Grosser Jubel: Die Rütner Spieler feien mit dem Staff den 4:3-Sieg gegen Uzwil.

Spektakel-Rüti wendet Spiel - Dübendorf ärgert den Leader

Grosser Jubel: Die Rütner Spieler feien mit dem Staff den 4:3-Sieg gegen Uzwil.
Fussballclub Rüti/Facebook

  • 2. Liga inter
  • 30.10.2017
  • 13:34

Der FC Rüti ist seinem Image einmal mehr gerecht geworden und siegte in der Nachspielzeit furios. Für Aufsehen sorgte auch Dübendorf dank einem 2:2 beim Interregio-Leader Linth. Derweil erfüllten Freienbach und Schaffhausen II humorlos die Pflicht.

Gewonnen I: Packender Rüti-Sieg in der Nachspielzeit
Nach 70 Minuten deutete wenig auf einen Rütner Sieg gegen Uzwil hin. Die St.Galler lagen 3:2 in Front und hatten nach dem Platzverweis gegen Rütis Verteidiger Küng alle Trümpfe in der Hand. Doch dann kam es anderes. Rüti drehte das Spiel noch und siegte letztlich 4:3.

Am Anfang der Wende stand ein Foul an Rütis Stürmer Taulant Syla im Strafraum kurz nach dem Platzverweis von Küng. Der Torjäger verwandelte gleich selbst (71.). Uzwil versuchte in der Folge alles um in Überzahl doch noch zum Sieg zu kommen und warf alles nach vorne - inklusive Torhüter Timon Waldvogel (ex Tuggen). Doch statt drei waren es am Ende null Punkte. Nach einem Eckball eroberten die Rütner den Ball und der eingewechselte Stürmer Adilj Sediji traf mit einem Kunstschuss aus weit über 30 Metern über den zurückstürmenden Waldvogel in die Maschen zu Siegtreffer.

Gesagt: "Schlecht gespielt und trotzdem gewonnen."
Der FC Freienbach hat beim FC Frauenfeld seinen neuten Vollerfolg in der laufenden Meisterschaft der Gruppe 6 eingefahren. Lohrbeeren verdienten sich die Höfner beim 1:0-Zittersieg dabei aber nicht.

Besonders die erste halbe Stunde war sehr zerfahren und spielte sich vorrangig ausserhalb der beiden Strafräumen ab. Dann bekam Freienbach einen Foulpenalty zugesprochen, den Topskorer Raffaele Perna sicher verwandelte. Trotz der Führung im Rücken vermochte sich der Tabellenzweite nicht wesentlich zu steigern. Im Gegenteil: Es war Frauenfeld, welches zu besseren Torchancen kam. Mehrmals zeichnete sich dabei Freienbachs Torhüter Miroslav Dabic aus. So retteten die Höfner das 1:0 schliesslich über die Zeit.

Freienbachs Präsident Benjamin Fuchs war dann nach dem Schlusspfiff in erster Linie erleichtert. "Schlecht gespielt und trotzdem gewonnen", konstatierte er. Zugleich zeigte sich Fuchs vorfreudig auf das Spitzenspiel in der nächsten Woche auf der Chrummen gegen Linth 04.

Geteilt: Dübendorf sichert sich verdienten Punkt beim Leader
Aufsteiger Dübendorf ist mit dem 2:2 beim FC Linth 04 eine kleine Sensation gelungen. Die Zürcher rangen dem Interregio-Leader einen Punkt ab und beendeten dessen Siegesserie von neun (!) gewonnen Partien hintereinander.

Dabei ärgerte sich Dübendorfs Coach Marcel Erismann sogar über einen möglichen Sieg. "Im Nachhinein muss man sagen, dass noch mehr dringelegen wäre", äusserte er sich gegenüber dem "Zürcher Oberländer". Und Erismann hatte auch allen Grund dazu. Beim Stand von 1:0 für Dübendorf verschoss Captain Angliker einen Elfmeter. Und nach erneuter Führung der Glattaler wurde Gastgeber Linth 04 ein eher umstrittener Penalty zugesprochen, der prompt verwandelt wurde.

Auf Seiten der Glarner meinte derweil Captain Pajtim Ismaili: "Wir haben nicht gut gespielt und kamen irgendwie nie richtig ins Spiel."

Verloren: Einsiedeln gerät in Abstiegszone
Im direkten Duell zweier Teams aus den hinteren Tabellenregionen zog der FC Einsiedeln trotz guter Leistung den Kürzeren. Die Klosterdörfler unterlagen Chur 97 mit 1:2. 

Die Bündner waren dabei keineswegs das bessere Team, jedoch das effizientere. Einsiedeln vermochte seine vielen Chancen nicht zu nutzen und geriet vor der Pause in Rückstand. In einem kampfbetonten Spiel schien Chur zunächst durch das zweite Tor entschiedend davonzuziehen. Doch ein Handspenalty brachte Einsiedeln nochmals heran. In der Schlussphase sündigten aber die Einsiedler Offensivkräfte einige Male vor dem gegnerischen Tor, weshalb sich am Resultat nichts mehr änderte. 

Gewonnen II: Schaffhausen gewinnt das Nachwuchs-Duell
Von den Abstiegsplätzen befreit hat sich die Nachwuchsequipe des Challenge-League-Vereins FC Schaffhausen. Die Munotstädter siegten gegen die U-20 des FC Wil, ebenfalls ein Klub mit erster Mannschaft in der zweithöchster Spielklasse, verdient 2:1. Damit rückt Schaffhausen erstmals seit einigen Wochen wieder auf einen einstelligen Tabellenplatz vor. (ef)

Uzwil - Rüti 3:4 (2:2)
Rüti. - 150 Zuschauer. - SR: Lüthi.
Tore: 9. Nushi 1:0. 14. Rastoder 1:1. 22. Smajovic 1:2. 45. Holenstein 2:2. 62. Alija 3:2. 71. Syla (Foulpenalty) 3:3. 93. Sediji 3:4.
Rüti: Calendo; Maloku, Muratovic, Küng, Grimm; Rastoder (87. Sylejmani), Meier, Osmani (62. Sediji), Smajovic (62. Erbinel); Syla, Karalic.
Bemerkungen: Platzverweise: 69. Küng (R/2. Verwarnung), 95. Alija (U/2. Verwarnung).

Frauenfeld - Freienbach 0:1 (0:1)
Kleine Allmend. - 80 Zuschauer. - SR: Schaub.
Tor: 34. Perna (Foulpenalty) 0:1.
Frauenfeld: Wehrli; Signer (46. Ch. Schlauri), Angst, Serafino, Alvarez; Kälin, Gorte, Haag (84. Etemi), Selmani; Maag; Erdal (72. Eggmann).
Freienbach: Dabic; Stumpo (82. Hoxhaj), Desole, Ribeiro, Maurer; Döttling, Egger (71. Iseni), Gavric, Bankovic; Ruckstuhl (75. Straub), Perna.

Linth 04 - Dübendorf 2:2 (1:1)
Lintharena. - 210 Zuschauer. - SR: Jovic.
Tore: 11. Hoti 0:1. 44. Sabanovic 1:1. 53. Marjanovic 1:2. 70. Sabanovic (Foulpenalty) 2:2.
Linth 04: Savanovic; Hauer, Stefl, Feldmann, Hren; Gössi (46. Bischofberger), Schnyder, Carava, Sanchez (66. Lleshaj); Ismaili; Sabanovic.
Dübendorf: Ursprung (25. Abubakar); L. Pergolis, Loureiro, Lienhard, Jäggli; Angliker, A. Pergolis, Nielsen, Nef (60. Evripidis); Hoti (76. Deuber), Marjanovic.
Bemerkung: 30. Angliker (D) verschiesst Foulpenalty.

Einsiedeln - Chur 1:2 (0:1)
Rappenmöösli. - 300 Zuschauer. - SR: Hervieu.
Tore: 44. Heeb 0:1. 63. Krättli 0:2. 64. Seeholzer (Handspenalty) 1:2.
Einsiedeln: Nützel; Kälin, R. Petrig (85. Schaller), M. D'Alto, Blöchlinger; Huber, Auf der Maur, Seeholzer, Schönbächler; Marty (75. Petkovic), Beier.

FC Schaffhausen II - Wil II 2:1 (1:0)
LIPO Park.
Tore: 35. Dangubic 1:0. 72. (Eigentor) Beka 2:0. 89. Schiavano 2:1.
FC Schaffhausen II: Schneider; Saipi, Ferizi, Vukomanovic, Ferizi; Demhasaj, Schmid, Vannuca (93. Teixeira); Gläsemann (63. Rether), Dangubic (83. Stojilkovic), Diakité.
Bemerkungen: Platzverweise: 93. Vukomanovic (S/2. Verwarnung), 94. Ferizi (S).

Letzte Änderung am Dienstag, 31 Oktober 2017 10:01