Das U-21-Team der Grasshoppers siegte im Herti-Stadion gegen Zug 4:2.

Red Star verliert trotz Remis die Leaderstellung, Höngg mit wichtigem Sieg

Das U-21-Team der Grasshoppers siegte im Herti-Stadion gegen Zug 4:2.
Ramon Fritschi

  • 1. Liga
  • 11.03.2019
  • 22:56

Ein karges Wochenende für die Zürcher Teams. Einzig für Höngg und die U-21 von GC gab es einen Sieg. Die Spitzenduelle Tuggen - Wettswil-Bonstetten und Kosova - Red Star endeten Remis.

Gepunktet: Wettswil holt Punkt im rasanten Spitzenspiel
Gerade einmal zwei Punkte trennten die beiden Spitzenteams der Gruppe 3 vor dem Spiel voneinander. Ein Sieg war deshalb für beide Teams äusserst wichtig, aber in beiden Fällen aufgrund der spannenden Situation an der Tabellenspitze, kaum vorentscheidend.

Auf einem schwer bespielbaren Terrain sahen die Zuschauer einen furiosen Start der Wettswiler. Die Oswald-Elf drückte den Gegner tief in die eigene Hälfte und bereits in der 9. Minute wurden ihre Angriffsbemühungen belohnt. Rüegger legte den Ball nach einer Freistossflanke per Kopf zurück, Marjanovic bekundete keine Probleme den Ball im Tor unterzubringen.

Danach zeigt sich jedoch Tuggens Klasse, die Märchler liessen sich von diesem frühen Rückstand nicht beirren und spielten munter auf. Während der Platz in der zweiten Hälfte immer schwerer zu bespielen wurde warf Tuggen alles nach vorne. Der Druck auf die Wettswiler Hintermannschaft nahm von Minute zu Minute zu.  

Nach einem Durcheinander im wettswiler Strafraum in der 80. Minute ertönte ein Pfiff des Schiedsrichters. Er entschied auf Handelfmeter, womit die Gäste jedoch alles andere als einverstanden waren. Jakupov wars gleich, er verwandelte abgeklärt zum späten Ausgleich für Tuggen. So endete die Partie mit einem letztlich gerechten Unentschieden und an der Tabellenspitze bleibt es spannend.  

Gesagt: "Wir waren nicht auf dem Platz"
Dass dieser Vergleich zwischen Baden und United Zürich nicht so eindeutig ausgehen würde wie noch beim 9:0-Kantersieg aus der Vorrunde war klar.  Promotion-League-Absteiger United Zürich, dass im Verlauf der Saison sein Kader aufgerüstet hatte, startete aggressiv und aufsässig in die Partie. Das drittplatzierte Baden tat sich hingegen zu Beginn der Partie sehr schwer.

"Wir waren nicht auf dem Platz", meinte Baden-Trainer Ranko Jakovlievic hernach "Badener Tagblatt" kritisch. "Das war die schlechteste Halbzeit der Saison.". Er hatte recht, in der ersten Halbzeit konnte man keinen 22-Punkte Niveau-Unterschied zwischen den zwei Mannschaften erkennen. Und so war es auch keine Überraschung, dass United, nach einem souverän verwandelten Foulelefmeter von Petrovic mit einer 1:0-Führung in die Pause gehen konnte.

Der Auftakt in die zweite Halbzeit gelingt dann Baden wesentlich besser. In der 50. Minute netzt der eingewechselte Spadanuda nach guter Einzelleistung zum 1:1 ein und nur fünf Minuten später gehen die Aargauer sogar in Führung. Nach einem Eckball lenkt Uniteds Torwart Morry Diaw den Ball ins eigene Tor ab.

Uniteds Captain Turk musste nach einem längerem Spielunterbruch mit einer Knieverletzung vom Platz getragen werden und es schien so, als ob die Stadtzürcher diesen Schock besser wegstecken konnten. Sie verpassten aber mehrmals den Ausgleichstreffer, trotz guter Chancen. Baden bestrafte diese Ineffizienz in der 111. Minute mit dem vorentscheidenden 3:1. Der eingewechselte Gmür markierte mit seiner ersten Ballberührung und nach sehenswerter Vorarbeit von Spadanuda den entscheidenden Treffer, mit dem die Aargauer aufgrund des 1:1-Remis zwischen Kosova und Red Star die Tabellenführung eroberten.

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1:1! Punkteteilung im Gastspiel beim FC Kosova! Die Roduner-Jungs teilen sich in einem intensiven, aber fairen Stadtderby die Punkte. Bei äusserst windigen Verhältnissen waren es die Gastgeber, welche mit einer satten Direktabnahme von Bushati in der ersten Spielhälfte in Führung gingen. Die Rotsterne konnten in Durchgang zwei aber reagieren und mittels souverän verwandeltem Elfmeter durch Durand ausgleichen. Das Spiel wog danach hin und her und hätte auf beiden Seiten kippen können... tat es aber nicht! Zum Schluss blieb es bei der gerechten Punkteteilung. Einen guten Start in die neue Woche und Hopp RedStar! #rotsterne #zürich #swissfootball #1ligaclassic #auswärtstrip #fckosova @fckosova #derby #jako #redstar #forever #? #sturmeberhard #windundwetter

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Unterlegen: Thalwil mit deutlicher Pleite
Nach einem beachtlichen 1:1 gegen Leader Baden zum Rückrundenauftakt wollte Thalwil seine Form gegen St. Gallen bestätigen. Die Ostschweizer hingegen verloren ihr erstes Spiel überraschend gegen Mendrisio und vielleicht war dies der Grund, weshalb die St. Galler gleich vier Akteure des Super-League-Profikaders in der Erstligaequipe einsetzten. Zudem beobachtete St. Gallens Sportchef Alain Sutter den Match gegen die Linksufrigen.

Bis zur 40. Minute sah es für die Gäste aus Thalwil auch sehr gut aus. Nachdem sie nach einer halben Stunde noch durch einen Kopfball die erste gute Tormöglichkeit der Partie verzeichneten, kam kurz vor der Pause jedoch Ungemach über die Zürcher. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung konnten die Gastgeber mit schnellem Umschalten das 1:0 schiessen. Aber es kam noch schlimmer. Kurz vor dem Halbzeitpfiff köpfelte Oliveira den Ball nach schöner Freistoss-Vorlage zum 2:0 ins Netz. "Eigentlich waren wir bis zur 40. Minute die bessere Mannschaft, dann kassierten wir diese beiden blöden Gegentore" meinte Thalwils Trainer Marco Bolli gegenüber der "Zürichsee-Zeitung". 

In der zweiten Halbzeit suchten die Gäste vom Zürichsee vehement das Anschlusstor, aber fanden in der gutstehenden St. Galler Abwehr keine Lücken und kamen deshalb zu keinen nennenswerten Grosschancen mehr. Dadurch ergaben sich für die St. Galler jedoch Räume und Kontermöglichkeiten. Zwei solche nutzten sie dann in der 62. Minute durch Jacovic und in der Nachspielzeit durch Staubli zum finalen 4:0-Sieg.

Ein kleiner Trost für die Thalwiler war am Wochenende die Tatsache, dass die mitabstiegsgefährten Teams - wie beispielsweise Mendrisio auf dem Hönggerberg - ebenso verloren. Am kommenden Samstag empfangen die Linksufrigen nun eben diesen SV Höngg, bei dem man in der Vorrunde noch gewinnen konnte und der nur drei Punkte mehr auf dem Konto hat als Thalwil. Auch deshalb spricht Sportchef Demiros von einem enorm wichtigen Spiel für seine Truppe, von einer Sechspunktepartie. 

Fehlerhaft: Winterthur geht leer aus
Nach einem respektablen 2:2 gegen Wettswil-Bonstetten verlor die U-21 von Winterthur daheim gegen Eschen/Mauren 1:2. Im Säuliamt hatten die jungen Winterthurer in der 2. Halbzeit einen 0:2-Rückstand wettgemacht. Dies hätte ihnen auch gegen die Nummer zwei aus dem "Ländle" gelingen können, wenn nicht müssen. 

Winterthur geriet 28 Sekunden nach Spielbeginn und knapp zwei Minuten nach der Pause 0:2 in Rückstand. Das eine Mal verlor man den Ball, worauf Gadient allein vor Torwart Milosavljevic den Ball ins Tor schieben konnte. Das zweite Mal verschätze sich der Winterthurer Torhüter bei einem Corner, der Ball fiel Murati vor die Füsse und dieser nur noch einschieben musste. 

Das 2:1 20 Minuten vor Schluss öffnete den Winterthurer wieder alle Möglichkeiten auf einen Punktgewinn, aber sie wurden nicht genutzt. Der Torschütze Mulaj hatte am Freitagabend in Wil noch im "Eins" debütiert.

Die Liechtensteiner sind nach diesem Sieg punktgleich mit dem neuen Leader aus Baden. Ihre Leistung war allerdings nie die einer Spitzenmannschaft und hätte nicht reichen dürfen, um die Winterthurer zu schlagen. Die schlechten Bedingungen und der starke Wind spielten dabei aber eine grosse Rolle. Den Winterthurer fehlte es vor allem an der Durchschlagskraft im gegnerischen Strafraum.

Gruppe 2:

Gewonnen: GC U-21 mit dem längeren Atem
Die Erstligisten Zug 94 und GC U-21 liefern sich einen attraktiven Schlagabtausch, am Ende jubeln jedoch die Zürcher. Die Partie nahm erst nach rund 10 Minuten so richtig Fahrt auf. Der frühere Wettswiler Le Bigonsan luchste seinem Kontrahenten auf der linken Aussenbahn den Ball ab, ehe er zu einem unwiderstehlichen Tempolauf ansetzte und den völlig freistehenden Shabani bediente, der die Platzherren 1:0 in Führung schiessen konnte.

Die Zürcher liessen sich aber durch dieses Tor nicht aus dem Konzept bringen und erzielten in der 21. Minute durch Fehr den 1:1-Ausgleich und nur neun Minuten später schoss Bajrami die Gäste mittels Foulpenalty 2:1 in Front. 

Nach dem Wiederanpfiff rissen die Zuger jedoch das Spieldiktat resolut an sich. Die Stadtzürcher bekundeten grosse Mühe mit dem wirbligen Le Bigonsan, den sie in der 56. Minute im Strafraum nur durch ein Foul stoppen konnten. Dem Schiedsrichter blieb keine andere Wahl, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Der Gefoulte behielt die Nerven und versenkte den Strafstoss zum erneuten Ausgleich. 

In den letzten 20 Minuten entbrannte ein offener Schlagabtausch, es war offensichtlich, dass sich beide Teams nicht mit einem Remis zufriedengeben wollten. Die Gäste bewahrten einen kühleren Kopf und konzentrierten sich auf schnell vorgetragene Konterangriffe, welche erneut Fehr (78.) und Amzi in der 90. Minute erfolgreich abschlossen und GC U-21 zu einem 4:2-Sieg über Zug verhalfen. "GC war in der ersten Halbzeit besser, im zweiten Durchgang gaben wir den Ton an. Beim Stand von 2:2 haben wir einen Pfostenschuss zu beklagen, wäre der Ball im Tor gelandet, hätten wir das Spiel wahrscheinlich zu unseren Gunsten entschieden" meinte Zugs Coach Ergün Dogru (ex Thalwil) nach dem Abpfiff gegenüber der "Zentralschweiz am Sonntag". (ag)

Tuggen - Wettswil-Bonstetten 1:1 (0:1)
Tore: 9. Marjanovic 0:1. 80. Jakupov 1:1. 
Tuggen: Merlo; Tinner (74. Ugljesic), Herlea, Shala, Jaggy, Meier (91. Salija), Györky (82. Lanzendorfer), Stadler, Morina (68. Santana), Jakupov, Krasniqi.
Wettswil-Bonstetten: Baumgartner; Brüniger, Rüegger, Mollet (86. Loosli), Todzi, Peter, Studer, Miljkovic, Dzelili (81. Massaro), Marjanovic (65. Zoller), Lugo.

Höngg - Mendrisio 2:1 (1:0)
Hönggerberg. - 150 Zuschauer.
Tore: 41. Pepperday 1:0. 59. Riso 2:0. 76. Afonso (Foulpenalty) 2:1
Höngg: Blank, Constancio, Schreiner, Riso, Bétrisey, von Thiessen, Rodriguez (89. Dragusin), L. Georgis, Derungs (91. M. Georgis), Pepperday (86. K. Novo Priore), Kocayildiz (76. Gubler)

St. Gallen U-21 - Thalwil 4:0 (2:0)
Brühl. – 180 Zuschauer.
Tore: 40. Kucani 1:0. 45. (+2) Campos 2:0. 62. Jacovic 3:0. 91. Staubli 4:0.
Thalwil: Kessler; Egger (46. Chassanidis), Murati, Ferricchio, Maurer (46. Omerovic); Manca, Ismajlaj, Loue (56. Kilafu), Ardido (64. Mukinisa); Radovic, Mesonero.
Bemerkung: 76. Platzverweis Muheim (SG/2. Verwarnung).

Kosova - Red Star 1:1 (1:0)
Tore: 33. Bushati 1:0. 60. Durand (Penalty) 1:1.

Winterthur U-21 - Eschen/Mauren 1:2 (0:1)
Schützenwiese, Kunstrasen. – 100 Zuschauer. – SR: Schmölzer.
Tore: 1. Gadient 0:1. 47. Murati 0:2. 73. Mulaj 1:2.
Winterthur U-21: Milosavljevic; Marc Schmid (83. Krunic), Nezaj, Cavar, Wild; Chipra; Mulaj, Rama, Salij, Fabio Costa (52. Tanzillo); Ltaief (84. Ruberto).
Eschen/Mauren: Majer; Alessio Schmid (79. Chevalley), Thöni, Kavcic, Wolfinger; Gubser; Murati (75. Ospelt), Gadient (70. Willi), Fässler, Kühne (92. Bleisch); Bärtsch.

Baden - United Zürich 3:2 (0:1)
Esp. – 390 Zuschauer. – SR: Risi.
Tore: 39. Petrovic (Penalty) 0:1. 50. Spadanuda 1:1. 55. Diaw (Eigentor) 2:1. 90 (+21) Gmür 3:1. 90. (+25) Marques 3:2.
Baden: Ammeter; Maksimovic, Mooser, Matovic, Muff, Bieli (46. Spadanuda); Teichmann (90.+19 Gmür), Laski, Ladner, Jakovljevic (90. Häfeli); Bijelic (46. Schär).
United Zürich: Diaw; Mallo, Szokol, Alfredo, Gasane (96. Selimi); Turk (86. Hoti); Pinheiro (86. Nyerges), K. Dzaferi, Gertsch; Petrovic, Marques.
Bemerkungen: Platzverweise: 90. (+18) Hoti (UZ/Notbremse), 90. (+29) Gertsch (UZ/Tätlichkeit). Nach 60 Minuten ein 25-minütiger, verletzungsbedingte Unterbruch.

Gossau - Linth 04 1:4 (0:1)
Buechenwald. – 200 Zuschauer. – SR: Ghiseletta.
Tore: 31. Sabanovic 0:1. 48. Sabanovic 0:2. 53. Ismaili 0:3. 75. Sanchez 0:4. 92. Vuleta 1:4.
Gossau: Geisser; Hasler, Van der Werff, Estermann, Grin; Ledergerber, Lupo, Bruggmann (78. Bartucca), Coppola (78. Ljimani); Kouame (56. Vuleta), Uzunovic (66. Stacher).
Linth 04: Savanovic; Aeberli (82. Amendola), Feldmann, Thrier, Hren; Schindler (27. Agushi), Ismaili, Brezina, Sanchez (78. Carava); Budimir (70. Ebipi); Sabanovic.

Gruppe 2

Zug 94 - GC U-21 2:4 (1:2)
Herti-Allmend. – 260 Zuschauer. – SR Drmic.
Tore: 16. Shabani 1:0. 22. Fehr 1:1. 31. Bajrami (Penalty) 1:2. 57. Le Bigonsan 2:2. 79. Fehr 2:3. 92. Amzi 2:4.
Zug 94: Pastore; Weiss, Paglia, Wüest, Martino (46. Mangold); Peter; Shabani (86. Weiler), Fabbricatore (84. Waser), Burkard (28. Babic), Mehidic; Le Bigonsan.
GC U-21: Saipi; Dickenmann, Müller, Carlson, Da Silva Cabral; Njie (66. Ostrowski); Rustemoski, Bajrami; Fehr, Mata (93. Casciato), Ramadani (72. Amzi).

Letzte Änderung am Montag, 11 März 2019 22:56

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