Keine Tore und trotzdem viel Brimborium: Wiesendangens Fans verabschieden ihre verdienten Recken.

Veltheim muss absteigen – Phönix bleibt an Leader Bassersdorf dran

Keine Tore und trotzdem viel Brimborium: Wiesendangens Fans verabschieden ihre verdienten Recken.
Ramon Fritschi

  • 2. Liga
  • 11.06.2019
  • 07:41

Noch immer kein Entscheid im Aufstiegsrennen. Für den SC Veltheim kommt hingegen jede Hilfe zu spät – die Winterthurer stehen als dritter Absteiger der Zweitliga-Gruppe 2 fest.

Enttäuschung: Veltheim muss nach drei Jahren zurück in 3. Liga
In der letzten Saison zog der SC Veltheim noch knapp den Kopf aus der Schlinge. Doch nun müssen die Winterthurer – nach insgesamt drei Saisons in der 2. Liga – dran glauben. Mit dem 2:4 gegen Diessenhofen steht die Relegation des SCV nämlich bereits vor dem letzten Spieltag der Gruppe 2 fest.

"Das Spiel war ein Spiegelbild unserer gesamten Saison. Zu viele individuelle Fehler führten schliesslich zum Abstieg. Vom ersten Spieltag haben wir uns zu viele Eigenfehler geleistet, der Abstieg hat sich in den letzten Wochen leider abgezeichnet", blickte SCV-Trainer Richard Oswald im "Landbote" zurück.

Allerdings wäre selbst bei einem Sieg nichts mehr zu machen gewesen. Dies weil die direkt über dem Strich klassierten Gossau (4:1 über Wallisellen) und Brüttisellen-Dietlikon (4:2 in Schwamendingen) ihre Aufgaben ebenso erfüllten.

Entsprechend gross war die Erleichterung beim FCG. "Wir haben eine Gurken-Saison anständig zu Ende gebracht", meinte nämlich Assistenztrainer Andreas Häsler gegenüber dem "Zürcher Oberländer".
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Nachgelegt: Phönix erfüllt die Pflicht
An der Tabellenspitze hatten sich im Vorfeld der Runde die Verantwortlichen des FC Bassersdorf wohl berechtigte Hoffnungen auf einen Oerliker Sieg gegen Phönix Seen gemacht. Nur: Der drittklassierte Fusionverein erfüllte die Erwartungen bei der 2:4-Heimniederlage nicht. Die Winterthurer lagen schon nach 28 Minuten 2:0 in Front, und auch auf das zwischenzeitliche Anschlusstor folgte im Verlauf der zweiten Hälfte ein Reaktion.

"Wir haben teilweise sehr gut gespielt und konnten eine starke Reaktion auf die Niederlage vom letzten Wochenende zeigen. Schön, dass wir die Entscheidung vertagen und den Druck aufrechterhalten konnten", sagte Phönix-Coach Abramo D'Aversa.

Tatsächlich wird der Aufsteiger damit erst am nächsten Sonntag ermittelt. Der FC Phönix Seen gastiert dann bei den Schaffhauser Reserven, Leader Bassersdorf muss sich beim FC Unterstrass durchsetzen um die Leaderstellung zu halten respektive wirklich aufzusteigen. Für den FCB wäre es der zweite Sprung in die Interregio, nach dem ersten Versuch in der Saison 2007/08.

Gesagt: "Am Ende hätte es 8:6 heissen können"
Die Unterländer hatten bereits am Donnerstag mit einem ungefährdeten 5:3-Sieg gegen Absteiger Oberwinterthur vorgelegt. Nach rund einer Stunde stand es 4:0, ehe es der FCB etwas ruhiger anging und schliesslich in der Schlussphase noch zwei Treffer einstecken musste.

"Es ist schade, dass wir uns das Leben mit Eigenfehlern selbst schwer gemacht haben. Das Resultat war nach 45 Minuten zu hoch. Am Ende hätte es auch 8:6 heissen können", sagte FCO-Assistenztrainer Sasa Rakic.

Überzeugend: Unterstrass lässt FCS II keine Chance
Bassersdorfs letzte Gegner Unterstrass konnte sich derweil mit 4:1 gegen die Reserven des FC Schaffhausen durchsetzen. Vor allem in der zweiten Halbzeit zeigte sich der FCU von seiner besten Seite und bot immer wieder ausgezeichnete Spielzüge.

"Es war eine intensive Partie, ich bin mit der Leistung zufrieden“, bilanzierte FCU-Trainer Robert Hüsser.
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Abschied: Wiesendangens Fans lassen zwei abtretende Akteure hoch leben
Sportlich nichts mehr auf dem Spiel stand im Duell zwischen Wiesendangen und Greifensee. Beide Teams hatten schon zuvor den Ligaverbleib sichergestellt.

Und so waren beim torlosen 0:0-Remis mit Stefan Bestler und Daniele Luzza zwei verdiente FCW-Kräfte im Zentrum. Wiesendangens Hardcore-Anhang feierten die abtretenden Akteure lautstark mit Pyros und Spruchbändern.

"Man sah, dass es um nicht mehr viel ging. Das Unentschieden geht sicherlich in Ordnung", vermerkte Wiesendangens Trainer Stephan Meili.

Zufrieden: Brüttisellens Trainer zieht positive Bilanz
Nachdem der FC Schwamendingen vor Wochenfrist gar nicht angetreten war (und 0:3 forfait verlor), konnte der inferiore Absteiger beim 2:4 gegen Brüttisellen-Dietlikon für einmal den Schaden zumindest in Grenzen halten. Und dennoch standen die Stadtzürcher einmal mehr weit von einem Punktgewinn entfernt.

Schon kurz nach der Halbzeit führten die Gäste nämlich komfortabel 3:0. FCBD-Trainer Robert Merlo zog entsprechend zufrieden Rückrundenbilanz. Es habe sich gezeigt, was man alles mit mehr als 100 Prozent Einsatz herausholen können, liess er gegenüber "züriost.ch" verlauten.

Bassersdorf - Oberwinterthur 5:3 (3:0)
200 Zuschauer. – SR: Rexha.
Tore: 6. S. Zambelli 1:0. 14. G. Zambelli 2:0. 30. Tinner 3:0. 59. G. Zambelli 4:0. 68. Recupero 4:1. 77. Tinner 5:1. 82. Egger 5:2. 87. Itani 5:3.
Bassersdorf: Thüring; Iino (77. Ekli), Hruska, Barbey, Schmid; G. Zambelli (77. Asani), Copat (70. Schaich), S. Zambelli, Tinner; Borges; Teixeira.
Bemerkung: 53. Pfostenschuss Borges (B).

Wallisellen - Gossau 1:4 (0:2)
Sportzentrum. – 110 Zuschauer. – SR: Jerkic.
Tore: 7. De Nunzio 0:1. 44. Kündig (Foulpenalty) 0:2. 47. J. Müller 0:3. 57. 1:3. 75. Limata 1:4.
Wallisellen: Appenzeller, Calderazzo (50. Heiniger), Koide, Caroli, Aydin (61. D. Fernandes), M. Fernandes (46. Gömüldu), Rueda (71. Mataj), Moor, Sipar (78. Alimi), Figueiredo, Schenker,
Gossau: Ege; Dörig, Meyer, Alves, De Nunzio (61. Carnuccio); Kündig, J. Müller (84. Casutt), Gashi (80. L. Müller), Meier (63. Perot); Niffeler, Limata (75. Christen).
Bemerkungen: Platzerweise: 51. Figueiredo (W/2. Verwarnung), 88. Mataj (W/Unsportlichkeit).

Unterstrass - FC Schaffhausen II 4:1 (2:1)
Steinkluppe. – 80 Zuschauer. – SR: Hofmann.
Tore: 13. Bandli 1:0. 26. Vukasinovic 1:1. 44. Ottiger 2:1. 59. Bandli 3:1. 63. Okorie 4:1.
Unterstrass: Keller; Punnackalkilukken, Schacher, Reho, Tippmann (69. Gigli); Meszares (46. Sall), Muggli (65. Ammann), Freid, Höttges (46. Okorie); Ottiger (69. Mebes), Bandli.

Diessenhofen - Veltheim 4:2 (2:1)
Tore: 2. Zwahlen 1:0. 6. Cecco 1:1, 16. Rüedi 2:1. 60. Scheiwiler 3:1. 81. Buchmann 3:2. 92. Gü. Gülay 4:2.
Diessenhofen: Hoxha; Gö. Gülay, Kaninke, Luma, Brütsch, Stelz (57. Fuchs), L. Aulisio (57. Gü. Gülay), Züst, Rüedi, Zwahlen (62. Gnädinger), Scheiwiler (79. Keller).
Veltheim: Krähenbühl; Brütsch, Huwiler, Odermatt (87. B. Bajrami), Lauria, A. Bajrami, Z. Fresneda, Michienzi, Buchmann, Cecco, Jakupov (46. Banhegyi).

Schwamendingen - Brüttisellen-Dietlikon 2:4 (0:2)
Heerenschürli. - 100 Zuschauer.
Tore: 10. Meckes 0:1. 44. Anioke 0:2. 47. Anioke 0:3. 62. Salkic (Foulpenalty) 1:3. 88. Zecirovci 1:4. 89. Dordevic 2:4.
Schwamendingen: Andrianello; Vieira Rodrigues M., Lakbar, Ilic, Tomic; Gesevic, Salkic, Rosa Do Nascimento (74. Stankovic), A. Sisic (63. Apostolovic), Mutumbua (68. Ombhollo) ; Dordevic
Brüttisellen-Dietlikon: S. Krebs, P. Quattrocchi, Meckes, Djukaric, Adili (80. Lamprecht), Merlo, D. Krebs, Zecirovci, Anioke (78. Barigliano), Azevedo (75. Amzai). S. Ben Mahfoudh (74. Senn).

Wiesendangen - Greifensee 0:0
Rietsamen. – 275 Zuschauer.
Wiesendangen: Frauenfelder; Trecek (71. Etzensperger), Scherrer, Müller, Misteli; T. Meli (87. Zgraggen), Castro Mendes, Luzza (87. Graf), F. Meli, Barth (58. Meier); Brehm (46. Osta).
Greifensee: Wittensöldner; Risi, Strebel, Unholz, Grüter (85. Schneiter); Stella, Fikic, Burkart, Brändli; Aabdouri (78. Leu), Niklaus (71. Jenni).

Oerlikon/Polizei - Phönix Seeen 2:4 (1:2)
Tore: 9. M. Yildiz 0:1. 28. Smiljanic 0:2. 30. Albiez 1:2. 66. Igbeta 1:3. 75. Petrovic 1:4. 77. Albiez 2:4.
Phönix Seen: Pekalski; Galasso, Bolli, Braun, Dobler; Cirillo (86. Dogru), Malis, Petrovic (89. Ferraro), Igbeta; Smiljanic (76. U. Yildiz), M. Yildiz.

Letzte Änderung am Dienstag, 11 Juni 2019 07:41

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