Die Bassersdorfer Spieler lassen sich nach dem Aufstieg feiern.

Bassersdorf mit viel Kampf zum Aufstieg

Die Bassersdorfer Spieler lassen sich nach dem Aufstieg feiern.
Ramon Fritschi

  • 2. Liga
  • 17.06.2019
  • 10:08

Der FC Bassersdorf steigt in die 2. Liga interregional auf. Für das Resultat der letzten Spieltags sorgte aber der SC Veltheim mit dem 11:1-Kantersieg im Absteigerduell gegen Schwamendingen.

Geschafft: Bassersdorf behält die Nerven
Der FC Bassersdorf nimmt einen neuen Anlauf in der 2. Liga interregional. Mit einem hartumkämpften 3:2-Sieg gegen Unterstrass konnten die Unterländer den Tabellenzweiten Phönix Seen auf Distanz halten und schafften somit den Aufstieg. Bereits in der Saison 2007/08 spielte der FCB während einer Saison lang auf dieser Stufe.

Die Bassersdorfer lieferten sich von Beginn weg einen harten Zweikampf mit dem ewigen Favoriten Phönix Seen, in den auch kurzzeitig Oerlikon/Polizei miteingriff. Dem Fusionsklub fehlte aber über die gesamte Meisterschaft hinaus die Konstanz um ein ernsthafter Kandidat zu sein.

Ganz anders der FCB: Wie in früheren Jahren zählte er bereits im Vorfeld zu den möglichen Aufstiegkandidaten. Nicht zuletzt deshalb weil mit dem Engagement von Trainer Gianni Lavigna auch gleich zahlreiche externe Zuzüge getätigt wurden.

Den Bassersdorfern wurde im letzten Spiel gegen Unterstrass nichts geschenkt. Er geriet schon früh in Rückstand, konnte aber schon bald ausgleichen. Zur endgültigen Wende kam es erst im Verlauf der zweiten Hälfte, nach einem umstrittenen Penalty (das Foul geschah ausserhalb des Strafraums). Gino Zambelli war es egal, er verwandelte cool zur Führung. Nur wenig später konnte der ehemalische "Ländle"-Nationalspieler Yves Oehri zum 3:1 nachdoppeln.

Der Match schien entschieden. Weit gefehlt: Der FCU gelang per Elfmeter das Anschlusstor (86.). Es folgte nochmals ein paar bange Momente für die Gäste bis zum Schlusspfiff.

Gesagt: Ich wollte das Team für mich gewinnen, und das ist mir gelungen"
Gegenüber dem "Landbote" sprach Gianni Lavigna hernach von einer Genugtuung. "Ich wollte das Team für mich gewinnen, und das ist mir gelungen. Ob er aber überhaupt den FCB in der kommenden Saison in der 2. Liga interregional betreuen werde, dazu wollte sich aber weder er noch die Spieler äussern. "Ich weiss noch nicht, was nächste Saison ist. Jetzt wird erst einmal gefeiert", sagte Captain Severin Zambelli.
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Gut informiert waren die Bassersdorfer am Sonntagnachmittag auch jederzeit über die Geschehnisse in Schaffhausen, wo Verfolger Phönix Seen einen ungefährdeten (aber letztlichen nutzlosen) 6:2-Erfolg feierte.

Als fatal erwies sich für die Seemer mit Blick auf die letzten Wochen das 1:3 in Greifensee. Damit gaben sie drei Runden vor dem Meisterschaftsende die Tabellenführung preis. Entsprechend hin- und hergerissen war Phönix-Coach Abramo D'Aversa. "Das müssen wir erst einmal verarbeiten», betonte er und sagte zugleich. "Es war ein gutes Jahr für uns, auf das wir eigentlich stolz sein können."

Deklassiert: Veltheim setzt Schwamendingen dem Gespött aus
Im Schatten des Zweikampfs an der Tabellenspitze verkamen die weiteren Spielen zu Nebenschauplätzen. Der SC Veltheim verabschiedete sich aber immerhin mit einem 11:1-Kantersieg über das inferiore Schwamendingen aus der 2. Liga.

"Zum Gespött gemacht", titelte der Berichterstatter des Stadtzürcher Quartiervereins in seinem letzten Matchbericht der Saison. Tatsächlich: In 26 Partien brachte der FCS keinen einzigen Sieg zustande. Das Torverhältnis von 29:111 spricht Bände.

Beim siegreichen SCV meinte Trainer Richard Oswald. "Wir wollten dieses letzte Spiel unbedingt noch gewinnen. Meine Spieler suchten immer wieder den Weg nach vorne und wollten mehr Tore erzielen."

Überzeugend: Der erstarkte FC Diessenhofen
Zu den Teams der Rückrunde zählt aber zweifellos der FC Diessenhofen. Mit einer bärenstarken zweiten Meisterschaftshälfte kämpften sich die Thurgauer noch bis auf Platz 4.

Beim 2:1-Sieg in Gossau hatten die Gastgeber zunächst die besseren Gelegenheiten. Diessenhofen seinerseits kam zu keiner deutlichen Abschlussmöglichkeit. Alessio Perot war vorerst der einzige Torschütze. Er profitierte von einem Zögern von FCD-Schlussmann Besfort Hoxha beim Herauslaufen.

In der zweiten Hälfte trat Diessenhofen wie verwandelt auf, wies ein bedeutend besseres Zweikampfverhalten auf und nahm insbesondere in der Angriffsauslösung das Heft in die Hand. Lukas Züst führte im Mittelfeld mit viel Übersicht Regie. Eine raffinierte Freistossvariante schloss Joel Kaninke zwanzig Minuten vor Schluss mit dem Ausgleich ab und nur wenige Minuten später machte Thomas Gnädinger mit seinem Kopfballtor dem FC Diessenhofen sein persönliches Abschiedsgeschenk.
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Getroffen: Zwei Greifenseer Doppelpacks
Zumindest noch auf Platz 6 verbessern konnte sich der FC Greifensee mit einem weitgehend ungefährdeten 5:0-Heimerfolg über Oerlikon/Polizei. Als Doppeltorschützen zeichneten sich nach der Pause die eingewechselten Jamin Aabdouri und Dino De Bon aus.
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Gewendet: Brüttisellen mit viel Moral erfolgreich
Hinter Greifensee folgt bereits der FC Brüttisellen-Dietlikon, der mit dem 3:2-Erfolg über Wiesendangen die Meisterschaft als bester Neuling der Gruppe 2 abschloss. Gegen den FCW geriet er zwar 0:1 respektive in Rücklage, die Reaktion folgte aber immer postwendend. Und Marvin Meckes setzte mit seinem Tor in der Nachspielzeit der starken Brüttiseller Rückrunde das i-Tüpfelchen auf.

"Perfekt, besser geht's nicht, das wären nie erwartet, freute sich FCBD-Assistenztrainer Claudio Spiegel im "Zürcher Oberländer".

Und einen gelungenen Abschluss feierte auch der FC Wallisellen. Die Glattaler verabschiedeten den FC Oberwinterthur mit einem 3:0-Auswärtserfolg in die 3. Liga.
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Oberwinterthur - Wallisellen 0:3 (0:0)
Sportzentrum. – 60 Zuschauer. – SR: Lekaj.
Tore: 50. D. Fernandes 0:1. 68. D. Fernandes 0:2, 82. Rueda 0:3.
Oberwinterthur: Zmajlaj (65. Weber); Tapia, Itani, Rakic (65. De Donno), Barbosa; Estigarribia, Hasani (59. Almeida), Recupero (75. Brovelli), Sego, Geithner; Sposato.
Wallisellen: Corbo, Moor, Koide, Caroli, Aydin (27. Calderazzo), M. Fernandes (59. Gömüldu), Heiniger, Sipar, Schenker (64. Rueda), D. Fernandes (75. Alimi), Memeti.

Gossau - Diessenhofen 1:2 (1:0)
Tore: 31. Perot 1:0. 69. Kaninke 1:1. 74. Gnädinger 1:2.
Gossau: Fankhauser; Meyer, Casutt, Tiago Alves, De Nunzio, L. Müller, Kündig, Dörig, Meier (80. Gashi), Perot (46. Niffeler), Limata (71. J. Müller).
Diessenhofen: Hoxha, Brütsch, Kaninke, F. Luma, Gö. Gülay, L. Aulisio, A. Aulisio (46. Gnädinger), Züst, Rüedi (80. Keller), Zwahlen, Scheiwiler.
Bemerkung: 68. Platzverweis Tiago Alves (G/2. Verwarnung).

Greifensee - Oerlikon/Polizei 5:0 (1:0)
Grossriet. - 180 Zuschauer. - SR: Marcantonio.
Tore: 40. Jenni 1:0. 55. Aabdouri 2:0. 73. De Bon 3:0. 80. Aabdouri 4:0. 85. De Bon 5:0.
Greifensee: Wittensöldner; Risi, Laue, Unholz, Grüter (83. Preghenella), Stella (85. Arenillas), Fikic (65. De Bon), Burkart (64. Leu), Jenni, Aabdouri, Schneiter (72. Niklaus).
Oerlikon/Polizei: De Almeida; Lopez, Lötscher, Nyarko, Carneiro; Eralp (66. Frangella), Vogel, Albiez, Rudin (84. Hilali); Gloria (66. Matumona), Blumenthal.

FC Schaffhausen II - Phönix Seen 2:6 (0:5)
Tore: 12. Mottola 0:1. 23. M. Yildiz 0:2. 27. M. Yildiz 0:3. 33. M. Yildiz 0:4. 40. Malis 0:5. 55. Mottola 0:6. 66. Arstani 1:6. 90. D. Petrovic 2:6.
Phönix Seen: Arlotta; Galasso (76. Cirillo), Braun, Bolli, Dobler (60. Dogru); Igbeta (78. Hajadi), Mottola (75. Ferraro), A. Petrovic, Zekiri; Malis; M. Yildiz (78. U. Yildiz).

Veltheim - Schwamendingen 11:1 (3:0)
Flüeli. - 70 Zuschauer. – SR: Dillmann.
Tore: 7. Jakupov 1:0. 44. Tapia Parra 2:0. 45. Dauti 3:0. 53. Gemperli 4:0. 60. Michienzi 5:0. 62. Buchmann 6:0. 64. Tomic (Foulepenalty) 6:1. 70. Michienzi 7:1. 77. Dauti 8:1. 83. Huber 9:1. 85. Huber 10:1. 87. Banhegyi 11:1.
Veltheim: Zingg; F. Lauria, Gemperli (65. Huber), Odermatt, L. Lauria; Celebi, Dauti, Tapia Parra, Buchmann, Michienzi; Jakupov (62. Banhegyi).
Schwamendingen: Andrianello; Mikari (76. Pacolli), Lakbar, Batista (82. A. Dalipi), Tomic; Do Nasciento; Vieira Rodrigues, M. Sisc (59. Hansen), Dordevic (76. Miglietta), Cipf (82. X. Dalipi) ; Arhin.

Unterstrass - Bassersdorf 2:3 (1:1)
Steinkluppe. – 150 Zuschauer. – SR Studer.
Tore: 4. Freid 1:0. 8. G. Zambelli 1:1. 65. S. Zambelli (Foulpenalty) 1:2. 69. Oehri 1:3. 86. Sall (Foulpenalty) 2:3.
Unterstrass: Keller; Sall, Paramananthan (52. Höttges), Ammann, Freid (77. Muggli), Miller (63. Ottiger), Gigli (55. Bandli), Reho, Tippmann; Punnackalkilukken, Schacher.
Bassersdorf: Thüring; Barbey, Hruska, Oehri, Schmid; G. Zambelli, Copat, S. Zambelli, Borges; Teixeira (94. Tsakmakidis), Tinner (85. Schweizer).

Brüttisellen-Dietlikon - Wiesendangen 3:2 (1:1)
Tore: 3. Oehninger (Foulpenalty) 0:1. 35. Lamprecht (Foulpenalty) 1:1. 62. T. Meli 1:2. 67. S. Ben Mahfoudh 2:2. 91. Meckes 3:2.
Brüttisellen-Dietlikon: Hirzel, P. Quattrocchi, Meckes, Djukaric, Lamprecht (58. Adili), D. Krebs, Amzai (52. Anioke), Barigliano, (70. Coehlo), Senn (46. Kulicji) S. Ben Mahfoudh, D, Quattrocchi (84. A. Ben Mahfoudh).
Wiesendangen: Frauenfelder; Misteli, Müller, Scherrer, Trecek (67. Schwaninger); Barth (75. Luzza), Osta, Oehninger, T. Meli, Bestler; Oertli (34. Zgraggen).
Bemerkung: 34. Platzverweis Frauenfelder (W).

Letzte Änderung am Montag, 17 Juni 2019 10:08

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