Im Duell zwischen Rümlang und Oerlikon/Polizei fielen gleich elf Tore - allerdings etwas einseitig.

Uster stösst Wetzikon in die 3. Liga – SV Schaffhausen ebenfalls vor Abstieg

Im Duell zwischen Rümlang und Oerlikon/Polizei fielen gleich elf Tore - allerdings etwas einseitig.
fcop.ch

  • 2. Liga
  • 11.06.2018
  • 09:22

Nach der vorletzten Runde in der Zweitliga-Gruppe 2 steht fest: Für Wetzikon, Rafzerfeld und Rümlang geht es nach nur einer Saison wieder zurück in die 3. Liga. Und die SV Schaffhausen braucht ein Wunder.

Bemerkenswert: Vier Absteiger aus der Gruppe 2
In der Zweitliga-Gruppe 2 kommt es für die Teams der unteren Tabellenhälfte knüppeldick. Wegen des Abstiegs des FC Schaffhausen II aus der Interregio trifft es nun insgesamt sechs (statt nur fünf) Mannschaften. Und vier davon kommen eben aus der Gruppe 2.

Während Wetzikon, Rümlang und Rafzerfeld allesamt nach nur einem Jahr wieder in die 3. Liga stürzen, dürfte es mit grosser Wahrscheinlichkeit auch die SV Schaffhausen als Viertletzter treffen. Die "Spielvi" könnte zwar mit einem Sieg in der letzten Runde nochmals zum SC Veltheim aufschliessen. Um die Winterthurer aber zu überflügeln, müssten diese gleichzeitig ihre letzte Partie in Wiesendangen verlieren und auch noch einige Strafpunkte sammeln.

Der sechste Absteiger aus der 2. Liga wird im Quervergleich der beiden Gruppen ermittelt. Nur: Die SV Schaffhausen zieht als Viertletzter sowieso gegen den Drittletzten der Gruppe 1 den Kürzeren. Bei einem Sieg (gegen Bassersdorf) und damit 31 Punkten aus 28 Spielen würde sich der Koeffizient der "Spielvi" auf 1,107 belaufen. Dieser Wert wird allerdings nicht reichen. Der derzeitige Zwölfte der Gruppe 1, Srbija ZH, kommt nämlich nach dem 2:1-Heimsieg über Wädenswil an diesem Wochenende selbst bei einer Niederlage auf einen Wert von 1,153 Punkten (26 Spiele, 30 Punkte).

Getroffen: Xeno Fresnedas Schuss ins Glück
Die SV Schaffhausen erlitt im Strichduell gegen den SC Veltheim eine fatale 1:2-Niederlage. Dabei schien zunächst ein Happy End für die "Spielvi" in Sicht, als Jonas Moser das 1:0 bewerkstelligte (65.). Die Reaktion der Winterthurer liess aber nicht lange auf sich warten. Der eingewechselte Roger Banhegyi traf in der 70. Minute zum Ausgleich. Und es kam noch besser für den SCV: Denn Xeno Fresneda war in der Nachspielzeit per Freistoss zum vielumjubelten 2:1 erfolgreich.

"Wir haben den Siegtreffer erzwungen", sagte Veltheims Trainer Richard Oswald im "Landbote". Gross ist dafür die Enttäuschung im Lager der SV Schaffhausen nach dem wahrscheinlichen Abstieg. "Es tut allen extrem weh. Mir persönlich wohl am meisten. Ich habe diese Mannschaft geliebt", sagte der Ende Saison abtretende SVS-Coach Sandro Stauffer in den "Schaffhauser Nachrichten".

Gesagt: "Wir sind nicht heute abgestiegen"
Für den FC Wetzikon ist nach dem 2:3 in Uster auch rechnerisch nichts mehr zu machen. Die Oberländer müssen damit wie schon vor zwei Jahren wieder zurück in die 3. Liga.

"Wir sind nicht heute abgestiegen", betonte FCW-Coach Andreas Häsler gegenüber dem "Zürcher Oberländer". "Die Abwärtsspirale ist mit der schlechten Kommunikation bei der Trainerentscheidung so richtig in Schwung geraten. Die Mannschaft hatte zu viele negative Vorkommnisse zu verkraften, die speziell bei der verlorenen Sechspunktepartie zuhause gegen SV Schaffhausen eine entscheidende Rolle gespielt haben", befand er weiter.

Torhungrig: Matumuna schiesst Rümlang im Alleingang ab
Der FC Oerlikon/Polizei deklassierte Rümlang glatt 8:3 und war damit wie schon vor Wochenfrist beim 7:4 über Unterstrass in ziemlicher Torlaune. Überragender Akteur auf dem Platz war Yves Matumona, der gleich fünf Treffer beisteuerte.
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Absteiger Rümlang kriegte hingegen nach dem 2:8 in Gossau nicht nur eine erneute heftige Ohrfeige, er übernahm wegen dem 1:1-Remis des FC Rafzerfeld gegen Wiesendangen auch gleich die "Rote Laterne".

Trotzdem meinte SVR-Präsident Kurt Vogel im "Zürcher Unterländer": "Ganz am Anfang hatten wir sogar mehr vom Spiel und die klareren Chancen. Aber nach den ersten zwei Gegentoren haben wir bei der Hitze vielleicht nicht mit der letzten Konsequez verteidigt."

Torreich: Sommerfussball in der Stadt
Sommerfussball war auch in den Stadtquartieren Schwamendingen und Unterstrass angesagt. Der FCS erlitt zum Saisonschluss (er ist in der letzten Runde spielfrei) gegen Diessenhofen eine heftige 3:7-Schlappe. Bei den Thurgauern war Thomas Gnädinger besonders torhungrig und traf dreimal.
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Und auch der Heim-Abschied von Luigi De Donno (er wechselt zu Dübendorf) hätte schöner verlaufen können. Gleich 1:5 tauchte der FCU im Verfolgerduell gegen Phönix Seen. Malek Hadjadj sorgte für vier der fünf Treffer der Winterthurer. "Gegen Phönix Seen kann man nur bestehen, wenn alles stimmt. Und das war diesmal nicht der Fall", bilanzierte der scheidende FCU-Coach De Donno.
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Bassersdorf - Greifensee 2:0 (2:0)
bxa. – 100 Zuschauer. – SR: Steinmann.
Tore: 29. M. Schmid 1:0. 43. Tinner 2:0.
Bassersdorf: Stähli; Barbey, Meier, Oehri; Copat, Baumgartner (68. Sciullo), S. Zambelli, Keller (89. Kumbuesa), Schmid; Schumacher (80. Tsakmakidis), Tinner.
Greifensee: Wittensöldner, Strebel, Ley, Preghenella (55. Rinderknecht), Grüter, Stella, Aabdouri (69. Bogdanovic), S. Fikic, Jenni, Schneiter, Burkart (61. Allemann). 
Bemerkung: 29. Pfostenschuss S. Zambelli (B).

Rümlang - Oerlikon/Polizei 3:8 (0:4)
Im Heuel. - 80 Zuschauer. - SR: Hediger.
Tore: 17. Djuric 0:1. 25. Matumona 0:2. 41. Gloria 0:3. 43. Matumona 0:4. 47. Matumona 0:5. 53. Steiner 1:5, 68. Nuredini 2:5. 73. Mathys (Penalty) 3:5. 75. Matumona 3:6. 80. Matumona 3:7. 82. Mustafa 3:8.
Rümlang: Fivaz; Scholz (46. Coskun); Wyss, Nuredini, Schacher; Sleiman, Mathys, Kqira, Bekiri (62. Latifi); Fornasiero (46. Steiner).
Oerlikon/Polizei: Di Prizio; Carneiro, Tschuor, Rapisarda, G. Caldarazzo; Angst, Rudin (65. Vogel), Gloria (65. Mustafa), Djuric (80. Frangella), Albiez; Matumona.
Bemerkungen: Lattenschüsse: 34. Bekiri (R), 39. Matumona (O/P), 40. Pfostenschuss Rudin (O/P).

Schwamendingen - Diessenhofen 3:7 (2:3)
Tore: 17. Rüedi 0:1. 18. Gnädinger 0:2. 22. Pires 0:3. 28. Em. Salkic 1:3. 45. Miranda 2:3, 51. Gnädinger 2:4. 60. Luma 2:5. 63. A. Aulisio 2:6. 67. Gnädinger 2:7. 81. Em. Salkic 3:7.
Schwamendingen: Caputo; Tiralosi, Rodrigues, Krasniqi, Mwakunemwa (74. Avdyli), Ed. Salkic, Segreto (74. Besiary), Miranda (64. Silva), Em. Salkic, Carneiro, Teixeira.
Diessenhofen: Hoxha, R. Schweri, A. Aulisio, Brütsch, Gö. Gülay, Rüedi (70. K. Keller), N. Luma, Züst, Pires (64. L. Aulisio), Zwahlen, Gnädinger.

Rafzerfeld - Wiesendangen 1:1 (1:1)
Trube, Rafz. – 100 Zuschauer. – SR: Banushi.
Tore: 15. Idrizi 0:1. 30. E. Spühler (Foulpenalty) 1:1.
Rafzerfeld: Bolliger; Studer, Riesen, S. Spühler, E. Spühler; Y. Pfiffner (46. Meister), Piubel, Neukom, Krähenbühl (60. J. Pfiffner); Isufi, Hanselmann.
Wiesendangen: Zgraggen; Bestler, Jakupi, Müller, Trecek; Meili, Luzza, Kälin (65. Ess), Oehninger, Barth (71. Oertli); Idrizi (81. Osta).

Uster - Wetzikon 3:2 (1:0)
Buchholz. – 100 Zuschauer. – SR: Röthlisberger.
Tore: 13. Rama 1:0. 50. Rama 2:0. 53. Camenisch 2:1. 57. Camenisch 2:2. 83. Hofstetter 3:2.
Uster: Sturzenegger; Lopes (46. Mercan), Von Aarburg, Steinmetz, Demasi, Laski (71. Arenillas), Schläpfer, Barreiro (46. Hofstetter), Bozkir, Bürger, Rama.
Wetzikon: Gantenbein; Friebe, Pedrotti, Camenisch, Belotti, Käslin, Maddaloni (46. Arpagaus), Sewer (73. Mullarkey), Bressi, Ajredini (60. Migliore).
Bemerkungen: 59. Demasi (U) schiesst Penalty an Pfosten, 78. Lattenschuss Bressi (W).

Unterstrass - Phönix Seen 1:5 (0:2)
Steinkluppe. - 80 Zuschauer. - SR: Lakner.
Tore: 16. Hadjadj 0:1. 42. Nuhiji 0:2. 50. Hofmann (Foulpenalty) 1:2. 51. Hadjadj 1:3. 51. Hadjadj 1:4. 75. Hadjadj 1:5.
Unterstrass. Piso; Punnackalkilukken (70. Fusco), Schacher, Claverie, Tippmann; Adler, Ammann, Hofmann (70. Höttges); Stelz, Okorie (80. Frey), Bandli.
Phönix Seen: Arlotta; Dogru (67. Inglin), Braun, Dobler, Ferraro; Malis, Hadjadj, Nuhiji, Aydin; Petronijevic (69. Koca), Petrovic.
Bemerkung: 35. Platzverweis Stelz (U/2. Verwarnung).

Veltheim - SV Schaffhausen 2:1 (0:0)
Flüeli. - 300 Zuschauer. - SR: Azevedo.
Tore: 65. Moser 0:1. 70. Banhegyi 1:1. 92. X. Fresneda 2:1.
Veltheim: Zingg; Sommerhalder, Z. Fresneda, Odermatt; Celebi (63. Lauria), Sutilovic (88. Cecco); X. Fresneda, Spänni, Buchmann; Michienzi, Jakupov (55. Banhegyi).
SV Schaffhausen: Bucher; Peter, Lenz, Portmann, Neidhart; Dubach (87. Hirsiger), Gmür, Moser; Gubser (79. Somma), Gröbli, Iseli (56. Wächli).

Letzte Änderung am Donnerstag, 14 Juni 2018 07:50