Der SC Veltheim liess Embrach im Spitzenkampf der Drittliga-Gruppe 4 letztlich keine Chance.

Wollerau und Veltheim mit Ausrufezeichen, Fällandens denkwürdige Blamage

Der SC Veltheim liess Embrach im Spitzenkampf der Drittliga-Gruppe 4 letztlich keine Chance.
Ramon Fritschi

  • 3. Liga
  • 05.11.2019
  • 13:05

In der Gruppen 1 und 4 verliefen die Spitzenkämpfe ziemlich einseitig. Als Leader in die Winterpause gehen auch Wiedikon, Phönix II und Pfäffikon. Und: Der FC Fällanden verlor tatsächlich 1:15!

Gruppe 1: Ein einseitiger Spitzenkampf in Wollerau
Der Spitzenkampf zwischen Wollerau und Kilchberg-Rüschlikon war eine überraschend einseitige Angelegenheit. Bereits nach einer Viertelstunde stand es 3:0 für den äusserst effizient auftretenden Leader, am Ende reichte es zu einem komfortablen 5:1-Erfolg. Das unterlegene Kilchberg-Rüschlikon hingegen, verlor nach dem 0:2 gegen Lachen/Altendorf II auch den zweiten Spitzenkampf. "Wir trafen in einem für uns ungünstigsten Zeitpunkt auf die beiden stärksten Gegner der Gruppe. Gegen Lachen/Altendorf waren wir vor allem physisch unterlegen. Gegen Wollerau haben wir leider den Start ins Spiel verschlafen und konnten danach unsere Chancen, um zurückzufinden, nicht nutzen", meinte FCKR-Coach David Molinaro in der "Zürichsee-Zeitung" und verwies auf die lange Absenzenliste aufgrund von Sperren und Verletzungen. Auch mit dem neuen Trainer Tony Vanaria nicht mit Ruhm bekleckert sich Wädenswil. Der Zweitliga-Absteiger kam bei den bescheidenen Thalwiler Reserven nicht über ein 1:1-Remis hinaus. Für ein Ausrufezeichen sorgte dafür im Abstiegskampf der FC Affoltern am Albis II. Die Säuliämtler entschieden das Kellerduell gegen Hausen am Albis 4:3 für sich.

Gruppe 2: Entrücktes Spitzentrio siegt weiter
Der letzte Vorrundenspieltag machte es nochmals deutlich. Den Aufsteiger dürften Wiedikon, Affoltern am Albis und Engstringen unter sich ausmachen. Der die Tabelle anführende Quartierklub aus dem Stadtkreis 3 zeigte dabei gegen Republika Srpska wenig Erbarmen und siegte klar 8:0. Chidi Speranza, Pablo Kessler und Noah Kadi konnten sich allesamt als Doppeltorschützen feiern lassen. Der erste Verfolger Affoltern agierte allerdings beim 5:1 über Srbija ähnlich souverän. Etwas mehr Gegenwehr erhielt der FC Engstringen von den Blue Stars Reserven. Zumindest eine Hälfte lang wogte die attraktive Partie hin und her. Auf das 4:3 der Gäste, wussten die Stadtzürcher allerdings keine Antwort mehr. Die Entscheidung fiel allerdings erst kurz vor Schluss – mit dem dritten persönlichen Treffer des Promotion-League-gestählten Etienne Manca (u.a. Tuggen, YF Juventus). In der unteren Tabellenhälfte musste sich Industrie Turicum mit einem 1:1 gegen Schlusslicht Wädenswil II begnügen. Es hätte für den Fusionsklub noch ärger kommen können. Denn Leonardo Pangellieri traf erst in der 84. Minute zum Ausgleich.

Gruppe 3: Ganz viel Torhunger auf den Plätzen
Für die Peinlichkeit der Runde war der FC Fällanden besorgt. Mit nur zehn Spielern angereist, erhielten sie eine 1:15-Ohrfeige (!) vom SV Rümlang. Dazu passte, dass Trainer Antonello Amato noch mit Rot von der Bank verwiesen wurde. Die Unterländer sind damit neuerdings am Treffsichersten der Gruppe (44 Tore). Eine Rolle im Aufstiegskampf spielen sie aber trotzdem nicht. An der Spitze war nämlich bisher der SV Höngg II eine Klasse für sich, der auch im letzten Spiel gegen Herrliberg II (5:0) nichts anbrennen liess. Am ehesten dem ungeschlagenen Leader noch gefährlich werden könnte Schwamendingen. Der Zweitliga-Absteiger siegte in einem ähnlich ungewöhnlichen Spiel gegen Regensdorf II 8:5. Bereits zur Pause war es 5:1 für die Stadtzürcher gestanden. Die Aufstiegsträume geplatzt sind hingegen wohl schon in Volketswil. Dies obwohl mit dem 5:3 über die Dübendorfer Reserven wenigstens die Vorrunde versöhnlich endete. Abgerundet wurde der torreiche Spieltag durch den 4:3-Erfolg der Embracher Reserven beim Racing Club. Daniel Galantucci gelang kurz vor Schluss der entscheidende vierte Treffer.

Gruppe 4: Veltheim erteilt Embrach eine Abfuhr
Mit dem ersehnten Aufstieg für Embrach wird wohl auch in dieser Saison nichts. Im Spitzenkampf gegen Veltheim gab es eine letztlich brutale 0:4-Abfuhr für den FCE. "Wir waren die bessere Mannschaft und haben uns die drei Punkte mit unserer Leistung verdient", freute sich SCV-Coach Richard Oswald im "Landbote". Sein Gegenüber Jürg Stücheli meinte: "Eigentlich haben wir das ganz ordentlich gemacht, wobei man aber sagen muss, dass Veltheim den Sieg nicht gestohlen hat." Zu Embrach aufrücken konnte dadurch der FC Bülach, der das Verfolgerduell gegen Fehraltorf 4:1 klar für sich entschied. Der Rückstand auf Leader Veltheim beträgt zur Meisterschaftshalbzeit aber schon beträchtliche sieben Punkte. Viel spannender ist da der Abstiegskampf, wo die sich unter dem Strich befindenden Glattbrugg (5:0 über Bassersdorf II) und Seebach (5:1 gegen Räterschen) noch etwas Boden gut machten. Einmal mehr eher bescheiden ist das Abschneiden des FC Kloten, der dem Eisenbahner SV 2:4 unterlag. "Es war wichtig, dass wir eine Reaktion zeigten", sagte Eisenbahner Coach Naim Delijaj, der auch noch auf das Urteil zum abgebrochenen Spiel gegen Glattbrugg warten muss.

Gruppe 5: Phönix II festigt Position, Thayngen bleibt punktelos
Wenig Überraschendes passierte in der Gruppe 5. Töss konnte aber zumindest mit dem 3:1 über Oberwinterthur den Zweitliga-Absteiger überflügeln. "Die Mannschaft wusste um die Wichtigkeit dieses Spiels und hat sich den Sieg erkämpft", freute sich der Tösser Coach Remo Todesco. Das abgeschlagene und noch immer punktelose Thayngen konnte gegen Seuzach II lange auf einen Punktgewinn hoffen. Aber nur bis Florian Schwerzmann zum 2:1 in der 70. Minute traf. "Auf diesem Platz konnten wir nicht unseren gewünschten Fussball spielen, doch am Ende haben wir uns den Sieg verdient", meinte FCS-Trainer Giuseppe Bruzzese. An der Spitze bleiben derweil die Reserven des FC Phönix Seen. Sie rangen Elgg standegemäss 3:1 nieder. "Wir haben eine super Vorrunde gespielt und stehen verdient dort oben", zog  Trainer Manuel Trashorras Bilanz.

Gruppe 6: Pfäffikon wendet Partie, Mönchaltorf verliert hoch
Der FC Pfäffikon überwintet auf dem Tabellenthron. Die Oberländer lagen beim SC Zollikon zwar zwischenzeitlich 1:2 in Rückstand, doch Steven Fenner gab der Partie mit einem Doppelschlag noch eine Wende zum 3:2-Erfolg. Dem FCP in die Karten spielten Rüti II und Herrliberg, die mit dem 1:1 im Direktduell weiteren Boden verloren. Keine Probleme hatte hingegen Zweitliga-Absteiger Stäfa beim 5:0 über Mönchaltorf. Für die Gastgeber war es eine teure Niederlage. Sie beendeten die Partie nämlich zu Neunt, in dieses Bild passte auch der Bankverweis gegen Trainer Beat Bühler. Am Ende der Tabelle trennten sich Wetzikon II und Männedorf II 1:1. Der Punktgewinn hilft beiden Teams nicht wesentlich weiter.

Letzte Änderung am Dienstag, 05 November 2019 13:05

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