Glückliches Ende für Rüti: Die Oberländer besiegten die Blue Stars 2:1.

Der FC Rüti mit dem längeren Atem

Glückliches Ende für Rüti: Die Oberländer besiegten die Blue Stars 2:1.
Facebook/Fussballclub Rüti

  • 2. Liga inter
  • 08.10.2018
  • 10:06

Spektakel in der Interregio-Gruppe 5: Leader Rüti gewinnt dank einem Tor in der Nachspielzeit. Für die restlichen Zürcher Teams ist es eine Runde zum Vergessen.

Gewendet: Smajovic lässt Rüti jubeln
Für den FC Rüti sah es beim 2:1-Erfolg über die Blue Stars über lange Zeit nicht gut aus. 0:1 lag der Interregio-Leader zurück, nachdem Marko Tomas die Stadtzürcher mit seinem Team auf Kurs brachte (57.). Doch die Oberländer kamen zurück. Es war zunächst Routinier Lars Grimm, der in der 77. Minute für den Ausgleich besorgt war.

Und dann wurde es turbulent: Zuerst wehrte Blue-Stars-Torschütze Tomas einen Abschlussversuch im Strafraum mit der Hand ab und musste deshalb vorzeitig vom Feld. Rütis Tobias Küng konnte allerdings die Penalty-Chance nicht nutzen, und so schien es doch nicht zum erhofften Sieg zu reichen. Doch weit gefehlt: Es war Edis Smajovic, der die Gastgeber tief in der Nachspielzeit noch jubeln liess.

Entsprechend glücklich war hernach FCR-Coach Shaip Krasniqi, der von einem verdienten Sieg sprach. Dies "weil wir bis zuletzt Gas gegeben haben", wie er gegenüber dem "Zürcher Oberländer" betonte.

Verlierer: Dübendorfs peinlicher Auftritt
Der FC Dübendorf war in Amriswil chancenlos, unterlag klar 1:5 und steckt damit definitiv im Abstiegskampf. Mehr Sorgen als der mittlerweile auf zwei Zähler geschrumpfte Vorsprung auf einen Abstiegsrang dürfte FCD-Trainer De Donno allerdings der blutleere Auftritt seiner Mannschaft bereiten.

Dübendorf zeigte in Amriswil einen leidenschaftslosen Auftritt, lag nach einer halben Stunde bereits 0:2 im Rückstand und verlor kurz darauf auch noch Stammkeeper Ursprung durch eine Verletzung. Nach dem Seitenwechsel brachten die Gäste zwar etwss mehr auf die Reihe, leisteten sich in der Defensive aber weiterhin grobe Fehler und mussten drei weitere Gegentore hinnehmen. Lienhard gelang in der 68. Minute zwar der Treffer zum zwischenzeitlichen 1:3, am Punktgewinn schnupperte der FCD an diesem Abend aber zu keinem Zeipunkt.

Enttäuschung: Uster verspielt in der Nachspielzeit drei Punkte
Ganz bitter endete das Heimspiel des FC Uster gegen das allerdings formastarke Widnau. Nach dem Ende der regulären Spielzeit führte die Digenti-Elf 2:1, am Ende standen die Hausherren nach zwei Gegentreffern in der Nachspielzeit jedoch ohne Punkte da. Pikant: Bereits vor einer Woche vergaben die Ustermer gegen die Reserven des FC Wil den Sieg in der Nachspielzeit.

Zuvor war Uster über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft gewesen und konnte sich auf Sturmspitze Bryan Sleiman verlassen, der doppelt traf. Zunächst köpfte er seine Farben nach nur acht Spielminuten in Führung, dann erzielte Sleiman eine Viertelstunde vor Schluss den vermeintlichen 2:1-Siegtreffer. Dazwischen hatte Uster seinen Gegner gut im Griff und liess kaum Torchancen zu, verpasste es allerdings auch, die Feldüberlegenheit in mehr Tore umzumünzen.

Am Ende wurden die Gastgeber für diese fehlende Konsequenz bestraft – auch, weil sie in den Schlussminuten mit den Köpfen bereits den 2:1-Erfolg in der Kabine zu feiern schienen. Zunächst verschätzte sich Uster-Keeper Sturzenegger in der 92. Minute bei einem Freistoss Widnaus, wenig später kam der Schlussmann bei einem langen Ball zu spät und wurde zum 2:3 überlobt. Für die Rheintaler war es der bereits fünfte Sieg in Folge.

Premiere: Seuzach verliert im Spiel eins ohne Wanner
Ein Paukenschlag ereignete sich unter der Woche beim FC Seuzach: Überraschend wurde der Abgang von Trainer Wanner bekanntgegeben.

In der ersten Partie in neun Jahren ohne Wanner als Cheftrainer an der Linie verlor Seuzach sein Heimspiel gegen Bazenheid 1:3. Neue Besen kehren also nicht immer gut. Der Erstliga-Absteiger ging zwar zunächst durch Kevin Honegger in Führung (19.). Dieser hatte allerdings nicht lange Bestand, ehe der Toggenburger Demian Titaro mit seinen zwei Toren im Verlauf der zweiten Hälfte die Wende perfekt machte.

Amriswil - Dübendorf 5:1 (2:0)
Tellenfeld. – 180 Zuschauer. – SR Coluccia.
Tore: 19. Eggmann 1:0. 30. Bärlocher 2:0. 59. Arganese 3:0. 71. Lienhard 3:1. 81. Moser 4:1. 90. Germann 5:1.
Amriswil: Mirseloski, Perez, Kreis, Niklaus, Krasniqi, Kryeziu, Arganese (67. Hiseni), Lämmler, Schoch (85. Germann), Bärlocher (76. Stern), Eggmann (56. Moser).
Dübendorf: Mujic (37. Marda), Jäggli (46. A. Cellana), Lienhard, Bissegger, L. Pergolis, Schuler (61. Ferati), Angliker, Kleinheinz, Teixeira, Hoti, Deuber (46. R. Cellana).
Bemerkungen: 6. Pfostenschuss Eggmann (A). 71. Lattenkopfball Bissegger (U),

Seuzach - Bazenheid 1:3 (1:1)
Rolli. – SR: Riva.
Tore: 19. Honegger 1:0. 22. Jungblut 1:1. 67. Titaro 1:2. 92. Titaro 1:3.
Seuzach: Migliaccio; Vögeli, Weibel, Tavares (73. Ullmann), Süsstrunk; Kradolfer; Di Nucci (46. Lötscher), Dekhili (54. Schiendorfer), Auer; Honegger, Türkmen (62. Widmer).
Bazenheid: Bernet; Jungblut, Früh, Peters, Baumann; Musaj, Schneider (89. Prenrecaj), Gebert; Titaro, Anic, Gomes (56. Sekkour).

Rüti - Blue Stars 2:1 (0:0)
Tore: 57. Tomas 0:1. 77. Grimm 1:1. 94. Smajovic 2:1.
Rüti: Calendo; Ahmeti (67. Glarner), Küng, Delli Compagni, Belotti (67. Sejdiu); Osmani (83. Thaqi), Milano (67. Pamuk), E. Syla, Grimm; Museshabanaj, Smajovic.
Bemerkungen: 81. Platzverweis Tomas (BS/Hands). 82. Küng (R) verschiesst Handspenalty.

Uster - Widnau 2:3 (1:0)
Buchholz. – SR: Callarec.
Tore: 8. Sleiman 1:0. 65. Lüchinger 1:1. 75. Sleiman 2:1. 92. Lässer 2:2. 93. Lässer 2:3.
Uster: Sturzenegger; Jakovljev, Steinmetz, Demasi, Costa (76. Schläpfer); Barreiro (83. Rüegg), Schiendorfer, Bozkir, Cennerazzo (68. Kluser); Sleiman, Rama (65. Salkic).
Widnau: Babic; Faleschini (60. Varano), Aggeler, Lukic, Massari; Hutter, Lässer, Lüchinger (82. G. Lamorte), Giovetti de Almeida; D. Lamorte, Abdoski (66. Liechti).

Letzte Änderung am Dienstag, 09 Oktober 2018 09:17

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