Thalwil-Keeper Kessler ahnt die Ecke, bleibt aber gegen den scharfen Elfmeterschuss Miljkovics machtlos.

Wettswil bleibt Leader Baden auf den Fersen, United und Höngg verlieren

Thalwil-Keeper Kessler ahnt die Ecke, bleibt aber gegen den scharfen Elfmeterschuss Miljkovics machtlos.
Kaspar Köchli

  • 1. Liga
  • 15.04.2019
  • 23:28

Wettswil setzt sich gegen Thalwil knapp durch und etabliert sich so als ersten Verfolger von Erstliga-Leader Baden. United Zürich und Höngg verlierenn ihre Spiele. Red Star mit wenig hilfreichen Unentschieden.

Chancenlos: Höngg verliert gegen Leader
Die Stadtzürcher verlieren im Aargau gegen Tabellenführer Baden disskussionslos 0:3. Nach einer kurzen Phase des Abtastens zu Beginn, mit leichten Vorteilen auf Seiten der Gastgeber, gehen die Badener früh in Führung. Franek trifft in der 12. Minute nach einem Eckball zum 1:0.

Die Stadtzürcher können mit dem eingeschlagenen Tempo des Leaders nicht mithalten. Die Badener schaffen es aber nicht, trotz einigen Möglichkeiten, das Spiel schon vor der Pause zu entscheiden.

Zu Beginn der zweiten Hälfte sieht Luca Georgis nach einem harten Einsteigen direkt den roten Karton. Die Gäste aus Zürich schwächen sich so gleich selbst und müssen fast eine ganze Halbzeit in Unterzahl agieren.

Es dauert deshalb nur zehn Minuten bis die Hausherren aus dieser überzahl Profit schlagen können, Teichmann stellt das Score auf 2:0. Nur vier Minuten später erhöht Weilenmann mit einem Knaller auf 3:0. Den Höngger, die beherzt kämpfen und eigentlich einen soliden Auftritt hinlegen, gelingt auch der Anschlusstreffer nicht mehr. Auf der anderen Seite behaupten die Badener mit diesem Sieg die Tabellenspitze souverän.

Gesagt: "Auch einmal mit Unentschieden zufrieden geben"
Tuggen bleibt mit dem 1:1-Remis gegen Red Star an Wettswil dran, welches hinter dem unangefochtenen Leader Baden den begehrten zweiten Tabellenplatz belegt. 

Es war kein Fusballleckerbissen auf der Brunau, die Partie zwischen Red Star und Tabellennachbar Tuggen war geprägt von Kampf und vielen Unterbrüchen. Der Spielfluss wollte auch aufgrund der äusseren Bedingungen nicht so richtig aufkommen und es entwickelte sich eine ereignisarme Partie mit wenigen Torchancen.

Die Märchler bestimmten zwar die Gangart des Spiels über weite Strecken, doch wirklich etwas mit der Überhand anzufangen wussten sie nicht. Die Zürcher standen sehr kompakt, so dass auch der besten Offensive der Liga nur wenig gelingen wollte. 

So waren es dann auch die Einheimischen, die nicht ganz dem Spielverlauf entsprechend in Führung gingen. Nach einem Freistoss ging Steiger in Tuggens Abwehr vergessen und er schoss die Hausherren mit einer sehenswerten Direktabnahme in Front.

Der Vorsprung spielte den Rotsternen in die Karten, die Taktik schien aufzugehen und die eigene Defensive wurde weiter verstärkt. So drückten die Tuggener vehement auf den Ausgleich, und die Gastgeber konnten sich kaum mehr aus der eigenen Hälfte befreien.

Erst knapp fünf Minuten vor Spielende zahlte sich das Tuggner Anrennen aus, auf kuriose Art und Weise. Nach einer seitlichen Hereingabe nickte Morina zum vermeintlichen Ausgleich ein. Der Jubel blieb den Tuggnern im Halse stecken, denn der Schiedsrichter gab den Treffer nicht.

Zum Erstaunen aller zeigte der Unparteiische aber auf den Elfmeterpunkt. Was er genau gesehen hatte, blieb sein Geheimnis. Jakupov nahm die Einladung an und verwandelte den Strafstoss sicher zum Ausgleich. 

Tuggens-Trainer Adrian Allenspach meinte hernach gegenüber dem "March-Anzeiger": "Wir müssen uns auch mal mit einem Unentschieden zufriedengeben, wir nehmen den Punkt mit nach Hause, arbeiten weiter hart und schauen nach vorne.“

Revierderby: Thalwil verliert gegen Wettswil
Die Gäste aus Wettswil kamen gegen Thalwil zu einem knappen aber umso wichtigeren 2:1-Sieg. Die Wettswiler grüssen nach diesem Erfolg wieder vom zweiten Tabellenrang. Die von Jérôme Oswald trainierten Säuliämtler waren über das ganze Spiel gesehen die bessere Mannschaft, die Thalwiler hingegen wurden für eine gute kämpferische Leistung nicht belohnt. 

Die Taktik von Thalwil-Trainer Bolli, das eigene Tor möglichst lange sauber zu halten, ging nicht auf. Wie schon gegen Höngg und Tuggen gerieten die Gastgeber früh in Rückstand. In der 8. Minute musste Thalwil-Keeper Kessler bereits das erste Mal hinter sich greifen und Marjanovic konnte sich nach seiner sehenswerten Direktabnahme als Torschütze feiern lassen.

Nach diesem frühen Rückschlag entwickelte sich Thalwil zu einem ebenbürtigen Gegner, jedoch waren gefährliche Torszenen auf beiden Seiten bis zum Pausenpfiff Mangelware. Das Geschehen verlagerte sich zwischen die beiden Strafräumen, ins Mittelfeld und so ging es mit einem knappen 1:0 für die Gäste in die Kabine. 

Nach dem Pausentee erwachten die Mannschaften und die Begegnung wurde intensiver. In der 67. Minute konnten die Gäste dann schliesslich die Führung ausbauen. Thalwils Torhüter Kessler holte den heranrauschenden Dzelili im Strafraum von den Beinen, was eine gelbe Karte und einen Penalty zur Folge hatte. Miljkovic verwandelte unhaltbar zum 2:0 für die Wettswiler. 

Die Linksufrigen kämpften danach trotz Unterzahl (Loue sah zwei Mal Gelb wegen Reklamierens) weiter. Die Wettswiler verpassten es ihrerseits die umkämpfte Partie mit einem weiteren Treffer endgültig zu entscheiden. Der Anschlusstreffer in der 90. Minute durch Ardito brachte zum Schluss nochmals Hektik auf, fiel aber letztlich zu spät, um den Thalwilern noch einen Punkt zu sichern.    
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Getrennt: Kosova und Winterthur mit Remis
Die Reserven aus Winterthur können mit diesem 2:2- Unentschieden zufrieden sein. Ein solches Resultat gegen Kosova, das zu den erfahrenen Teams dieser Gruppe gehört kann sich durchaus sehen lassen. Mit ein wenig mehr Kaltschnäuzigkeit hätte man diese Partie sogar gewinnen können, wenn nicht müssen.

Winterthur leistete sich zudem einige unnötige Unkonzentriertheiten. So war es kein Zufall, dass die beiden Gegentreffer jeweils kurz nach ihrem Führungstor fielen. Mulaj leistete sich zudem den Luxus, kurz nach dem 2:2-Ausgleich, einen Elfmeter nonchalant zu verschiessen. 

Den Kopfballtreffer von Hamdiu in der 26. Minute beantwortete Kosova in Person von Dein Berreiro nur eine Minute später mit dem 1:1-Ausgleichstreffer.Nach der Pause bedeutete ein Weitschuss Salijis das 2:1 und die erneute Führung für die Winterthurer. Wiederum liess die Reaktion der Gäste aus Zürich aber nicht lange auf sich warten. Weller, einst bei Winterthur unter Vertrag, erzielte in der 57. Minute den erneuten Ausgleich. Sein Treffer besiegelte das Schlussresultat.

Enttäuschung: United muss weiter auf Sieg warten
United Zürich verliert gegen Linth 04 zu Hause 1:3. Dies obwohl die Gastgeber aggressiv und spielstark in die Partie starteten. Die Zürcher versuchten die Räume eng zu machen und brachten die Glarner schon früh im Spielaufbau in Bedrängnis. Ihre offensive Spielart war jedoch oft zu kompliziert und der letzte Pass häufig zu ungenau. 

Linth 04 auf der anderen Seite agierte schnell und geradlinig nach vorne. In der 27. Minute wurde dies ein erstes Mal belohnt. United-Keeper Diaw holte Pizzi von den Beinen und Feldmann verwandelte den fälligen Elfer souverän. Die Stadtzürcher waren bemüht zu reagieren, doch die Glarner fanden jetzt immer mehr zu ihrem Spiel und bestimmten die Gangart mit zunehmender Spieldauer. So erhöhte Pizzi in der 34. Minute das Score auf 2:0. 

Nach der Pause versuchten die Gastgeber zwar nochmals Druck aufzubauen, doch sie waren nicht mehr so präsent wie zu Beginn des Spiels und es war weiterhin Linth, das die besseren Offensivaktionen hatte. Nach 53 Minuten konnten sie durch Carava sogar auf 3:0 erhöhen. Kurz vor Schluss kam Zürich United dann durch Petrovic noch zu seinem Ehrentreffer, mehr als Resultatkosmetik war dieser Treffer aber nicht. (ag)

Baden - Höngg 3:0 (1:0)
Esp. – 420 Zuschauer. – SR Monnin.
Tore: 12. Franek 1:0. 60. Teichmann 2:0. 64. Weilenmann 3:0.
Baden: Ammeter; Maksimovic (61. Weilenmann), Matovic, Franek, Mooser (72. Stump), Muff; Teichmann (66. Schär), Laski, Ladner, Spadanuda; Gmür (66. Boakye).
Höngg: Blank; Rutz, Dragusin (33. Riso), Schreiner, Bétrisey; Constancio (63. Rodriguez), von Thiessen (63. M. Georgis), Forny, L. Georgis; Derungs; Wiskemann (78. Gubler).
Bemerkung: 49. Platzverweis L. Georgis (H/grobes Foul). 

Thalwil - Wettswil-Bonstetten 1:2 (0:1)
Tore: 8. Marjanovic 0:1. 67. Miljkovic (Penalty) 0:2. 90. Ardito 1:2.
Thalwil: Kessler; Maurer, Chassanidis, Murati, Manca; Loué; Ardito, Ismajlaj (71. Radovic), Omerovic (71. Del Pilato), Cissé (74. Aydin); Mukunisa.
Wettswil-Bonstetten: Baumgartner, Brünniger, Capone, Dzelili (83. Zoller), Marjanovic, Miljkovic (87. Gashi), Mollet, Peter, Rüegger, Studer, Todzi (78. Massaro) 
Bemerkung: 70. Platzverweis Loué (T/2. Verwarnung).

Red Star - Tuggen 1:1 (1:0)
Tore: 44. Steiger 1:0. 86. Jakupov (Penalty) 1:1.

Kosova - Winterthur U-21 2:2 (1:1)
Juchhof (Kunstrasen). – 100 Zuschauer. – SR Tonini.
Tore: 26. Hamdiu 0:1. 27. Barreiro 1:1. 54. Saliji 1:2. 57. Weller 2:2.
Kosova: Proietti; Thaqi, Aliji, Sulimani, Muharemi; Buqaj, Lazri (82. Sadikaj); Weller, Bushati (64. Doda), Barreiro; Foniqi.
Winterthur U-21: Hoxha; Stettler (63. Kargbo), Cavar, Schmid, Wild (63. Pauli); Hamdiu, Abedini; Sutter (63. Tanzillo), Saliji (86. Rama), Mulaj; Fabio Costa.
Bemerkung: 62. Mulaj (W) schiesst Foulpenalty neben das Tor.

United Zürich - Linth 04 1:3 (0:2)
Buchlern. – 100 Zuschauer. – SR: Meier.
Tore: 27. Feldmann (Foulpenalty) 0:1. 34. Pizzi 0:2. 53. Carava 0:3. 92. Petrovic 1:3.
United Zürich: Diaw; Szokol, Bryan (88. Aemi), Gertsch, Petrovic, Selimi, I. Dzaferi (66. Gasane), Turk, Ljumani (77. Medouani), Marques, K. Dzaferi.
Linth 04: Lo Russo; Aeberli (75. Amendola), Feldmann, Thrier, Hren; Agushi, Carava, Brezina, Ebipi (61. Kälin); Pizzi (61. Schindler), Sanchez.

Gruppe 2:

GC U-21 - Zofingen 1:1 (0:0)
Campus Niederhasli. – 150 Zuschauer. – SR: De Luca.
Tore: 71. Mata 1:0. 91. Rakovan 1:1.
GC U-21: Saipi; Goelzer (69. Dickenmann), Souare, Carlson, Da Silva; Ramadani (84. Ostrowski), Bajrami (46. Aliu), Müller; Malle (46. Mata), Rustemoski, Fehr.
Zofingen: Bossert; Sieber, Künzli, Rakovan, Ajil; Dibrani (61. Schwegler), Fernandes Da Silva, Almedin Hodzic, Scioscia; Halimi; Anel Hodzic (76. Arciresi).

Letzte Änderung am Montag, 15 April 2019 23:28

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