Bläst der FC United Zürich noch zur Aufholjagd?

Bläst der FC United Zürich noch zur Aufholjagd?


  • 2. Liga inter
  • 25.09.2019
  • 09:24

Wird der FC United Zürich weiter durchgereicht? Gut möglich. Nach sieben Runden ist das Interregio-Team in der Gruppe 6 noch immer ohne Zähler. Und dennoch: Nach zahlreichen Transfers könnte es schon bald das erste Erfolgserlebnis geben.

Am Anfang stand nach dem Spieler-Exodus das 1:17-Debakel gegen Chur, gefolgt von der 0:3-Forfait-Niederlage gegen Uzwil aufgrund zuwenigen Spielern. Beim Erstliga-Absteiger United Zürich "scheinen langsam aber sicher die Lichter auszugehen", kommentierte da bereits der "Rheintaler". Und der "Tages-Anzeiger" sprach vom "Endstadium eines Zerfalls".

Der Verein hat mittlerweile den nächsten Führungswechsel hinter sich. Für die Spielergewerkschaft SAFP übernahm im Sommer der Arzt Ali Gibreil. Doch immerhin: Für den sportlichen Bereich sind weiter die Dzaferis verantwortlich. Kustrim fungierte bereits in der vergangenen Saison als (Spieler-)Trainer, Indrit wirkt als Torjäger und Ferdi ist der Sportchef.

Sieben Spiele, sieben Niederlagen
Mittlerweile sind sieben Runden in der 2. Liga interregional gespielt und United ist erwartungsgemäss weiterhin abgeschlagen am Tabellenende der Gruppe 6 – mit einem Torverhältnis von 7:46.

Und doch scheint bei den Stadtzürchern ein leiser Posititvtrend zu erkennen. Beim 0:2 gegen Weesen fiel das entscheidende zweite Gegentor erst in der Nachspielzeit, gegen Amriswil (2:6) sowie Bazenheid (2:5) lag das Team zwischenzeitlich sogar in Führung.

Es zeigt: Die Hoffnung ist durchaus vorhanden. Es sei "nicht fünf vor, sondern fünf nach zwölf", um ein anständiges Team zusammenzustellen, liess Kustrim Dzaferi schon Mitte August verlauten. Und: "Sie wollen jetzt ihre Kontakte nutzen".

Tatsächlich hat die Führungscrew in der Zwischenzeit mächtig gewirbelt. Im letzten Match gegen Bazenheid stand im Vergleich zum Startspiel gegen Chur nebst den drei Dzaferis nur noch Visar Mehmedi als Einwechselspieler im Aufgebot. Die restlichen Spieler kamen allesamt in den letzten Wochen neu dazu.

Eine Reihe von neuen Spielern
Und unter den Hoffnungsträgern hat es einige Alt-Bekannte. Da ist beispielsweise Rückkehrer William Gerken, der in der Saison 2016/17 schon einmal für United Zürich in der Promotion League auflief. Zuletzt spielte der 25-Jährige für die zweite Mannschaft von Rheindorf Altach (AUT).

Oder dann Pierre Eggmann, der weitgereiste Globetrotter (u.a. Oerlikon/Polizei, Wettswil-Bonstetten, Veszprem, Malchower SV etc). Noch zum Saisonbeginn hatte der 30-Jährige erst ein Comeback beim Zweitligisten Wallisellen gegeben.

Aus Dietikon stiessen Filip Markovic und Eric Arekhandia hinzu. Ebenso neu sind Valton Arifi (zuletzt Horgen), Andrés Pablos (YF Juventus), Samuel Yebra (Höngg) und Cédric Ribaut (Adliswil).

Zwei Auslandtransfers
Einen Hauch von Internationalität geben United Zürich zudem die Auslandtransfers Krenar Alimi und Sorel Chemin. Letztgenannter kam laut "transfermarkt.ch" in diesem Frühjahr sogar noch zu 12 Einsätzen für Poli Timisoara in der zweiten rumänischen Liga.

Der Aktionismus zeigt, dass die Klubverantwortlichen noch längst nicht aufgegeben haben. Im Gegenteil: "United Zürich ist mittlerweile eine Herzensangelegenheit. Wir sind aus Altstetten, in der Nähe der Buchlern aufgewachsen", sagte Sportchef Ferdi Dzaferi dem "Tages-Anzeiger".

Man darf also gespannt sein wie sich die Stadtzürcher in den verbleibenden Partien der Vorrunde präsentieren, Als nächste Gegner in der Meisterschaft warten die beiden Kreuzlinger Teams.

Letzte Änderung am Mittwoch, 25 September 2019 09:24

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