Spektakulär: Der frühere YF- und Rapperswil-Angreifer Mychell Da Silva Chagas von Servette.

Fussballfest mit Zuschauerrekord

Spektakulär: Der frühere YF- und Rapperswil-Angreifer Mychell Da Silva Chagas von Servette.
zvg

  • Cup
  • 21.08.2018
  • 11:36

810 Zuschauer sorgten für ein Fussballfest: Trotz der 0:6-Niederlage gegen das grosse Servette im Schweizer Cup sah man nach dem Spiel bei den Verantwortlichen des FC Meilen nur glückliche Gesichter. Der Auftritt im "Konzert der Grossen" war beste Werbung für den Meilener Traditionsverein.

23 Minuten konnten die Einheimischen gegen die Profis von Servette Genf den Laden dicht halten. Es waren vor allem die 23 Minuten von Meilens Schlussmann Reto Eigenmann, der sämtliche Abschlüsse der Gäste zu Nichte machte.

Wie sehr sich der Schlussmann anstrengen musste, zeigte auch die Tatsache, dass seine persönliche Trinkflasche nach 20 Minuten bereits leer war. In der offensiven Zone war es aber grausam schwierig für Meilen, ausser bei der einen Szene, als Ruckstuhl an der Mittellinie freigespielt wurde und nur noch einen Gegenspieler vor sich hatte und dieser sich nur mit einem taktischen Foul zu helfen wusste, welches mit einer gelben Karte bestraft wurde.

24 Minuten dicht gehalten
Nach 24 Minuten schliesslich war es Ex-FCZ-Star Alexandre Alphonse, der mit einem herrlichen Kopfball die gesamte Hintermannschaft Meilens düpierte und zur verdienten Genfer-Führung einschoss.

Vier Minuten später erhöhte Imeri auf 0:2. In der Folge aber, stand Meilens Bollwerk sicher, schliesslich ging man "nur" mit einem 0:2 Rückstand in die Pause, was man als grossen Erfolg werten durfte. Mit einer solidarisch tadellosen Defensivleistung spielten sich die Gastgeber in die Herzen der zahlreichen Fans.

Nach dem verdienten Pausentee war es wiederum Alphonse, der schnell auf 0:3 erhöhen konnte. In der Folge schwanden die Kräfte bei den Einheimischen, wobei Einsatz und Wille immer noch aussergewöhnlich hoch waren. Sinnbild dafür war Aussenback Christian "die Lunge" Langenbacher, der auf seiner linken Abwehrseite einen enormen Laufaufwand betrieb und schliesslich in der 50 Minute völlig entkräftet ausgewechselt wurde.

Jeder gewonnene Zweikampf der Gelbschwarzen quittierte das Publikum mit grossem Applaus. Schliesslich erhöhten die Genfer durch Imeri, Routis und Cognat in den letzten 20 Minuten noch auf 0:6. Ein ungeschriebenes Cup-Gesetz sagt, dass die oberklassige Mannschaft pro Liga Unterschied zwei Tore erzielen müsste.

Frenetischer Applaus
Bei fünf Ligen Unterscheid und einem Schlussresultat von "nur" 0:6 konnte man trotz der klaren Niederlage von einer bemerkenswerten und auch fairen (keine gelbe Karte!!) Leistung Meilens sprechen. Meilens Cuphelden bekamen am Schluss frenetischen Applaus für die gezeigte Leistung.

Komplimente gab es auch von Servette-Trainer Alain Geiger "Meilen hat mit viel Herzblut und Engagement gespielt". Schönes Kompliment aus dem Mund eines 112-fachen Nationalspielers.

Ein Sonderlob verdiente sich auch die angereisten Servette-Supporter, die ihren Teil für ein friedliches Cup-Fest beitrugen. Cup-OK Chef Markus "Mäke" Bär sprach von einem Fussballfest, dass Dank den Sponsoren, Helfern, Mitgliedern und den zahlreich erschienen Fans die verdiente Bühne bekam. (pg)

Meilen (3.) - Servette (ChL) 0:6 (0:2)
Allmend. - 810 Zuschauer.
Tore: 24. Alphonse 0:1. 28. Imeri 0:2. 50. Alphonse 0:3. 70. Imeri 0:4. 89. Routis 0:5. 90. Cognat 0:6.
Meilen: Eigenmann, Hesse, Zimmermann, Schiesser, Langenbacher (50. Cianciarullo), Tritten, Parmelin, De Luca, Harr (71. Reidt), Zielonka (50. Pinter), Ruckstuhl.
Servette: Frick, Sauthier, Souare, Busset, Routis, Maccoppi, Follonier, Imeri, Stevanovic (81. Omeragic), Alphonse (75. Cognat), Lang (62. Chagas)
Bemerkungen: 36. Lattenschuss Follonier, 62. Pfostenschuss Alphonse, 94. Lattenschuss Chagas.

Letzte Änderung am Dienstag, 21 August 2018 23:58

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