Und sie können es doch: Die Spieler des SC Veltheim nach dem 4:0-Sieg bei der SV Schaffhausen.

Furiose Wende von Unterstrass – Lebenszeichen von Veltheim

Und sie können es doch: Die Spieler des SC Veltheim nach dem 4:0-Sieg bei der SV Schaffhausen.
SC Veltheim/Facebook

  • 2. Liga
  • 13.11.2017
  • 20:50

Eine Runde für den FC Uster: Während der Zweitliga-Leader das Derby gegen Wetzikon gewann, verloren die Verfolger Phönix Seen (3:4 gegen Unterstrass) und Greifensee (0:0 gegen Bassersdorf) an Boden. In der Abstiegszone machten derweil Oerlikon/Polizei, Wiesendangen und Veltheim Boden gut.

Gewendet: Unterstrass' Spektakelsieg
Sieben Tore und drei Platzverweise. Beim 4:3-Sieg des FC Unterstrass gegen Phönix Seen ging es hoch zu und her. Dabei lagen die Stadtzürcher zur Pause bereits 2:0 in Front und konnten fortan – nach dem (ersten) Platzverweis gegen Denis Braun - in Überzahl agieren. Sie hatten damit also alle Vorteile bei sich.

Nur: Die Winterthurer kamen eindrücklich zurück und wendeten die Partie bis zur 73. Minute in eine 3:2-Führung. Die Entscheidung? Mitnichten. In der verbleibenden Zeit überschlugen sich die Ereignisse. Valentin Tippmann gelang wieder der Ausgleich. Und es kam noch besser für den FCU. Tief in der Nachspielzeit verhängte der Schiedsrichter einen Penalty, den Caspar Frey zum 4:3 verwertete. Und Phönix? Sie verloren nicht nur die Partie sondern noch Filip Petronijevic und Norbu Dobler nach zwei weiteren Roten Karten.

FCU-Coach Luigi De Donno freute sich hernach: "Phönix Seen verfügt über ein enorm starkes Team, das man nicht neunzig Minuten neutralisieren kann. Die erste Halbzeit war die Beste von uns in dieser Saison und dass die Mannschaft am Ende nochmals reagieren konnte, war sensationell."
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Getroffen: Ilic schiesst Wetzikon ab
Phönix Seen büsste damit weiteren Boden auf den FC Uster ein. Der Leader war im Derby gegen Wetzikon ebenfalls nach den Toren von Donik Ajredini 0:1 (6.), respektive 1:2 in Rückstand (20.). Doch die Ustermer hatten eben auch Dejan Ilic, der den kriselnden Lokalrivalen mit seinen drei Toren nahezu im Alleingang erlegte.

Entsprechend gross war der Frust beim FCW. "Dieses Mal haben wir das Spiel für einmal in der Abwehr verloren, und nicht in der Offensive", sagte Trainer-Assistent Andreas Häsler im "Zürcher Oberländer". Wie auch immer. Für den Tabellendrittletzten ist die Lage nach dem elften Pflichtspiel ohne Erfolgserlebnis ungemütlicher denn je. Ganze viermal reichte es den Wetzikern seit Anfang September noch zu einem Remis.

zweitliga Gr2

Überraschung: Abstiegskandidaten in Torlaune
Eigentlich schon seit Saisonbeginn in Rücklage ist der SC Veltheim. Mit dem 4:0 bei der zuletzt so formstarken SV Schaffhausen (4 Siege in Serie!) konnten die jungen Winterthurer nun aber Moral tanken – und vor allem den Abstand zu den nächsten Teams verringern. Das Schlusslicht legte einen Blitzstart hin und führte bereits nach 12 Minuten 2:0. Die Entscheidung fiel schliesslich nach rund einer Stunde als Alessandro Cecco mit einem Lupfer zum 3:0 traf.

"Wir haben gezeigt, was wir können. Die mannschaftliche Geschlossenheit wurde endlich belohnt", freute sich deshalb Trainer Richard Oswald im "Landbote". Die Veltheimer treffen nun zum Abschluss der ersten Saisonhälfte auf den Lokalrivalen Wiesendangen. Es ist eine Partie mit wegweisendem Charakter im Abstiegskampf.

Die Wiesendanger zeigten sich nämlich beim 4:0 über Rafzerfeld ebenfalls von ihrer Schokoladenseite. "Ich bin sehr zufrieden und stolz auf die Jungs, sie haben sich die Punkte verdient", freute sich Trainer Dogan Isik. Auf der Gegenseite sah Coach Marcos Rey sein Team ein weiteres Mal über weite Strecken der Partie als das bessere Team. "Bis zur 60. Minute haben wir mehr fürs Spiel gemacht. Dann haben wir das erste Gegentor kassiert und sind in alte Muster zurückgefallen", sagte er zum "Zürcher Unterländer".

Gesagt: "Wenn man auswärts zweimal in Führung geht, muss man das Spiel auch einmal kontrollieren"
Nicht minder ereignisreich war das "Strichduell" zwischen Oerlikon/Polizei und Rümlang. Der Aufsteiger ging zunächst zweimal in Führung und konnte nach dem zwischenzeitlichen 2:3 nochmals in der Schlussphase ausgleichen (84.). Doch am Ende stand er mit leeren Händen da, weil der zur zweiten Hälfte eingewechselte Patrick Blumenthal (er erzielte bereits das 3:2) in der 90. Minute ein zweiten Mal erfolgreich war. "Wenn man auswärts zweimal in Führung geht, muss man das Spiel auch einmal kontrollieren und beruhigen", sagte SVR-Coach Michele Digeronimo.

Unter die Torschützen bei Rümlang reihten sich mit Peter Mathys und Patriot Rexhaj auch zwei Spieler mit Vergangenheit bei Oerlikon/Polizei ein. Und dem nicht genug reihte sich mit Renato Wyss sogar noch ein dritter Ex-FCOPler in die Skorerliste ein. Er traf allerdings ins eigene Gehäuse.

Getrennt: Bassersdorfs siebtes Remis
Weniger spektakulär verlief das torlose Duell zwischen Greifensee und Bassersdorf. "Für den Aufwand, den wir in der Offensive betreiben, kommen wir im Moment zu wenigen Chancen – und wenn wir die nicht nutzen, gewinnen wir am Ende nicht", sagte FCB-Coach Marco Tanner. Für die Unterländer war es bereits der siebte Remis in der laufenden Meisterschaft.

Als einziges Team der ungeraden Gruppe 2 sein Programm bereits abgeschlossen hat Schwamendingen mit einem 1:1 gegen Diessenhofen. Für den Quartierklub aus dem Stadtkreis 12 war es ein versöhnliches Ende - vor allem da der Ausgleich durch Ermin Avdyli erst in der 88. Minute fiel.

Wiesendangen - Rafzerfeld 4:0 (0:0)
Rietsamen. – 60 Zuschauer. – SR: Hofmann.
Tor: 60. Misteli (Foulpenalty) 1:0. 73. Meli 2:0. 82. Barth 3:0. 94. Barth 4:0.
Wiesendangen: Zgraggen; Osta, Schwaninger, Scherrer, Bestler; D. Quattrocchi, Kälin, Luzza (65. Barth); Meli (86. P. Quattrocchi), Misteli.
Rafzerfeld: Bolliger; Silva Sanches Cabral (80. Krähenbühl), S. Spühler, Morf, E. Spühler; Röösli, Kozeski, Meister (77. Flury), Neukom; Küderli; Difonzo.

Phönix Seen - Unterstrass 3:4 (0:2)
Nebenplatz Schützenwiese. - 50 Zuschauer. - SR: Troller.
Tore: 32. Sall (Penalty) 0:1. 45. Georgis 0:2. 67. Huber 1:2. 69. Aydin (Penalty) 2:2. 73. M. Yildiz 3:2. 88. Tippmann 3:3. 93. Frey (Penalty) 3:4.
Phönix Seen: Sutter; Dobler, Petronijevic, Braun, Galasso; Aydin, Petrovic (85. Larosa), Malis, Huber, Nuhiji (69. Baskapan); M. Yildiz (85. Murati).
Unterstrass: Loretz, Tippmann, Bissegger (89. Frey), Claverie, Fischer; Georgis, Kleinheinz, Wiskemann; Sall (70. Ottiger), Shaady (80. Stelz), Bandli.
Bemerkungen: Platzverweise: 45. (+1) Braun (P/2. Verwarnung), 93. Petronijevic (P/2. Verwarnung), Dobler (P).

Wetzikon - Uster 2:3 (2:2)
Meierwiesen. – 100 Zuschauer. – SR Vlajnic.
Tore: 6. Ajredini 1:0. 7. Ilic 1:1. 20. Ajredini 2:1. 43. Ilic 2:2. 65. Ilic 2:3.
Wetzikon: Gantenbein; Käslin, Belotti, Camenisch (68. Pedrotti), Öcaktan; Migliore (82. Herzog), Arpagaus, De Nunzio, Tastemel (77. Hold), Piccinni, Ajredini.
Uster: Sturzenegger; Mercan, Steinmetz, Von Aarburg, Lopes Costa; Suarez (60. Tiscar), Schläpfer, Laski (90. Bozkir), Serafini; Bürger (60. Hofstetter), Ilic.

Diessenhofen - Schwamendingen 1:1 (1:0)
Tore: 12. Boztepe 1:0. 88. Avdyli 1:1.
Diessenhofen: Hoxha; R. Schweri, Kaninke (71. Möckli), Brütsch, Gö. Gülay, A. Aulisio, Boztepe (62. Fuchs), L. Aulisio, Gü. Gülay, Gnädinger, Rüedi.
Schwamendingen: Cossa; Avdyli, Rodrigues (80. Qafleshi), Krasniqi, Mehic, M. Salkic, E. Salkic, Teixeira, Miranda (50. Pinto), Sahbatou, Borilovic.

Oerlikon/Polizei - Rümlang 4:3 (2:2)
Neudorf. – 40 Zuschauer. – SR: Hofmann.
Tore: 8. Mathys 0:1. 10. (Eigentor) Wyss 1:1. 26. Steiner 1:2. 32. Harati 2:2. 54. Blumenthal 3:2. 84. Rexhaj 3:3. 90. Blumenthal 4:3.
Oerlikon/Polizei: Ninnis; N. Caldarazzo, Angst, Rapisarda, Tschuor; Bli, Carneiro (64. Rudin), Matumona, Frangella (46. Blumenthal), Vogel; Harati (68. Tairi).
Rümlang: Baptista Dias; Meier, Frangi, Wyss (46. Altorfer), Latifi; Sleiman, Mathys (55. Fornasiero), Bytyqi (65. Meta), Rexhaj; Bekiri, Steiner.
Bemerkungen: 5. Pfostenschuss Sleiman (R). 91. Platzverweis Steiner (R/grobes Foul).

Greifensee - Bassersdorf 0:0
Grossriet. – 40 Zuschauer.
Greifensee: Wittensöldner: Strebel, Unholz, Laue, Jenni, Risi, N. Fikic, Aabdouri, S. Fikic (85. Bachmann), Burkart (75. Grüter), Niklaus (70. Schneiter).
Bassersdorf: Caruso; Copat, Keller. Oehri; Barbey, Ramani (60. M. Schmid), S. Zambelli, Russheim, Kumbuesa (80. G. Zambelli); Schaich, Tinner (85. P. Schmid).

SV Schaffhausen - Veltheim 0:4 (0:2)
Tore: 7. Michienzi 0:1. 12. Sutilovic 0:2. 60. Cecco 0:3. 64. X. Fresneda 0:4.
SV Schaffhausen; Kimmelmann; Medved, Bolli, Portmann, Wirth (73. Iseli); Dubach, Schneider, Gmür; Gröbli (72. Abderhalden), Wächli (57. Somma), Neidhart.
Veltheim: Zingg; Huwiler, Z. Fresneda, Sommerhalder; Buchmann, L. Spänni (62. P. Spänni), Sutilovic, X. Fresneda (83. Lauria); Cecco, Klossner (75. Tapia), Michienzi.
Bemerkung: 89. Platzverweis Kimmelmann (S/2. Verwarnung).

Letzte Änderung am Dienstag, 14 November 2017 00:01