Engstringen (in blau) korrigierte gegen Republika Srpska einen 0:3-Rückstand.

Albisrieden bedrängt den Leader, Engstringen vom 0:3 zum 5:3

Engstringen (in blau) korrigierte gegen Republika Srpska einen 0:3-Rückstand.
FC Engstringen/Instagram

  • 3. Liga
  • 29.10.2019
  • 13:11

In der Drittliga-Gruppe 1 gibt Wollerau erstmals überhaupt Punkte ab, Engstringen gelingt in der Gruppe 2 eine verrückte Aufholjagd und ein torreiches und spektakuläres Derby endet in der Gruppe 5 ohne Sieger. 

Gruppe 1: Vanaria mit gelungener Trainerpremiere
Für die grosse Überraschung der Runde sorgte in der Gruppe 1 der BC Albisrieden. Die Stadtzürcher luchsten dem bis dahin makellosen Leader aus Wollerau zwei Punkte ab. Nach einem 0:2-Pausenrückstand gelingt den Hausherren mit einem Doppelschlag in der 75. Minute schliesslich der Ausgleich. Im Topspiel der Runde setzen sich Lachen/Altendorfs Reserven auswärts gegen Kilchberg-Rüschlikon 2:0 durch und bleiben dem Leader auf den Fersen. Wädenswil gewinnt derweil das erste Spiel unter Neu-Trainer Vanaria problemlos. Beim 5:1-Heimsieg gegen das Tabellenschlusslicht aus Affoltern a/A II zeichnete sich Betschart gleich als vierfacher Torschütze aus. Einen ärgerichen Punktverlust musste die dritte Mannschaft von Red Star gegen Siebnen hinnehmen. Trotz einer 2:0-Führung bis in die 85. Spielminute müssen sie sich nach einem Doppelschlag in der 86. und 88. Minute mit einem Unentschieden abfinden. 

Gruppe 2: Affoltern mit ganz viel Mühe
In der Gruppe 2 bekundeten die Spitzenteams so ihre lieben Mühen mit den jeweiligen Gegnern. Affoltern schrammte auswärts bei Wädenswils Reserven haarscharf an einem Punktverlust vorbei (2:1) und Engstringen lag gegen Republika Srpska sogar bis in die Nachspielzeit noch zurück.

Engstringen nahm die zweite Halbzeit mit einer Hypothek von 0:3 in Angriff. Nur eine klare Leistungssteigerung brachte den Zürchern den gewünschten Erfolg. Mit vier Toren, zwei davon nach der 90. Spielminute, holten sie sich den äusserst wichtigen Sieg doch noch und bleiben so weiterhin im Aufstiegskampf dabei. Wiedikon erledigte derweil gegen die Reserven von Kosova seine Pflichtaufgabe humorlos und gewinnt 2:0. Tetova gelang im Abstiegskampf ein regelrechter Befreiungsschlag. Gegen den direkten Konkurrenten Industrie Turicum setzen sie sich glech 6:2 durch. Auch Croatia setzte mit dem 2:1-Heimsieg gegen das starke Benfica Clube de Zurique ein Ausrufezeichen. 

Gruppe 3: Hönggs Reserven weiter eine Klasse für sich
Klare Verhältnisse herrschen hingegen weiterhin in der Gruppe 3, da marschiert Höngg II an der Spitze unaufhaltsam weiter. Ihr Vorsprung auf den einzigen ernsthaften Verfolger Schwamendingen beträgt nach dem 4:2-Auswärtserfolg bei den Reserven aus Pfäffikon weiterhin sechs Punkte. Schwamendingen bleibt ihnen, nach einem 7:2-Kantersieg in Fällanden, aber weiterhin im Nacken. Im Abstiegskampf gelingt dem letztplatzierten Regensdorf II der gewünschte Befreiungsschlag nicht. Im Heimspiel gegen Seefelds Reserven sah es jedoch lange gut aus, bis in der 55. Minute Kohl den einzigen Treffer der Partie erzielte. Ein Sprung auf den achten Rang ist derweil den Embracher Reserven gelungen. Sie bezwingen zu Hause den einmal mehr enttäuschenden Aufstiegsmitfavoriten Volketswil problemlos 3:0 und machen so zwei Plätze gut. Sie profitieren auch davon, dass der Racing Club im Auswärtsspiel gegen Herrlibergs zweite Mannschaft einen späten Gegentreffer kassiert und so als Verlierer vom Platz gehen muss. 

Gruppe 4: Veltheim setzt sich an der Spitze immer mehr ab
Veltheim erledigt seine Pflicht gegen Tabellenschlusslicht Seebach problemlos und gewinnt dank eines dreifachen Michienzi schlussendlich mit 4:1. Weil Embrach gleichzeitig seine Partie gegen Neftenbach mit 2:3 verliert kann der Leader seinen Vorsprung nochmals weiter ausbauen.

Weniger ruhmreich ging die Partie des Eisenbahner SV gegen Glattbrugg zu Ende. In der 20. Minute und beim Stand von 0:0 wurde die Partie nämlich abgebrochen. Ein Zuschauer hatte zuvor einen Ersatzspieler der Gäste, welcher als Linienrichter amtete, mit einem Faustschlag niedergestreckt. Eisenbahner-Trainer Naim Delijaj verurteilte den Gewaltausbruch des Fans aufs Schärfste. Nachdem sich Kloten unter der Woche mit einem Sieg gegen Ellikon Marthalen für die nächste Cup-Runde qualifizierte, mussten sie sich im Ligaalltag auswärts gegen Räterschen 1:2 geschlagen geben. "Ein verdienter Sieg, denn wir haben eine kämpferische Leistung an den Tag geleg.", freute sich FCR- Coach Daniel Johner, der auch schon in Kloten als Trainer fungierte, im "Landbote". Dem Aufsteiger gelingt damit der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Denn sie schliessen so zum FC Niederweningen auf, der sein Spiel gegen Bülach 0:1 verlor.

Gruppe 5: Seuzacher Reserven im Torrausch
Im Topspiel der Runde trafen in der Gruppe 5 der Leader Phönix Seen II und Töss aufeinander. In einem hochklassigen und ereignisreichen Spiel trennten sich die beiden Mannschaften 3:3. Der Ausgleich für die Reserven von Phönix Seen erzielte Bernet erst in der 89. Minute. "Töss hat ein unglaublich gutes Spiel gezeigt, ihr Tempo war zeitweise immens hoch. Das war die mit Abstand beste Mannschaft, gegen die wir bis anhin gespielt haben", meinte Phönix-Coach Manuel Trashorras. Auf der Gegenseite meinte Töss-Trainer Remo Todesco: "Die Mannschaft konnte sich für die tolle Gesamtleistung leider nicht mit drei Punkten belohnen." Beringen bleibt dem Tabellenführer aber dank eines souveränen 4:0-Auswärtssieges gegen Thayngen weiter auf den Fersen. Auch Seuzach II, dass punktgleich den dritten Tabellenrang belegt, bleibt nach einem 8:1-Kantersieg gegen Elgg weiter an der Spitze dran. Den zwischenzeitlichen Sprung an die Tabellenspitze verpasste in dieser sehr ausgeglichenen Gruppe Dinamo Schaffhausen. Auswärts gegen Rafzerfeld gab es etwas überraschend ein 0:1.

Gruppe 6: Männedorf II punktet trotz dreier Platzverweise!
In der ausgeglichenen Gruppe 6 feierten die Favoriten souveräne Vollerfolge. Spitzenreiter Pfäffikon setzte sich gegen Wald zu Hause problemlos 4:0 durch, Meilen konnte gegen Rütis Reserven einen 3:1-Sieg feiern und auch Herrliberg setzte sich in ihrem Heimspiel gegen Weisslingen 2:0 durch. "Ein Punkt wäre verdient gewesen, jetzt muss im letzten Spiel gegen das Tabellenschlusslicht ein Dreier her", sagte Weisslingens Trainer Marcel Scherrer. Einzig Stäfa verliert nach dem 2:2 im Derby gegen Zollikon etwas den Anschluss an dieses Spitzentrio. Am Tabellenende gab es im Keller- und Aufsteigerduell zwischen Hinwil und der zweiten Mannschft aus Männedorf keinen Sieger, die Teams trennten sich 1:1 und belegen weiterhin die beiden Abstiegsplätze. Besonders erstaunlich: Der FCM ging sogar trotz drei Platzverweisen in der 65. Minute (!) im Anschluss noch 1:0 in Führung, ehe Hinwil in der Schlussphase zumindest noch der Ausgleich gelang.
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Letzte Änderung am Dienstag, 29 Oktober 2019 13:11

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