar die UNO-Menschenrechtskommission schickte ein paar Blauhelme unmittelbar nach dem Spiel.

Stürmerstar Alimi wurde gar von diesen nach dem Spiel zum McDonalds Uster begleitet. Nicht etwa um den Bullen von der General-Wille-Strasse zu beschützen sondern um die 42 bestellten Happy-Meals zu tragen. Der ebenfalls anwesende Bonadei hielt sich aber wacker an Fast-Food Verbot und drehte in seiner Sporttasche friedlich ein Spanferkel Miniatur.

Auf was will ich hinaus? Ich will Ihnen verehrte Damen und Herren Sportmuffel wieder einmal die menschliche Seite der Fussballindustrie zeigen. Für uns sind es Götter auf grünem Plastik. Woche für Woche müssen sie Helden sein. Gewinnen. Nur der Sieg zählt.

IMG 5929Dabei geht oft vergessen, dass diese hochbezahlten Hochbegabten in der gelbschwarzen Sportkleidung auch nur Menschen sind. Menschen mit Problemen, die beginnen schon am Morgen in der Garage. Ferrari oder Bugatti? Solche kleinen Fragen können diese Maschinen zu Menschen machen. Menschen mit Fehlern. Menschen mit abgelaufenem Profil an den Turnschuhen oder Menschen mit schlechtem Atem in der Morgensonne.

Mit Samt-Handschuhen
Als Zeichen der Wertschätzung und meiner heute journalistischen Pflicht gegenüber der Lügenpresse, werde ich sie heute mit Samt-Handschuhen in die Pfanne hauen. Ich sehe das als meine gottverdammte Pflicht. Ebenso das Anbringen eines neuen Klebers an den Heckspoiler meines Opel Ascona GTI, gleich neben dem "ich bremse extra nicht für Veganer"-Kleber, prangt nun frisch ab Druck ein "ich bremse für Fussball-Millionäre"-Kleber.

Auf der Welt gibt es schon genug Leid. Schliessen wir wenigstens die Goldküstenmaradonas davon aus. Trotzdem müssen wir das Geschehene in der Nachbearbeitung betrachten. Schliesslich verdiene ich damit mein Zaster.

Die Kaderzusammenstellung für das Stäfa-Spiel entpuppte sich wieder als wer findet Walter Level Final. Neben den anderen Ameisenzüchtern die alle wieder fehlten (siehe Matchtelegramm) kamen mit Dändliker und Teamleiter Hedzic zwei gewichtige Abwesenheiten dazu. Nach einem gemeinsamen Hafenbesuch in Hanoi leiden beide unter Gelbsucht.

IMG 5930Ich habe es den Spielern (Motto: Fussballmillionäre haben auch Gefühle) aber beiden im persönlichen Gespräch versprochen, dass ich es nicht wie ein Outing aussehen lassen werde, sondern ihnen frei lasse, wenn sie die ganze Wahrheit und auch die damit verbundene Neuorientierung zu neuen Ufern kommunizieren wollen. Fairplay bei Hans. Neben den vielen Absenzen gab es aber auch noch ein Lichtblick.

Der zurzeit vertragslose Zulbeari konnte für eine weitere Partie unter Vertrag genommen werden. Insider munkeln über eine Antrittsgage im sechsstelligen Bereich. Diesen Batzen soll übrigens Meilen-Finanz-Guru Kreuter aus dem eigenen Sack bezahlt haben. Seit dieser mit Irina Beller um die Häuser zieht sitzen die Alberto Giacomettis locker in der Gesässtasche.

El Koteletten jetzt sogar Teamchef
Bei den Gästen gab es die erste Überraschung vor dem Spiel. Der Ex-Meilener El Koteletten ist dort vom ersten Tischabräumer zum Teamchef aufgestiegen. Keine Überraschung war es, dass Stäfa mit der halben ersten Mannschaft antrat. Doch das sind ja grundsätzlich auch nur Hölzer auf ihrem Pilgerweg direkt in Liga 3.

Selten tritt ein Ligakonkurrent gegen die Goldküstenmaradonas mit dem offiziellen Kader an. Nichts Neues. Da wird frisiert und aufgeboten was geht. Die Angst wäre zu gross bei den ehrenwerten Besseren der Besten am Lederball unterzugehen.

IMG 5931Das Spiel hatte eigentlich noch gar nicht begonnen und schon lagen die Gastgeber 0:1 hinten. Bonadei gab mit perfekten Stilnoten den Kondukteur im Schlafwagen und vertändelte auf abenteuerliche Weise den Ball als letzter Mann. Stäfa nahm die Einladung dankend an und schob zur Führung ein. Der Schock war gross.

Noch grösser wurde er als Meilens Modelathlet Bucher zum ersten Mal in seinem Leben die Bekanntschaft mit einer Zerrung machte. Vermutlich verunreinigtes Anabolika im Vorgang. Die medizinischen Untersuchungen laufen. Die Organisation zu diesem Zeitpunkt war zum Heulen bei Meilen.

Weber und die Pillen
Zum Glück hatte Hüter Weber am Morgen die richtigen Pillen erwischt. Schon in der Anfangsphase hexte er dreimal wie ein grosser Könner seiner Szene. Einmal todesmutig mit dem Kopf. Wahrscheinlich war er einfach zu faul die Arme zu lupfen. Die MILF-Connection auf der Tribüne tobte.

Nach einer grotesk schlechten Startviertelstunde nahm man auf Seiten von Meilen die Augenbinden wieder ab. Der Versuch Stäfa ohne zu schauen zu schlagen (Neusprachlich: No-Look-Win) wurde beerdigt. Endlich schaffte man es in die gefährliche Zone des Gegners.

Wieder Mühe aber bekundete man mit dem Spielleiter. Wieder brauchte es drei mehr als glasklare Vergehen in Stäfas Hintermannschaft, ehe der anwesende Schiedsrichter Spy Leen auf den Elfmeterpunkt zeigte.

IMG 5932Zulbeari war vor die Axt eines Holzfällers gelaufen. Die Verantwortung übernahm der Zirkusdirektor persönlich. Die Chance zum Ausgleich. Er schoss gut, der Spargel Tarzan im Tor der Gäste reagierte besser. Glanzparade. Stäfa führte weiterhin und der Zirkusdirektor bricht am Penaltypunkt.

Der leuchtgrüne SEAT
Ich habe meinen Zweitwagen darauf gewettet, dass er diesen Penalty versenkt. Verdammt. Ich wünsche dir, Sepp Brändli, mit meinem leuchtgrünen SEAT-Cupra 1978 viel Spass. Die beiden Duftbäume Malik-Skunk will ich aber zurück. Diese waren nicht Bestandteil der Wette.

Kurz vor dem Pausenpfiff war die Reihe noch einmal an Meilens Schlussmann Weber, der einen ausgezeichneten Nachmittag erwischte. Er war klar der beste Mann in den Reihen der gelbschwarzen Grobmotoriker. Danach war Pause.

Wie immer war die Pause die Bühne für Teamsenior Votta. Nachdem er eine Woche zuvor den Text vergessen hatte, führte er an diesem Sonntag ohne Fehler durchs Programm. Mit einem toskanischen Ausdruckstanz nackt und festlich bemalten Primärgeschlechtsteilen war er ein richtiger Hingucker. Die MILFS-United Kurve konnte nur noch mit Tränengas gebändigt werden.

IMG 5934Nur Abwehr-Recke Greiner hatte Mühe mit dem offenherzigen Auftritt und suchte fluchtartig das Weite. Für ihn kam Carlo Senn, der Mann der SMS verschwinden lässt, ins Spiel. Nach dem Seitenwechsel war Meilen nun definitiv angekommen im Spiel.

Das Spieldiktat war endlich im Besitz der Einheimischen. Und schon zwei Minuten, nach einem glasklaren Handspiel im Strafraum hätte es den nächsten Penalty für Meilen geben müssen.

Der einzige Kommentar von Schiedsrichter Spy Leen war "S-P-I-I-I-L-Ä-Ä-Ä-N". Der Schiedsrichter, aktuell kein Freund der gelbschwarzen Armada für Fussballkunst.

Der Mut war ungebrochen und schliesslich brach auch der Schiedsrichter ein. Bei wiederum drei glasklaren Penaltyvergehen in der gleichen Szene (Foul-Hands-Foul) hatte er beim dritten Foul, wiederum an Zulbeari, ein Erbarmen.

Kraft bei Gott geholt
Penalty für Meilen. Alimi, der den ersten Versuch verschoss übernahm die Verantwortung. Kurz vorher suchte er die Kraft bei Gott und küsste den nun ins Spiel gekommene Votta zärtlich auf die Wangen. Es sind tatsächlich Menschen mit Gefühlen. Mit einem Pfund vor dem Herrn zimmerte der Topskorer die Kugel in die Maschen. Ausgleich. Meilen war zurück im Spiel.

Während sich die Gäste weiterhin nur über Konter gefährlich zeigten, versuchte Meilen jetzt den Sieg an die Angelrute zu bringen. Zum Teil ziemlich ungestüm und beweglich wie eine Tanne im Altersheim.

Trotzdem kamen die Chancen. Der Reihe nach Alimi, Zulbeari, Bonadei und wieder Zulbeari hätten ein Tor machen müssen. Es ist müssig zu erklären was passiert wenn man im Fussball die eigenen Möglichkeiten nicht nützt. Daher direkt zur Folge.

Nach 70 Minuten und einem weiteren brandgefährlichen Konter konnte die sexuell entblösste Hintermannschaft von Meilen nicht mehr reagieren. Stäfa nutzte die Möglichkeit eiskalt und führte mit 2:1 Toren.

Am Ende stürmten die Gastgeber, oft auch kopflos, auf den Ausgleich. Die grösste Ausbeute dabei war noch ein Lattenschuss von Leihstürmer Zulbeari. Dann war Feierabend. Die Goldküstenmaradonas verlieren unglücklich gegen die Glück-Pächter aus Stäfa.

IMG 5938"Ich muss der Mannschaft ein grosses Kompliment machen. Für die personellen Möglichkeiten im Moment spielen wir auf höchstem Niveau. Nun ist es an den Knalltüten vom Verein uns endlich ein Kader hinzustellen, dass für die Ansprüche einer Champions-League Qualifikation auch reicht" so Team Manager Stumpe René unmittelbar nach dem Spiel.

Vor Vertragsverlängerungen
Und zum Schluss noch dies: Während die Zeichen bei Abwehrchef Hedzic endgültig auf Abschied stehen Ende Saison (Kandidatur Stadtrat Bülach), ist man glücklich und überzeugt die beiden Arbeitspapiere der Teamstützen Bucher und Greiner in den nächsten Tagen um ein weiteres Jahr zu verlängern.

Die beiden Coachs Mattieu und Lucien sollen ihren Verbleib von diesen Personalien abhängig gemacht haben. Sportchef Boppart wird sich nun sputen. Garantiert. Getreu nach dem Motto "Machma die Schotten dicht, zieht hier wie Hechtsuppe". Hans Nötig

Meilen II - Stäfa II 1:2 (0:1)
Allmend Zoo. - SR: Davor Spy-Leen.
Tore: 2. Bettnässer 0:1, 53. Alimi (Foulpenalty) 1:1, 70. Schlumpf 1:2.
Meilen II: Weber, Greiner (46. Votta), Bonadei, Bucher (12. Senn), Brennwald, Beglinger (72. Kohler), Saxer, It, Serna, Zulbeari, Alimi.
Bemerkungen: Meilen ohne Azzato (Teilnahme Kein Teamplayer Open 2015), Zanghellini (Chills Alte!), Hedzic (Spaniokel & Boobs-Treffen Bad Homburg), Dändliker (U-Haft nach Bombendrohung gegen Heidi Klum), Ch. Messerli (Cumulusnerv eingeklemmt), Komatzki (Treff der ungarischen Teigwaren-Lobby Unghetti), Fornara (Staabsübernahme Kinderhüte-Dienst Niederhasli), Reho (Reitunfall), Kobel (Sportboykott gegen die langen Nico-Ferien), Langar (Slowdance Tanzunfall), D. Sudakow (Too horny), V. Sudakow (Fragt Dr. Sudakow-Sommer) und natürlich Ritz (Tief involviert in Reitunfall Reho, keine weiteren Fragen...)

Letzte Änderung am Dienstag, 19 Mai 2015 22:16

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