In Oberglatt wurde die Partie gegen Embrach (in rot) abgebrochen.

Aufstiegsjubel in Brüttisellen und Wallisellen – fehlendes Fairplay in Oberglatt?

In Oberglatt wurde die Partie gegen Embrach (in rot) abgebrochen.
fcembrach.ch

  • 3. Liga
  • 15.05.2018
  • 13:24

Mit dem FC Brüttisellen-Dietlikon und dem FC Wallisellen stehen bereits vier Runden vor dem Saisonende die ersten Aufsteiger in die 2. Liga fest. Für Aufregung sorgte aber auch ein Spielabbruch in Oberglatt, der fünffache Torjäger von Ellikon/Marthalen und die nächste Forfaitniederlage des Schweizer Meisters von 2022.

Gruppe 1: WB nicht zu stoppen. Birmensdorf punktet wieder
Die Reserven Wettswil-Bonstettens feierten am Wochenende einen weiteren souveränen Sieg. Auswärts bei Thalwil II setzte sich der Spitzenreiter 5:0 durch. Die FCT-Reserven rutschten durch die klare Niederlage wieder unter den Strich, weil Oberrieden seine Partie in Wollerau überraschend 1:0 gewann. Weil Wollerau verlor, war WB II übrigens imstande, die Tabellenführung auf sechs Punkte auszubauen. Erster Verfolger ist nun der FC Wollishofen, der auswärts bei Lachen/Altendorf II dank eines Last-Minute-Treffers von Iseli 4:3 gewann. Zum zweiten Mal in dieser Spielzeit punktete ausserdem das abgeschlagene Schlusslicht Birmensdorf. Auswärts bei Hausen am Albis.

Gruppe 2: Altstetten stolpert über Oetwil-Geroldswil
Der Tabellenzweite Altstetten liess mit dem 2:2 beim FC Oetwil-Geroldswil überraschend Federn. Dennoch bleiben die Stadtzürcher hinter dem nicht aufstiegsberechtigten Republika Srpska der erste Kandidat für die 2. Liga. Leise Hoffnungen dürfen sich weiterhin auch die Reserven von YF Juventus nach dem 2:0 gegen Kosova II machen. Ein spannender Endspurt kündigt sich in der Abstiegszone an. Nebst den wohl gesetzten Espanol Iberia und Kilchberg-Rüschlikon II müssen insbesondere Centro Lusitano und Engstringen trotz Siegen am Wochenende in der 13-er-Gruppe weiterhin um den Verbleib bangen.

Gruppe 3: Brüttisellen-Dietlikon kehrt in 2. Liga zurück
Bereits alles klar ist in der Gruppe 3. Beim Brüttisellen-Dietlikon konnte durch den 8:1-Sieg über Glattbrugg und dem gleichzeitigen Patzer von Dübendorf II (1:2 gegen Herrliberg II) bereits vier Runden vor dem Ende der Saison die grosse Feier beginnen. "Darauf waren wir nicht vorbereitet. Jetzt wird halt improvisiert", sagte Trainer Robert Merlo zum "Zürcher Oberländer". Die Brüttiseller kehren damit nach zwei Jahren wieder in die 2. Liga zurück. Überhaupt war es eine spektakuläre Runde. Pfäffikon II beispielsweise deklassierte Oerlikon/Polizei II 8:1. Besonders: Den Oberländern gelangen zwischen der 58. und 66. Minute gleich fünf Tore. In dieses Bild passte auch das 7:2 von Weisslingen über Glattal Dübendorf. Die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr und führten zur Halbzeit bereits 5:0.

Gruppe 4: Aufstieg in Wallisellen, Wirbel in Oberglatt
Ebenfalls bereits vorzeitig als Aufsteiger steht der FC Wallisellen fest. Die nach wie vor ungeschlagenen Glattaler feierten einen weitgehend ungefährdeten 5:2-Sieg über FC Bassersdorf II. Noch etwas Spannung herrscht im Tabellenkeller. Dies weil Schlusslicht Glattfelden mit dem 3:1 über Kloten ein Lebenszeichen sendete. Der zweite mögliche Absteiger Oberglatt lag gegen Embrach 2:4 zurück, ehe die Partie wegen einer Verletzung des Schiedsrichters abgebrochen wurden. Die Embracher beklagten sich hernach über fehlendes Fairplay auf Seiten des Gegners. Diese akzeptierten nämlich keinen der als Zuschauer anwesenden Schiedsrichter. "Es waren genügend qualifizierte Schiedsrichter vor Ort, die bereit gewesen wären, die Partie zu leiten", sagte FCE-Sportchef Antonio De Carlo zum "Zürcher Unterländer". Er hatte zwar im Ansatz Verständnis für das Ablehnen eines möglichen Embracher Schiedsrichters. "Dass sie aber den vereinseigenen Unparteiischen, der unter den Zuschauern war, nicht wollen, ist höchst unsportlich", meinte De Carlo weiter. Der Konter des angesprochenen Paul Hirt folgte prompt. Er hätte die Anfrage für so ein brisantes Spiel abgelehnt, stellte der FVRZ-Schiedsrichter des Jahres 2007 klar. Weshalb? "Weil ich keine FCO-Freunde verlieren möchte", so Hirt.
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Gruppe 5: Loris Bosshardt im Alleingang
Nur Schmalkost war in der Gruppe 5 angesagt. Beim FC Töss konnte man sich zumindest über einen 3:2-Erfolg über die Phönix Seen-Reserven freuen. Der Tabellenzweite Ellikon Marthalen führte beim 5:2 über Büsingen nach 55 Minuten bereits 4:0. Die grosse Figur bei den Wyländern war einmal mehr Torjäger Loris Bosshardt, der sich gleich für sämtliche Treffer verantwortlich zeichnete. Dennoch war Trainer Vincenzo Guadagnino am Ende nicht ganz zufrieden. "Wir haben sicherlich verdient gewonnen. Die zwei Gegentore gefallen mir aber trotzdem nicht", sagte er zum "Landbote". Den Klassenerhalt nahezu auf sicher hat Centro Gallego nach dem 3:1 über Schlusslicht Neunkirch. Gar nicht im Einsatz war Leader Oberwinterthur. Nach dem tödlichen Bergunfall eines FCO-Junioren wurde das Spiel gegen Tössfeld abgesagt.

Gruppe 6: Winikon hatte erneut keine Lust
Status quo an der Spitze der Gruppe 6: Witikon, Pfäffikon (1:0 über Wetzikon II) und Herrliberg (3:2 gegen Fällanden) konnten sich nämlich drei weitere Punkte gut schreiben. Leader Witikon musste dafür gar nicht erst auflaufen. Schlusslicht Winikon hatte nämlich, wie schon vor Wochenfrist, keine Lust auf Fussball und verlor dadurch 0:3 forfait. Dabei versprach Heinz Grütter im Vorfeld der Partie im "Zürcher Oberländer": "Wir werden antreten." Noch vor Wochenfrist hatten die Winiker extra eine Krisensitzung abgehalten und bekräftigten dort die Saison durchziehen zu wollen. Nun also doch nicht: Der Schweizer Meister von 2022 scheint nur noch ein Trümmerhaufen zu sein. Wer Winikon am Ende in die 4. Liga begleiten wird, ist hingegen noch unklar. Die in Frage kommenden Oetwil am See (0:4 gegen Fehraltorf), Wetzikon II und Küsnacht II (1:5 in Wald) blieben in der 18. Runde allesamt erfolglos.

Letzte Änderung am Mittwoch, 16 Mai 2018 08:18

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